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SIEBENDÖRFER MOOR

SIEBENDÖRFER MOOR
Name: Der Name "Siebendörfer Moor" leitet sich von den sieben
an die Niederung angrenzenden, alten Dörfern ab: Pampow,
Stralendorf, Groß und Klein Rogahn, Görries,
Krebsförden, Wüstmark. Wasserwirtschaft Für die
wasserwirtschaftlichen Anlagen des Siebendörfer Moores liegt
die Zuständigkeit beim Wasser- und Bodenverband "Schweriner
See/ Obere Sude“. Der künstlich entwässerte Polder
Siebendörfer Moor umfaßt 825 ha Niederungsflächen.
Er ist mit einem umfangreichen Binnengrabensystem versehen:
Hauptzuleiter zum Schöpfwerk ist der Graben LV 13, der von
Südwest nach Nordost das Moor durchfließt. Das gesamte
hydrologische Einzugsgebiet beträgt ca. 12,7 km². Das
Schöpfwerk entwässert über den Graben LV 10
(Herrengraben) in den Ostorfer See. Der weitere Abfluss aus dem
Ostorfer See erfolgt über den ca. 0,30 m tiefer liegenden
Faulen See und weiter zum Schweriner See. Der Mittelwasserstand des
Schweriner Sees liegt bei 37,66 m ü NN.
GRUNDWASSER
Dem Siebendörfer Moor fließt Grundwasser aus süd-,
nord- und westlicher Richtung zu. Im Süden besteht sogar ein
verstärkter Andrang von Grundwasser. Dies führt hier zu
einer besseren Wasserversorgung der Moorbereiche. Abhängig vom
Grabennetz und der Tätigkeit des Schöpfwerkes liegen die
Grundwasserstände im Moor im Durchschnitt zwischen 60 und 80
cm unter Flur. Extremwerte liegen bei 25 und 90 cm. Unter dem Moor
liegende Grundwasserleiter sind überwiegend "gespannt", d.h.
das Wasser steht unter Druck. Klima Das Siebendörfer Moor hat
aufgrund seines Niederungscharakters mit hohem Grünlandanteil
Bedeutung für die Kaltluftentstehung. Nach der "Analyse der
klima- und immissionsökologischen Funktionen in der
Landeshauptstadt Schwerin“ ist die Niederung
Kaltluftliefergebiet mit sehr hoher Produktivität. Der
mittlere Niederschlag im Raum Schwerin liegt bei 625mm/Jahr.
LANDSCHAFTSSCHUTZ
Das Siebendörfer Moor in den Grenzen der Landeshauptstadt
Schwerin seit 1996 und im Landkreis Ludwigslust seit 1999 als
Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Das
Landesraumentwicklungsprogramm MV 2005 stellt das Siebendörfer
Moor als Vorbehaltsgebiet „Naturschutz und
Landschaftspflege“ dar. Der Landschaftsrahmenplan
Westmecklenburg formuliert für das Gebiet die Zielsetzung:
"Entwicklung und Regeneration der Niedermoorfläche". Das
Landschaftsprogramm Mecklenburg-Vorpommern (2003) stellt die hohe
Bedeutung des Vogelrastraumes „Siebendörfer Moor /
Grambower Moor“ heraus. Der B-Plan Nr. 39 der
Landeshauptstadt Schwerin (2003) hat Maßnahmen auf
Teilflächen des Siebendörfer Moores als Kompensation
für Eingriffe im Industriepark Göhrener Tannen
festgesetzt. Danach soll auf einer Fläche von 280 ha der
oberflächennahe Wasserspiegel geringer als bisher abgesenkt
werden. Hierdurch sollen die vorhandenen Niedermoortorfreste
geschont bzw. erhalten werden und die Grundlagen dafür
geschaffen werden, dass sich die moortypische Fauna und Flora
wieder besser entwickeln kann. Da die festgesetzten
Kompensationsflächen teilweise im Bereich des Landkreises
Ludwigslust liegen, haben auch die betroffenen Gemeinden
Stralendorf, Klein Rogahn und Pampow die entsprechenden
Beschlüsse zur grundsätzlichen Zustimmung über eine
„Aufwertung des Siebendörfer Moores“ (Veröff.
im Amtl. Bekanntmachungsblatt Amt Stralendorf Juni 2001) gefasst.
Bisher nicht für die Kompensation festgesetzte
Teilflächen des Siebendörfer Moores sollen aus
regionalplanerischer Sicht für zukünftige, große
Eingriffsvorhaben in Westmecklenburg als Kompensationfläche im
Sinne eines Ökokontos zur Verfügung stehen.
Der Cache befindet sich am Eingang dieses Naturschutzgebietes.
Achtet bitte auf Autofahrmuggels und geht vorsichtig mit dem
Kleinen um. BITTE STIFT MITBRINGEN
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