
Die Tropfsteinhöhle Niedaltdorf ist eine geologische Besonderheit und steht seit über 60 Jahren unter Naturschutz. Bei der Tropfsteinhöhle Niedaltdorf handelt es sich um eine Tuffhöhle, sie gehört damit zu den recht seltenen Primärhöhlen.
Die Höhlentypen werden folgendermaßen eingeteilt:
- nach dem Gestein in Kalkhöhlen, Gipshöhlen und Tuffhöhlen.
- nach der Morphologie in Ganghöhle, Klufthöhle, Schachthöhlen und Höhlensysteme.
- nach dem Zeitpunkt der Entstehung in Primärhöhle und Sekundärhöhlen.
- nach dem Alter der Gesteinsschicht, in der sich die Höhle befindet, z.B. Jura, Muschelkalk oder Devon.
- nach der Fazies der Gesteinsschicht, in der sich die Höhle befindet, z.B. Kalk, Dolomit, Massenkalk, Marmor, Sandstein, ....
Primärhöhle sind mit dem Gestein entstanden, z.B. Tuffhöhlen und vulkanische Höhlen. Sekundärhöhlen sind im Gestein später durch Lösung entstanden.

Es handelt es sich um ein 200m langes, 40m breites und 8m mächtiges Quelltufflager, das sich in den letzten 18.000 Jahren an der Quelle des kalkreichen Ihner Baches, einem Zufluß der Nied, gebildet hat. Auf diesem Tuffrücken steht der Ort Niedaltdorf, nur wenige hundert Meter von der Grenze zu Frankreich entfernt. Die Niedaltdorfer Tuffhöhle entstand bei der Ablagerung des Tuffs durch ungleichmäßiges Wachstum, wodurch sich Überhänge und Halbhöhlen bildeten die später zuwuchsen. Die Höhle wurde wahrscheinlich vor etwa 8,000 Jahren durch den weiterwachsenden Kalktuff verschlossen.

Der Name Tropfsteinhöhle bezieht sich allerdings nicht unbedingt auf Sinterbildungen in der Höhle. Vielmehr handelt es sich um einen früher gebräuchlichen Begriff für das Gestein, in dem sich die Höhle befindet, den Kalktuff. Dieser Tuff wird bei der Bildung von einem Bach überströmt, ist also tatsächlich ein tropfender Stein. Auch entspricht die Bildung des Tuffs der Bildung von Tropfsteinen, wenn das Ergebnis auch ganz anders aussieht. In den Höhlen ist Tropfstein oder Höhlensinter kompakt und hart, besteht aus recht großen, durchsichtigen bis durchscheinenden Kalzitkristallen. An der Erdoberfläche wird die Ablagerung durch Moose, Algen, Farne und andere Pflanzen gestört, so dass ein pröser, leichter und weicher Stein entsteht, der besser Tuff genannt wird.

Die Höhle wurde 1880 beim Bau des Kellers für das spätere Restaurant zur Tropfsteinhöhle entdeckt. Die Hohlräume wurden jedoch zuerst nicht beachtet, und erst nach der Wiederentdeckung 1927 bei Erweiterungsarbeiten wurde die Höhle vom damaligen Besitzer ausgebaut. Es wurde elektrisches Licht verlegt und so konnte die Höhle 1932 offiziell als Schauhöhle eröffnet werden. 1933 wurde dann der Ostgang durch den Querschlag 2 zu einem Rundweg mit dem Westgang verbunden. Nachdem Besucher immer wieder Andenken aus der Höhle mitgenommen hatten, wurde sie 1937 unter Naturschutz gestellt.
Besonders sehenswert sind in dieser Höhle die vielfältigen, recht jungen, Versteinerungen im Kalktuff. Neben Ästen, Blättern und anderen Pflanzenteilen findet man auch Schneckenschalen.

Die Höhle besteht aus zwei Gängen, dem 15m langen Westgang und dem 42m langen Ostgang. Die beiden Gänge sind mit zwei künstlichen Stollen zu einem Rundgang verbunden.
Kalktuff ist ein Material das sich erst in jüngster Zeit, also erst in den letzten Jahrtausenden, gebildet hat. Es entsteht nur in der Umgebung von Karstquellen, die sehr kalkreiches Wasser schütten. Nach zutagetreten des Wassers entweicht CO2 an die Luft oder wird von Organismen verbraucht. Das Wasser kann den Kalk nicht mehr in Lösung halten und so wird er ausgefällt.
Die Ablagerung des Kalks führt zur Bildung von porösem, tuffartigem Gestein. Diese Besonderheit (im Gegensatz zu den Sinterablagerungen in Höhlen) ist auf die drastische anderen Entstehungsbedigungen an der Erdoberfläche zurückzuführen. Organisches Material wie Algen, Moose, Blätter, Zweige oder Tierkadaver werden mit Kalk überzogen und so integriert. Häufig zersetzt sich das organische Material später, so dass detaillierte Abdrücke im Kalk erhalten bleiben.
Algen und Moose entziehen bei ihrem Wachstum im Rahmen der Photsynthese dem Wasser CO2 und verursachen damit die Ausfällung von Kalk, wodurch sie schnell verkalken. Es entsteht ein Wettlauf zwischen Wachstum und Verkalkung.
The Tufa Cave of Niedaltdorf is a geological speciality and since about 60 years it's designated as a conservation area.because it belongs to the rather rare primary caves.

It is a 200m long, 40m wide and 8m high deposit of tufa aka sweetwater limestone. This deposit was formed during the last 18,000 years at the spring of a limestone rich brook, a trubutary of the Nied. The town Niedaltdorf is built on top of this tufa deposit, only a few hundred metres from the French border. The Tufa Cave of Niedaltdorf was formed when the tufa was deposited, because of irregular growth of the limestone. Waterfalls, pools, overhanging rims and later shallow caverns were formed. ABout 8,000 years ago some of those overhangs were closed by growing limestone and so the cave was formed.

The German name Tropfsteinhöhle (dripstone cave) is normally used for caves with many dripstones inside. But here it is used in another way: the rock the cave is in, is dripstone. When it is built it is covered by a brook, and it is dripping all over. This tufa is built similar to dripstone, but on the surface.

The cave was found in 1880 at the cellar construction of the restaurant "Zur Tropfsteinhöhle". But the people doesn't matter of the cavity. No more than 1927 the cave was re-founded and rebuilt to a show-cave. Because a lot of people picked up souvenirs from the cave it was designated as a conservation area in 1937.
Especially the lots of fossilisations in the Tufa stone are very worth to see. You can find branches, leaves and other plant parts as well as snail shells.

The cave has two channels: a 15 metres long one in the west and a 42 metres long one in the east. Both channels are connected to a loop road by two man-made channels.
Tufa is calcium carbonate, CaCO3, formed in stalactites, stalagmites, and other deposits in limestone caves, as incrustations around mouths of hot and cold calcareous springs and along streams carrying large amounts of calcium carbonate in solution.
It is also called travertine or dripstone.
Tufa is builded near karst springs, when biologic processes remove the CO2 from the water and the calcium carbonate starts to deposit. The limestone often forms lakes and waterfalls, similar to rimstone pools, but the growth of the limestone is very much influenced by the growth of plants. Often biologic remains are "fossilized" in this limestone.
The formation of caves starts with a rim of those pools. Along the rim, the water of the pond falls down to the next level of pools. As the water deposits limestone at the rim, the rim grows outward. Sometimes it is not stable enough to carry its own weight, so it breaks down and forms a wall of debris some metres in front of the rim. The cave is complete, when the extent of the rim and the debris at the floor meet.
Besichtigung der Höhle / opening hours:
Von April bis Oktober täglich von 10.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr.
Montags geschlossen - Sonn- und Feiertage bis 18.00 Uhr
Gruppenführung außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung.
Während der Winterzeit gilt folgende Regelung / During the winter:
Die Tropfsteinhöhle ist an den Sonn- und Feiertagen von 10.00 - 17.00 Uhr durchgehend und an den Werktagen nach Voranmeldung geöffnet..
Die Höhle ist nun zu den Öffnungszeiten wieder für Besucher offen!
Logbedingung / How to log:
Schaut euch das Bild mit der Kruste und den Schneckenhäusern noch einmal an und beantwortet diese Frage:
Wie weit reicht das geologische Profil der Höhle? (Diese Frage kann mit Hilfe der Info-Tafel vor dem Haus beantwortet werden!)
Wenn ihr Lust habt, macht doch gerne ein Foto, auf dem ihr und/oder euer GPS-Gerät vor dem Haus mit dem Zugang oder im Innern der Höhle zu sehen seid, und fügt es eurem Log bei. Dies ist keine Logbedingung!
Take a closer look on the picture with the crust and the snail shells and answer this question:
How deep is the deepest point of the cave of Niedaltdorf?
Please take a picture of you and/or your GPS in front of the house with the entrance of the cave or inside the cave and upload it with your log, if you want to. This is no log condition!