Findling Dengelstein

Der Dengelstein ist mit einer Höhe von über 8 Metern, einem Volumen von 400 - 500 Kubikmetern und einem Gewicht von 1250 Tonnen der größte noch erhaltene Findling des Kemptner Waldes. Er wurde während der letzten Eiszeit durch den Illergletscher vermutlich vom Rottachberg bis hierher in das Alpenvorland transportiert.
Die Eiszeiten
Während des Quartärs, also in den letzten 2,6 Millionen Jahren, führten starke Klimaschwankungen in Mitteleuropa zu einem Wechsel von Warmzeiten und Eiszeiten. In den Warmzeiten herrschten Klimaverhältnisse wie heute, so dass die Gletscher weit in die Alpen zurückgeschmolzen. In den Eiszeiten dagegen sanken die Temperaturen stark ab und die Gletscher breiteten sich bis ins Alpenvorland aus. Die letzte dieser Eiszeiten bezeichnet man in Süddeutschland als Würmeiszeit.
Damals lagen die durchschnittlichen Jahrestemperaturen im Alpenvorland bei etwa –3°C (heute sind es +7 bis +8°C) und es war wesentlich trockener als heute. Die Gletscher wuchsen stark an und erreichten vor ca. 20.000 Jahren ihre größte Ausdehnung. Aus den Allgäuer Alpen drang der Illergletscher bis ca. 2,5 km südöstlich von Grönenbach vor. Das Gebiet des Kemptner Waldes war zu dieser Zeit völlig von Eis bedeckt.
Woher kam der Dengelstein?
Der Dengelstein hat sich sozusagen in das Gebiet des Kemptner Waldes "verirrt", er lag nicht immer dort. Der Illergletscher transportierte diesen "Irrblock" während der Würmeiszeit mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Bereich Rottachberg - Immenstadt, da nur dort die sogenannten "Nagelfluh" vorkommt, aus der der Dengelstein und viele andere Findlinge im Kemptener Wald bestehen.
Wie kam der Dengelstein hierher?
An seinem Herkunftsort löste sich der Felsblock entweder durch Frostsprengung aus seinem ursprünglichen Verband oder er wurde durch die gewaltige Kraft des Gletschereisstromes abgetrennt. So gelangte er auf die Eisoberfläche und wurde allmählich mit dem Gletscher in das Alpenvorland hinaustransportiert. Neben Felsblöcken unterschiedlichster Größe führte der Gletscher im, auf und unter dem Eis eine große Masse an kleinerem Gesteinsmaterial mit sich. Am Ende der letzten Eiszeit hinterließ der abschmelzende Illervorlandgletscher im Kemptner Wald diese Schuttmassen als Moränendecke.
Wie entsteht Nagelfluh?
Der Findling besteht aus verfestigten, groben Schottern (sog. Konglomeraten) der Unteren Süßwassermolasse. Das Gestein sieht aus, als hätte man große Nägel so tief hineingeschlagen, dass nur noch die Köpfe herausschauen. Deshalb bezeichnet man derartige verfestigte Schotter auch als "Nagelfluh".
Dieses Gestein der Unteren Süßwassermolasse entstand im Tertiär vor ca. 30 Millionen Jahren (Untermiozän). Damals transportierten Gebirgsflüsse grobes Schottermaterial aus den sich hebenden Alpen in einen nördlich vorgelagerten Trog. Die Schotter wurden zusammen mit eingeschwemmten Feinmaterial in diesem als „Molassezone“ bezeichneten Trog abgelagert und angehäuft. Überlagerungsdruck und ein kalkiges Bindemittel führten schließlich zur Verfestigung und Zementation dieses ehemaligen Lockergesteins zu einem "Konglomerat".
Welche Bedeutung hat der Dengelstein?
Der Dengelstein ist mit einer Höhe von über 8 Metern, einem Volumen von 400-500 Kubikmetern und einem Gewicht von 1250 Tonnen der größte noch erhaltene Findling des Kemptner Waldes. Findlinge treten im ehemals vergletscherten Alpenvorland selten so gehäuft auf, wie dies im Kemptner Wald der Fall ist. Allerdings wurden hier in der Vergangenheit viele der Findlingsgruppen zerstört. Es wird vermutet, dass der Dengelstein einst eine heidnische Kult-, Gerichts- und Opferstätte gewesen sei. Seinen Namen erhielt der Findling, weil der Sage nach der Teufel immer dann seine Sense an ihm "dengelt", wenn schlimme Ereignisse bevorstehen. Der Dengelstein ist heute als Naturdenkmal geschützt.
Quelle: (c) Bayerisches Landesamt für Umwelt
Leider konnte ich keinen wirklich passenden Parkplatz ausmachen, von dem man nicht so weit hätte laufen müssen. Ich bin mir aber sicher, die Besucher des Ortes werden auch so ein Plätzchen finden.
Um diesen Cache loggen zu dürfen, beantworte mir bitte folgende Fragen:
1. Bei N47 42.629 E010 24.396 findest Du eine kleine Tafel. Dort sind unter Anderem Größe und Gewicht des Dengelstein angegeben. Dies stimmt aber so gar nicht mit der offiziellen Geotoptafel überein. Bestimme also besser selbst Höhe, Breite und Tiefe des Steins und berechne nachvollziehbar sein Gewicht. (Nicht einfach die Daten einer Tafel abschreiben oder raten!)
2. Im Jahr 1997 hat ein Künstler eine Umfriedung für den Dengelstein geschaffen. Wie nannte er sein Projekt?
3. Begib Dich zur offiziellen Geotop Schautafel bei N47 42.627 E010 24.391 (Headerkoordinaten) und mache ein aktuelles Bild von Dir und Deinem GPSR. (optional, aber der einzig wirkliche Beweis, dass Du da warst)
4. Schicke mir die genommen Maße aus 1. und den Namen aus Frage 2. Du darfst sofort nachdem Du die Mail geschickt hast loggen. Sollte etwas nicht stimmen, melde ich mich.
Bitte bedenkt, jeder ist selbst für sein Leben und seine Sicherheit verantwortlich. Wer herumklettert und runter fällt ist selbst schuld.
Viel Spaß vor Ort wünscht, Andreas
Erratic block Dengelstein
The Dengelstein is with a height of more than 8 metres, a volume of 400-500 cubic metres and a weight of 1250 tonnes the biggest still preserved erratic block of the Kemptner wood.
The ice ages
During the Quarternary, in the last 2.6 million years, strong climate variations led in Central Europe to a change of warm times and ice ages. In the warm times climate relations ruled like today, so that the glaciers far back in the Alps melted back. In the ice ages against it the temperatures strongly dropped and the glaciers spread out till the foothills of the Alps. The last of these ice ages in southern Germany you call Würm-glacial
At that time the average annual temperatures lay in the foothills of the Alps around possibly-3°C (today these are +7 to +8°C) and it was substantially drier than today. The glaciers strongly grew and reached their biggest expansion approx. 20,000 years ago. From the Allgäuer nightmares penetrated of the Iller-glacier to approx. 2.5 km southeast from brook Grönen. The area of the Kemptner wood was covered at this time completely by ice.
Where did the Dengelstein come from?
The Dengelstein has "got lost", so to say, at the area of the Kemptner wood, he not always lay there. The Iller-glacier transported this "lost block" during the Würm-glacier with high likelyhood from the area of Rottachberg - Immenstadt, because only there the so-called "Nagelfluh" originates of which the Dengelstein and many other erratic blocks in the Kemptener wood are composed of .
How did the Dengelstein come here?
At his place of origin the boulder freed itself either by frost spraying from his original association, or he was separated by the immense strength of the glacier ice stream. Thus he reached the ice surface and was moved with the glacier to the foothills of the Alps.
Beside boulders of the most different sizes the glacier in, and under the ice moved a big mass of smaller rock material with itself. At the end of the last ice age the melting Iller-glacier left these rubble masses as a moraine cover in the Kemptner woods.
How is Nagelfluh formed?
The erratic block is built of hardened, coarse grits (so called conglomerates) of the lower fresh water molasses. The rock looks as if one had driven big nails so deeply in it that only the heads look out. Therefore, one calls such hardened grits also "Nagelfluh".
This rock of the lower fresh water molasses originated in the Tertiary before approx. 30 million years (lower miocene). At that time mountain rivers transported coarse grit material from the lifting Alps in an trough offshore to the north. The grits were deposited together with washed in fine material in this molassezone called trough and were accumulated. Heterodyne pressure and a calcareous binding agent led, finally, to the solidification and cementation of this former loose rock into a "conglomerate".
What is the importance of the Dengelstein?
The Dengelstein is with a height of more than 8 metres, a volume of 400-500 cubic metres and a weight of 1250 tonnes the biggest still preserved erratic block of the Kemptner wood. Erratic blocks appear as piled up in the formerly glacier foothills of the Alps seldom thus as this is the case in the Kemptner wood. Indeed, many of the erratic block groups were destroyed here in the past.
One supposes that the Dengelstein has been once a pagan cult site, court site and sacrificial site. The erratic block received his name because according a legend the devil always "sharpens" his scythe at the rock when bad events approach. Today the Dengelstein is protected as a natural monument.
Source: (c) Bavarian Environment Agency
In order to log this cache answer the following questions:
1. At N47 42.629 E010 24.396 you'll find a small billboard. It shows the dimensions of the dengelstein, but these are completely different from the official geotop board a few meters away. So make your own suggestion of hight, depth, width and weight of the big block. (Do not just copy and paste the data from one of the boards!)
2. In the year 1997 an artist built a kind of enclosure for the Dengelstein. How did he call this project?
3. Go to the official geotop billboard at N47 42.627 E010 24.391 (headercoordinates) and make a current picture of you and your GPSR. (optional, but the only real proof that you have been there)
4. E-mail me the answers of Q1 and Q2. You may log rightaway after the mail is sent. If there is something wrong, I will contact you.
Please beware of falling rocks and unsafe area outside the beaten tracks. I am not responsible for any injuries.
I wish you a nice time at the location, Andreas