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Stadtrundgang Bad Sobernheim - Spurensuche Multi-Cache

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Hidden : 10/30/2009
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Dies ist ein Stadtrundgang durch Bad Sobernheim der einem

auf den Spuren von jüdischer und christlicher Kultur und Religion

Stellen in Bad Sobernheim zeigt, die man sonst vielleicht nicht sehen oder verstehen würde.


Der Stadtrundgang Bad Sobernheim (BS) ist entstanden im Laufe einer Projektwoche
„Vielfalt tut gut – auf Spurensuche eigener und jüdischer Kultur und Religion in Bad Sobernheim“ der Ev. Jugend Bad Sobernheim.
Teilnehmer dieser Projektwoche waren 10 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren.


Für diesen lehrreichen Multi braucht man ein wenig Zeit, ein wenig Grips und ein Maßband (für Station 4 - es geht aber auch ohne, siehe Hint)

  • Station 1 – Felkedenkmal

    (N 49° 46.990‘ E 7° 39.017‘)

    Leopold Erdmann Emanuel Felke

          *1856       †1926
    

    Emanuel Felke, Pastor und Naturheilkundler - ursprünglich aus dem Dorf Repelen bei Moers - kam durch den Metzgermeister Andres Dhonau, der durch seine Kur ein begeisterter Felke-Anhänger geworden war nach Sobernheim. Dhonau und Felke errichteten zusammen das erste Sobernheimer Kurhaus auf der anderen Naheseite. 1915 kam Felke dann endgültig nach Bad Sobernheim, zusammen mit 800 Heilsuchenden.

    Er schaute den Menschen in die Augen und konnte erkennen was ihnen fehlte (das nennt man Irisdiagnostik). Felkes Kur basiert auf den vier Elementen Licht-Luft-Wasser-Lehm. Ihr Kernelement ist die Natur: das Schlafen in "Lufthütten" (eine originale Lufthütte ist zu sehen im Heimatmuseum Priorhof), viel Bewegung an der frischen Luft (Gymnastik [vorzugsweise nackt] und Spazieren [am Besten barfuß] --> Barfußpfad) und gesunde Ernährung.

    Auf Basis dieser Kur entstanden in Bad Sobernheim und Umgebung Kurhäuser, deren Kurbetrieb sich bis heute hält (Die Richtung und die Entfernung zu dreien stehen auf Tafeln am Fuße des Denkmals).

    Für den Final brauchst Du die Ziffer nach dem Komma aus der Entfernung vom Denkmal zur ersten Felkeheilstätte! Diese Zahl ist B.

  • Station 2 – Ev. Pfarrhaus

    (N 49° 47.014‘ E 7° 39.106‘)

    Das evangelische Pfarrhaus in der Igelsbachstrasse war früher die Latein-Schule. Hierlebte und arbeitete am Anfang des 19. Jahrhunderts der Volksschriftsteller und Spinnstubenschreiber Wilhelm Oertel (W. O. von Horn).

    Er war zudem noch Evangelischer Pfarrer und Superintendent.

    Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier das II. Rheinische Diakonissen-Mutterhaus gegründet --> Heute kennen wir es als die „Diakonie-Anstalten“ Bad Kreuznach.

    Von wann bis wann war Oertel Superintendent der Synode?
    Davon brauchst du die letzte Ziffer = J

  • Station 3 – Rathaus

    (N 49° 47.056‘ E 7° 39.123‘)

    So wie ihr das Rathaus heute hier seht, stand es noch nicht immer. Früher waren es drei Gebäude, eine evangelische Schule (hinten links), das alte Rathaus (vorne links - mit den Spitzbogenfenstern, allerdings nur zwei davon) und das Gericht mit Wachstube und Gefängnis (rechts).

    Auf dem Marktplatz findet ihr einen Brunnen, in dessen Mitte eine Skulptur steht – sie stellt einen Lebensbaum dar. Der Lebensbaum wird ist im Brunnen die Quelle des Wassers und soll dadurch ein Zeichen für die Fülle der Natur und des Marktes sein.

    Irgendwo hier findet ihr die Jahreszahl, wann der Brunnen erbaut wurde.
    Die gesuchte Zahl für den Final steht in der Mitte (sogar gleich zweimal ;-) ) und wir nennen sie A!

  • Station 4 - Ev. Matthiaskirche

    (N 49° 47.029‘ E 7° 39.144‘)

    Dieses Gotteshaus steht schon seit über 1000 Jahren an dieser Stelle und ist damit die älteste Kirche der Stadt. In der heutigen Gestalt wurde sie Ende des 15. Jahrhunderts errichtet. Im Chorraum ist noch ein Weihekreuz aus dem Jahr 1484 erhalten.

    Später war sie 200 Jahre lang Simultankirche (d.h. sie wurde von der evangelischen und katholischen Gemeinde benutzt – da war Streit natürlich vorprogrammiert). Die große und prächtige Orgel wurde im Jahr 1740 eingebaut.

    Am Eingangsportal rechts findet man einen eingeschlagenen Metallstreifen, dieser ist die "Sobernheimer Elle", anhand der früher das für den Markt verbindliche Längenmaß (die Elle) festgelegt war.

    Diese müsst ihr für den Final ausmessen. (Ein Lineal hängt in der Kirche rechts hinter den Gesangsbüchern)
    Die erste Ziffer dieser Zahl ist K.

  • Station 5 – Disibodenbergkapelle St. Marien

    (N 49° 47.048‘ E 7° 39.272‘)

    Die Disibodenbergkapelle ist die zweitälteste Kirche in Bad Sobernheim. Der Bau des Chores (Altarraum) wurde um das Jahr 1400 begonnen und dauerte etwa 50 Jahre lang. Danach errichtete man das übrige Gebäude, das sogenannte Langhaus (Man erkennt die zwei Bauabschnitte an der unterschiedlichen Dachhöhe.).

    Die Kapelle war ein Geschenk des Klosters Disibodenberg an die Stadt, deren Bauern hier 180 Morgen Land im Dienste des Klosters bewirtschafteten. Sie lag umgeben vom Mönchshof und war damit eine Art Außenstelle des Klosters Disibodenberg. Hier wurde Landwirtschaft betrieben, um die Bewohner des Klosters zu ernähren und um eine Einkommensquelle zu haben.

    Nach der Reformation wurde sie vom Agrarhändler Morian nur noch als Lagerhaus vor allem für Tabak benutzt. Aus diesem Grund ist in der Kapelle eine Zwischendecke eingezogen worden.

    Wegen der Bauarbeiten ist die Kapelle leider nicht zugänglich, noch nicht mal von außen, aber das Rätsel kann man auch so lösen! ;)
    Nimm für den Final die zweite Ziffer des Baubeginns und nehme sie mal zwei (da es zwei Bauabschnitte waren ;) ) = F.

  • Station 6 – Nepomuk

    (N 49° 47.077‘ E 7° 39.265‘)

    Johannes Nepomuk war ein Priester und lebte von 1350 bis 1393 in Böhmen.

    Nach der Legende der Heiligsprechung (1729 von Papst Benedikt XIII.) hatte Johannes Nepomuk Streit mit dem König Wenzel, weil Nepomuk das Beichtgeheimnis nicht brechen wollte. Nepomuk wollte dem König nicht weitererzählen, was die Königin ihm gebeichtet hat. Darüber war der König so böse, dass er Nepomuk foltern und anschließend von der Prager Karlsbrücke in Wasser stürzen ließ.

    Nepomuk ist seither Schutzpatron für Brücken und gegen Wassergefahren, für das Beichtgeheimnis, für Böhmen und Bayern, Priester, Schiffer, Flößer und Müller.

    1998 fand W. Heimer die Nepomukskulptur bei Aufräumarbeiten. Hier steht jetzt eine Reproduktion, eine zweite findet man an der Nahebrücke Richtung Meddersheim. Das Gebäude der Volksbank muss früher ein frommes Gebäude gewesen sein, was genau dort war, weiß man allerdings nicht.

    Für den Final brauchst du die Anzahl der Bögen der „Muschel“ hinter dem Nepomuk = L.

  • Station 7 – Priorhof (Heimatmuseum)

    (N 49° 47.128‘ E 7° 39.220‘)

    Hier gibt es einiges zu sehen, es lohnt sich auf jeden Fall während der Öffnungszeiten dem Heimatmuseum einen Besuch abzustatten!

    Du findest hier einen Kanaldeckel, auf dem das Stadtwappen von Bad Sobernheim abgebildet ist.

    Eine kurze Erläuterung der einzelnen Elemente:
    Die Welle unten steht für die Nahe, die Mauerkrone steht dafür, dass Sobernheim früher ein befestigter, selbstständiger Ort war. Das Rad zeigt, dass Sobernheim mal zum Kurfürstentum Mainz gehört hat, danach allerdings zur Kurpfalz, die durch den Löwen symbolisiert wird.

    Wie viele Türme hat das Wappen? Diese Zahl ist H.

  • Station 8 - St. Matthäus

    (N 49° 47.184’ E 7° 39.128’)

    Die höchste Kirche Bad Sobernheims - die Katholische Pfarrkirche St. Matthäus

    Dieses Gotteshaus wurde 1898 (damit ist sie die jüngste Kirche in der Stadt) innerhalb von nur einem Jahr errichtet. Ihr Glockenturm ist mit 59 Metern der höchste in Bad Sobernheim.

    Alle 12 Weihekreuze sind noch an den 12 tragfähigen Säulen (die gleichzeitig eine Darstellung der 12 Apostel [Jünger] Jesus‘ sind) zu sehen.

    Auf der roten Info-Tafel die an der Kirche hängt stehen einige Jahreszahlen. Die dritte Ziffer der ersten Zahl ist I.

  • Station 9 – Malteserkapelle + Komturei

    (N 49° 47.183‘ E 7° 39.035‘)

    Hier, an der alten Malteserkomturei (heute ein Nebengebäude des Amtsgerichtes), steht wieder ein Text über der Tür. Dieser ist in Latein geschrieben. Aber keine Angst, den müsst ihr nicht übersetzen!
    Da steht: „Dieses Haus hat mit seinem Geld erbauen lassen der edle Baron von Duding“.

    In diesem Text sind manche Buchstaben in anderer Farbe geschrieben. Wenn man diese als Römische Zahlen interpretiert und deren Werte addiert, erhält man das Jahr, in dem das Gebäude gebaut wurde. (I = 1, V = 5, X = 10, L = 50, C = 100, D = 500)

    Die zweite Ziffer dieser Zahl ist G.

    Die Malteserkapelle (N 49° 47.169‘ E 7° 39.057‘) wurde 1465 fertiggestellt und bis zur Zeit der Französischen Revolution von dem Ritterorden der Malteser als Ordenskapelle genutzt. Ab 1664 diente sie als Pfarrkirche der neu gegründeten katholischen Pfarrgemeinde. Nach der Errichtung der Pfarrkirche St. Matthäus baute man sie in ein Vereinshaus um. Sie wird seitdem als Haus der Begegnung genutzt.

  • Station 10 - Synagoge

    (N 49° 47.162‘ E 7° 39.014‘)

    Die Synagoge - inzwischen renoviert als Kulturhaus Synagoge - berherbergt die Bücherei.

    Die Synagoge ist das Gotteshaus der Juden. Es gibt hier weder Turm, noch Glocken noch Kreuze! An der Ostseite sieht man den Davidstern und am Eingangsportal findet man hebräische Schriftzeichen.

    Das Dach in Zeltform symbolisiert den Aufruf an Mose, die Menschen zum Gottesdienst in einem Zelt zu versammeln.

    Doch wie wussten die Menschen ohne Glocken wann Gottesdienst war? Dazu gab es den Schuleklopper, der von Tür zu Tür lief und dort klopfte, wenn Gottesdienst war.

    Rechts der Synagoge ist ein Stein in die Mauer gesetzt, auf dem Kulturhaus Synagoge steht. Dort steht links eine jüdische Jahreszahl. Die erste Ziffer dieser Zahl (also das momentane jüdische Jahrtausend) ist E.

  • Station 11 – Fabrik Marum

    (N 49° 47.106‘ E 7° 38.923‘)

    Das Haupthaus der ehemaligen Strumpffabrik Marum.

    Die Firma Marum wurde 1865 von der fünfzigjährigen Sarah Marum (die soeben Witwe geworden war und 9 Kinder zu versorgen hatte) gegründet und hatte zwischenzeitlich bis zu 800 Mitarbeiter.

    In dieser Firma wurde die Strumpfhose erfunden!

    Der Marumpark heißt so, weil er früher der private Garten der Marums war, bis er der Stadt geschenkt wurde. Etwa in seiner Mitte steht ein Gedenkstein für Arnold Marum, den Urenkel von Sarah Marum.

    Mehr Informationen für Interessierte gibt es im Heimatmuseum im Priorhof!

    Hier gibt es eine Verbindung zwischen den Häusern auf beiden Straßenseiten, auf der ein Wort steht (Fünf Buchstaben). Addiere die Zahlenwerte der Buchstaben und du erhältst eine Zahl. Die besteht aus zwei gleichen Ziffern und diese Ziffer ist C.

  • Station 12 – Philippskirche + Kaisersaal

    (N 49° 47.066‘ E 7° 38.937‘)

    Die Philippskirche wurde 1737 von den Lutherischen Gemeinden Sobernheim, Staudernheim und Nußbaum erbaut. Da sie eine relativ kleine Kirche ist, war sie das erste Gotteshaus, das mit einer Heizung versehen wurde.

    1900 wurde die Kirche an Andres Dhonau verkauft, der dort ein Lokal mit Kegelbahn eröffnete. Weil dann mehr Platz benötigt wurde, wurde 1905 der Kaisersaal (rechts davon) angebaut. Vorher war dort allerdings der Friedhof der Lutheraner. Deswegen herrschte anfänglich im Kaisersaal auch noch ein strenges Tanzverbot, damit man nicht auf den Knochen seiner Vorfahren herumtanzte.

    Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Kaisersaal als LKW-Garage missbraucht.

    Über dem Eingangsportal der Philippskirche steht eine Zahl. Wenn du die Quersumme von der Quersumme dieser Zahl nimmst, erhältst du D.

  • Final

    N 04A BC.DEF               E 00G HI.JKL
    

Additional Hints (Decrypt)

[Station 4:] Yvarny uäatg va qre Xvepur erpugf uvagre qra Trfnatoüpurea

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)