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Pimpinello und der Schatz im Kupferkessel Multi-Cache

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birnsojjel: Pimpinellos letzte Reise ...
Heute war es soweit: nachdem meine Geocaching-Aktivitäten immer mehr zurūck gehen, Pimpinello aber immer mal wieder Wartungsaktivitåten erfordert, habe ich mich schweren Herzens entschlossen, nach fast 9 Jahren diese schõne Runde zum letzten mal zu laufen und dabei alle magischen Zeichen einzusammeln...
Sanitizer aus Australien begleitete mich dabei und konnte alle Zeichen finden bis auf jenes an der eingezåunten Birke. Am Baum der Weisheit habe ich ihm etwas auf die Sprünge geholfen und zusammen konnten wir den Kessel bergen.
In den letzten Jahren wurden die Funde auch deutlich weniger, so dass sich der Aufwand dann auch irgendwie nicht mehr richtig lohnt. Also wieder Platz für was Neues im heestal!

Vielen Dank für die vielen netten logs, das Logbuch liest sich wie das whoiswho der alten siegerländer Cacherszene ;-)
BIRNSOJJEL

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Hidden : 12/4/2009
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Eine Radtour/Wanderung, die euch - geleitet durch eine Geschichte - etwa 10 km auf Wald-/Wirtschafts-/Wanderwegen durchs schöne Heestal führt. Für alle Altersklassen geeignet, für Kinderwagen je nach Ausdauer, Geländegängigkeit und Wetter...


Pimpinello und der Schatz im Kupferkessel



Vorbemerkung:
Die Koordinaten der magischen Zeichen sind angegeben - zur Sicherheit. Benutzt sie aber nach Möglichkeit nur, wenn ihr die Zeichen mit der Beschreibung alleine nicht findet. Der eigentliche Sinn des Caches ist nicht das Suchen an sich, sondern geleitet durch die Wegbeschreibung der Geschichte eine lange Runde durch das schöne Heestal zu wandern bzw. radeln.
Die T-Wertung ergibt sich vorwiegend durch die Länge der Runde.
Die D-Wertung kommt erst zum Schluss ins Spiel. Als Reaktion auf einige kritische Anmerkungen und weil ich ja niemandem nach einer Wanderung den Cachefund vorenthalten möchte, hier ein Hinweis: ihr benötigt ein Tatzenkreuz! Und jetzt viel Spaß!





D ie Hauptdarsteller:
Rufus der II. zu Hainchen , edler Tempelritter aus der Wasserburg
Ludolf, sein stolzes Ross
Pimpinello, sein Knappe
Kunigunde, Pimpinellos treues Maultier
Der/die Kindelsberger, Feinde
Kupferkessel, Versteck
Medaillon der Heiligen Elisabeth, kostbarer Schatz

W ir schreiben das Jahr 1377.


P impinello war alleine und das betrübte ihn. Wie verabredet hatte ihn sein Herr, der ehrenwerte Ritter Rufus II. zu Hainchen, allein zurück gelassen und war auf seinem stolzen Ross Ludolf bereits voraus geritten - jedoch nicht, ohne ihm die üblichen Anweisungen zu erteilen: "Folge mir, so schnell du kannst!" "Halte nur an, wenn es unvermeidbar ist." "Benutze nur die schmalen Wege." "Nimm dich vor den feindlichen Spähern auf ihren Türmen in Acht!" Das kannte Pimpinello schon - verwundert hatte ihn einzig und allein die Anweisung, an einigen besonderen Stellen auf die 'Magischen Zeichen' zu achten. Nur mit diesen, so sein Herr, würde ihm das Auffinden des Kessels möglich sein...
Das Ziel ihrer langen Reise, die sie quer durch die feindlichen Gebiete der Kindelsberger geführt hatte und die sie nur mit List und einer gehörigen Portion Glück bewältigen konnten, war die Burg derer von der Hees. Ständig auf der Hut und stets in der Gefahr, einer Patrouille der Feinde in die Hände zu fallen, die - daran war nicht zu zweifeln - von verachtenswerten Verrätern erfahren hatten, dass hier der tapfere Tempelritter Rufus II. zu Hainchen mit dem heiligsten Schatz des Keppeler Ordens in geheimer Mission unterwegs war.

Und genau deshalb hatte sein Herr Pimpinello mit dieser heiklen Aufgabe betraut: er - der kleine Knappe Pimpinello - sollte den kostbarsten Schatz des Siegerlandes von hier ab alleine in das von treuen Gefährten vorbereitete Versteck bringen - den Kupferkessel!
Die Äbtissin des Klosters Keppel, Adelheid von Nassau-Dillenburg, hatte seinen Herrn gebeten, die Gründungsmedaille des Klosters - das Medaillon der Heiligen Elisabeth - in Sicherheit zu bringen, da sie die Plünderung des Klosters durch umherziehende Horden fürchtete. Ritter Rufus II. hatte einen Platz ganz in der Nähe der Heeser Ritterburg für am besten geeignet gehalten, da die Feinde mit so einem Versteck keinesfalls rechnen würden.
Ausgerechnet er! Was hatte sich sein Herr bloß dabei gedacht?? Aber er hatte keine Wahl. Als treuer Knappe musste er natürlich tun, was ihm aufgetragen wurde - aber die Bürde dieser Mission lag schwer auf seinem kleinen Haupte…
Der Auftrag war klar: seinem Herrn folgen, der den Weg vor ihm beritt, um etwaige Verfolger auf sich zu ziehen und Pimpinello somit möglichst eine gefahrlose Reise zu ermöglichen. Sollte ihm dies gelingen, brauchte er "nur noch" die kleine Münze, die er in einem alten Socken ganz unten in den ledernen Satteltaschen seiner treuen Gefährtin Kunigunde verstaut hatte, in dem Kupferkessel zu verstecken und sich sodann in die Sicherheit der Burg begeben. Dort wollte sein Herr auf ihn warten.
Doch er musste den Kessel zuerst einmal finden!

E s begann bereits zu dämmern, als Pimpinello die schmale Öffnung des Heestals erreichte. Ab hier, so wusste er, wurden die Wege so schmal und gewunden, dass keine Kutschen mehr erlaubt waren. Er fasste sich schnell an seine Brust und umklammerte zur Beruhigung ganz fest seinen Talisman. Es war ein kleines, unscheinbares Tatzenkreuz, dass ihm sein Herr kurz vor ihrem Aufbruch geschenkt hatte mit der Bemerkung, dass es ihm noch gute Dienste leisten könne...
Zum Glück hatte ihm kurz vor Ihrem Aufbruch ein befreundeter Novize der Zisterzienser in aller Eile eine - wenn auch schlecht lesbare - Abschrift der Reisekarte angefertigt, die sein Herr bei sich trug. Nur mit dieser war es ihm möglich, seinem Herrn in einigem Abstand zu folgen und die magischen Zeichen zu finden. Mit wenig Mut und viel Hunger begann er seine Mission.
Schon nach wenigen Metern verzweigte der Weg. Der Breiteste führte mitten durchs Tal, den sollte er wohl besser meiden. Ganz links ging ein schmaler Trampelpfad in den Wald, zu schmal für sein Maultier. Also nahm er Kunigunde fester am Zügel und folgte dem mittleren Weg - auch am nächsten Abzweig geradeaus -, bis er auf der linken Seite einen kleinen Teich entdeckte. Zu seinem Schrecken stieg etwas Rauch von einer kleinen Feuerstelle auf - wer könnte hier gelagert haben? War er noch in der Nähe?
Nun wurde Pimpinello ängstlich und wütend zugleich. "Du alter Birnsojjel!" raunzte er sein verdattertes Tier an, "wenn du nicht immer so langsam wärst, ständen wir jetzt nicht hier alleine mitten im Wald!" Er schneuzte heftig in seinen Ärmel, streichelte gleich darauf Kunigunde und klopfte ihr entschuldigend aufs Hinterteil. Dass sowas auch immer nur ihm passieren musste… Er untersuchte vorsichtig die Lagerstelle und sah deutlich die unverwechselbaren Hufeisenabdrücke von Ludolf - also musste es sein Herr gewesen sein, der hier noch kurz zuvor eine Rast eingelegt hatte. Erleichtert ging Pimpinello den Weg weiter den Berg hinauf.
Nach einigen Metern öffnete sich vor der nächsten Kurve für einen kurzen Moment im dichten Nebel eine beeindruckende Aussicht! An einen Baumstumpf gelehnt betrachtete Pimpinello die Lichter der größeren Ansiedlung, durch die er mit seinem Herrn noch an diesem Mittag geritten war. Überragt wurden diese von einer einzelnen Fackel - es war die vom Kindelsbergturm, dem Zentrum der feindlichen Krieger. Pimpinello war, als könne er sogar schemenhaft die Umrisse der Heeser Burg erkennen - konnte das sein? Doch schon war wieder alles im Nebel verschwunden. Soeben konnte er noch das erste magische Zeichen entziffern.
N ach einigen hundert Fuß gabelte sich der Weg erneut. Pimpinello grübelte. Sollte er noch weiter nach Süden gehen? Das konnte nicht richtig sein und so entschied er sich für den rechten Weg, der ihn langsam wieder ins Tal hinab führte. Pimpinello konnte im Talgrund die Umrisse eines kleinen Gehöftes erkennen. Aus dem Schornstein stieg eine kräuselnde Rauchfahne und leise vernahm Pimpinello die Glocken der Ziegen, die sich mit den Rufen von Kühen mischte. Mit der Hoffnung auf eine heiße Suppe oder zumindest eine Schale Tee begab er sich bergab. Nach zwei Kurven sah er vor sich einen Teich, links oberhalb befand sich ein offenbar unbewohntes Gebäude. Rund 100 Meter vor dem Teich kam er auf der linken Seite an einer Gruppe knorriger Eichen vorbei. Laut seiner Karte sollte sich hier das zweite magische Zeichen befinden.
A m Gehöft angekommen, sah er keine Menschenseele. Auf sein Klopfen antwortete niemand - entweder wollte man ihm nicht öffnen oder die Bewohner waren vor Angst geflohen. Enttäuscht, hungrig und frierend ging Pimpinello zu den ersten Gebäuden des Hofes zurück und nahm den Weg, der sich gegenüber des Ziegenstalls den Berg hoch schlängelte. Nachdem er sein Maultier rund eine halbe Meile hinter sich hergezogen hatte, bog der Weg scharf nach rechts ab.
Vorsichtig schlich Pimpinello sich an einem Wachturm vorbei und folgte dem Weg zu einer gewaltigen Schlucht. Vermooste Bäume waren übereinander gefallen und bildeten natürliche Brücken. Kurz vor dem Scheitelpunkt der Schlucht war talseitig auf seiner Karte ein drittes magisches Zeichen eingezeichnet. Er fand es nahe des Weges an einem kleinen Stumpf. Hastig aß er sein letztes Stück Brot und griff zum wahrscheinlich hundertsten Male an die Satteltasche, um sich zu vergewissern, dass der Schatz noch an Ort und Stelle war…
N achdem er sich wieder auf den Weg gemacht hatte, ging es ab dieser Stelle glücklicherweise nur noch bergab. Pimpinello ritt mit seinem Maultier über eine weitere Schlucht, umlief einen weiteren gut getarnten Wachturm und stieß schließlich auf einen breiteren Weg im Tal. Hier verwirrten ihn zunächst die zahlreichen geheimnisvollen Zeichen, die in alle Richtungen wiesen - doch dann sah er sie: eine Krone, eine orangefarbene Krone! Sein Herz hüpfte vor Freude und er wusste, dass es nun nicht mehr weit sein konnte. Er tat, wie ihn sein Herr geheißen hatte, vermied die Heeresstraße und folgte dem schmaleren Weg, der ihn weiter nach Westen führte.
Kurz darauf zielte jedoch auch der schmale Weg schnurstracks auf die Heeresstraße zu - Pimpinello hatte keine Wahl, er musste sie überqueren. Geduckt rannte er mit Kunigunde auf die andere Seite in einen Weg, den er jedoch hinter einer Rechtskurve wieder nach links verließ. Erleichtert, dass ihn offenbar niemand gesehen hatte, wählte er erneut den nächsten Abzweig nach links und folgte diesem Weg schließlich für einige Zeit. Es ging immer weiter bergauf und Pimpinello hatte Mühe, sein Maultier dazu zu bewegen, ihm zu folgen. Nach vielen mühsamen Schritten glaubte er, im Nebel ein großes Kreuz zu erkennen und wirklich: an einer Wegkreuzung stand ein ehrfurchtgebietendes hölzernes Kreuz. Sofort wusste Pimpinello, dass er hier das vierte magische Zeichen finden würde. Er ging rund zwanzig Schritte eines normal großen Mannes in Richtung Süd-Westen. Dort wurde er an einem brusthohen Baumstumpf fündig, an dem auch andere seltsame Markierungen angebracht waren.
P impinello entschied sich für den Weg, der ihn nach Nordosten bringen würde und an der nächsten Wegkreuzung für den rechten Weg, der ihn schließlich wieder aus dem dunklen Wald heraus führte. Hier, wo die hohen Bäume endeten, fand er das fünfte magische Zeichen.

Aber was war das? Vor ihm öffnete sich eine künstlich angelegte Landschaft:
saftige Weiden, die aber so kurz geschnitten waren, dass davon keine Ziege mehr satt werden könnte. Dazwischen gab es Sandgruben und kleine Teiche. Sowas hatte Pimpinello noch nie gesehen. Dies musste der sagenumwobene Park der Ritter aus der Hees sein! Pimpinello jubelte: er wusste, dass er es jetzt fast geschafft hatte! Schnell umarmte er sein verdutztes Maultier und schritt frohen Mutes bergab.
Auf beiden Seiten des Weges sah Pimpinello bunte Fähnchen wehen, die vom Prunk der Ritter zeugten. Der Weg führte ihn an großen Steinen vorbei, kreuzte einen anderen Weg und erreichte einen Vorposten des Ritterguts, wo ihm komisch gekleidete Menschen mit hohen Nasen leider den Zutritt verweigerten… offenbar trafen sich hier nur Herren einer besonderen Zunft.
Sie schickten ihn stattdessen in südöstlicher Richtung bergab zu einem alten Backhaus. Jetzt kannte sich Pimpinello wieder aus, hier war er schon oft mit seinem Herrn entlang geritten. Er konnte sich erinnern, dass Sie dabei nie ganz hinunter ins Tal geritten waren, sondern stets als Abkürzung den ersten Weg zur Linken einschlugen, der ihnen meist eine wunderschöne Aussicht bescherte. Auch heute hatte Pimpinello Glück und erhaschte für einen Moment einen schönen Blick auf die einsamen Höfe des Heestales und das sechste magische Zeichen. Da konnte man fast die Sorgen dieser schweren Zeit vergessen…
A ber er war noch nicht am Ziel, hatte seine Mission noch nicht beendet. Er hielt Kunigunde auf dem rechten Weg und auf der linken Wegseite erschien alsbald ein großer Wachturm der Burg. Pimpinello wusste, dass oberhalb des Turmes - dort wo der Weg eine Schleife formte - der alte Baum der Weisheit stand. Wo, wenn nicht hier sollte er einen Hinweis darauf finden, was er mit den magischen Zahlen anstellen sollte? Also band er Kunigunde fest, untersuchte den Baum - und fand nach kurzer Zeit ein Rätsel.
Schnell nahm er seinen Talisman zur Hand und nach ein wenig Knobelei wusste er, wo er den Kupferkessel finden würde! Hastig ergriff er die Zügel von Kunigunde, holte tief Luft und machte sich dann auf den gefährlichen letzten Teil seines Weges…

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