Skip to content

FTF für Jedermann - MULTI Multi-Cache

Hidden : 10/31/2010
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


FTF für Jedermann – MULTI

 

Viele Cacher schaffen es einfach nicht, früh schnell den gerade erschienenen Cache zu machen und sich als Erstfinder einzutragen. Ein FTF ist schwer zu erhaschen. FTF bedeutet First-Time-Found = Erstfund. Das möchte ich ändern. Hier kann jeder einen FTF machen, und das auch noch Jahre nach dem Release!

FTF steht hier für Filz-Tuch-Fabrik. Für Jedermann deshalb, weil es auch einen einfachen Tradi gibt. Dieses hier ist der Multi aus der Serie. Einen FTF - Bonus gibt es natürlich auch noch. So ist für Jedermann was dabei.


Wer lieber nen schnellen Tradi mag, wird in unmittelbarer Nähe auch fündig werden.

 

Zur Geschichte der Fabrik ein paar Worte

     

1874 gründete der aus Lengenfeld stammende Tuchmachermeister Franz Louis Wolff am Ortsausgang Rodewisch, Richtung Wernesgrün, einen Betrieb zur Filztuchherstellung. Dieses Tuch wurde zur Papierherstellung benötigt, wobei der Bedarf stetig stieg.

1887 bis 1897 wurde ein großer Teil der Fabrikanlagen gebaut, aber auch die Chefvilla und die Arbeiterhäuser auf der anderen Straßenseite. Ein Jahr später wurde eine Wasserturbine in Betrieb genommen, die das Wasser des Wernesbaches ausnutzte.

Die Firma wuchs und gewann an Personal, Ansehen und konnte die Produktion stetig steigern. Auch auf dem sozialen Sektor hatte der Firmengründer viel geleistet. Es gab Betriebskrankenkasse, Auszeichnungsfond und weitere Vergünstigungen für langjährige Mitarbeiter. Aus dem Betrieb gingen insbesondere durch den Techniker Ernst Rüdiger in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg 3 Patente hervor. Bereits 1915 war die Belegschaft auf 250 Personen angewachsen und 1921 wurde sogar eine 25 Mitglieder starke Betriebsfeuerwehr gegründet.

1925 schieden Wolff und sein Sohn aus der Geschäftsleitung aus, die nun Ernst Rüdiger inne hatte. Ab 1926 wurde der Betrieb erheblich erweitert. Es entstand unter anderem das für damalige Verhältnisse hoch moderne Stahlbetongebäude mit 5 Stockwerken und den beiden 36 m hohen Türmen. Es beherbergte die Spinnerei und wurde später zum Wahrzeichen des Betriebs.

Viel Aufwand wurde in Pumpen und Brunnenanlagen gesteckt, so war der tiefste Brunnen 120 m tief. Die Produktion erforderte viel Wasser. Aber auch Werksschlosserei, Kesselhaus und Schornstein, Walkereien und andere Produktionsgebäude entstanden.

Im Krieg war der Betrieb durch Beschuss nur leicht beschädigt worden. Es konnte weiter produziert werden, wenn auch die Produktion seit der Wirtschaftskriese stagnierte. Am 20.April 1945 mußte die Produktion wegen der nahen Front eingestellt werden. Rüdiger verliess Betrieb und seine Heimat. Der Geschäftsführer Gottfried Wunderlich , unter anderem auch Besitzer des Rittergutes in Plohn, wurde am 5. Oktober enteignet.

Am 30. Juni 1946 wurde die Fabrik unter die Kontrolle der sowj. Militäradministration gestellt. Der Betrieb wurde Staatseigentum.

1951 wurden die 4 Filztuchfabriken Rodewisch, Lengenfeld, Waldkirchen und Wolfspfütz zusammengelegt, es entstand der VEB Vereinigte Vogtländische Filztuchfabriken mit Sitz in Lengenfeld.

Erstmalig in der Welt konnten endlos gewebte Siebe aus synthetischen Drähten hergestellt werden.

1967 wurde unter Lizenzgabe beim Aufbau einer Filzfabrik in Indien geholfen, wobei auch indische Arbeiter in Rodewisch ausgebildet wurden. Wenig später wurden weitere Filzfabriken in den Verbund eingegliedert, unter anderem aus Leisnig und Gera.

Die Filztuchfabrik unterhält in den frühen Siebzigern regen Kontakt zu anderen Fabriken im sozialistischen Ausland, so z.B. nach Ungarn oder der CSSR, aber auch Arbeiter aus Mosambik und Vietnam waren bis zur Wende hier anzutreffen.

1977 wurde der neue Sozialtrakt und der moderne Speisesaal eingeweiht.

Der Betrieb galt zu dieser Zeit als der modernste der osteuropäischen Länder und deckte den Gesamtbedarf der DDR an Papiermaschienenfilzen.

Nach der Wende 1990 wurde der Betrieb aus dem Verband gelöst und als GmbH zum eigenständigen Treuhandbetrieb.

Gleichzeitig sank die Produktion durch den westlichen Konkurenzdruck stark. Es mussten Arbeiter entlassen werden, die Geschäfte liefen schlecht. Ein Verkauf und eine Schliessung waren im Gespräch. Die Belegschaft sank innerhalb von 2 Jahren von 480 im Jahr der Wende auf 110.

1993 entging man auf persönliches Engagement einiger Mitarbeiter der Liquidation durch die Treuhand. Auch das Geschäft mit einem Kaufinteressenten wurde auf die Initiative der Belegschaft hin unterbunden, da eine Schliessung des Werkes nach "Plünderung" der Produktionsmittel und des Know-Hows zu erwarten war.

Zu dieser Zeit hatten einige Mitarbeiter den Plan den Betrieb selbst zu kaufen und die Produktion selbst in die Hand zu nehmen. Doch der Neuanfang in Rodewisch war auf Grund des großen, unrentablen Werkes nicht machbar, zu viel hätte verändert und verkleinert werden müssen. Am Betriebsstandort Lengenfeld standen die Chancen mit einer neuen Halle einen neuen Anfang zu schaffen besser. So bleib der Betrieb in Rodewisch bei der Treuhand.

Durch ein fünfköpfiges Managment-Buy-Out-Team und Investoren aus Philadelphia und München konnte zumindest der Name, die Produktion und somit formell der Betrieb gerettet werden, wenn auch die Betriebsstätte Rodewisch ab diesem Zeitpunkt dem Tode gewidmet war. In Lengenfeld wurden ab 1996 hingegen Geotextilien z.B. zur Haldensanierung und Filze / Vliese zur Papierherstellung wie zu Beginn der Produktion vor fast 100 Jahren hergestellt.

Für den rodewischer Standort konnte kein Investor gefunden werden, aus marktstrategischen Gründen wurde jedoch zumindest der Name "Filztuchfabrik Rodewisch" auch in Lengenfeld weiter verwendet.

 

In den späten 90ern und bis 2007 wurde das Areal dem Verfall Preis gegeben. Hin und wieder nutzte z.B. die Bundeswehr das Gelände für Übungen im Häuserkampf, doch eine industrielle Nutzung war nicht mehr in Sicht.

Durch unerklärliche Vorgänge war es auch möglich, dass zur Zeit der höchsten Preise für Stahlschrott und Buntmetall hier ganze Abrissfirmen ihr Unwesen trieben. Es wurde alles verwertbare aus dem Herzen der Fabrik herausgerissen, die Altlasten und Trümmer blieben zurück, ohne das jemand verantwortlich gemacht werden konnte.

Der Stadt Rodewisch gelang es erst durch großzügige Fördermittel einen fachgerechten Abriss in den Jahren 2009 und 2010 in Auftrag zu geben. Der Schornstein und die Fabrik wurden gesprengt, die Trümmer entsorgt und das Areal renaturalisiert. Heute ist von der Fabrik nichts mehr zu erkennen.

Hier ist auch ein VIDEO von der Sprengung des Schornsteins.

Ein Stück
rodewischer Industriegeschichte geht zu Ende!

Dieser Cache soll an die 1000 großen und kleinen Geschichten rund um diesen Betrieb erinnern, ohne dabei irgend einen Anspruch zu erheben. Er soll euch Spaß machen und ein wenig in der Nähe herumführen. Ich glaube, es wird eine schöne Tour - Nein, ich wei
ß es!

Und so präsentierte sich das Gelände 2010, kurz vor Ende der Renaturalisierung.

Quellen: Wolfgang Männel, Günter Wurdak, Gerd Buchold sowie Internetseite www.filztuch.de

 


Nun zum Cache

Station 1 – Koordinaten siehe Listing

ist unmittelbar am Parkplatz zu finden. Ihr seht auf einer Übersichtstafel eine ganze Reihe von Zahlen.

Folgende sind wichtig:

A = __ = die letzte Ziffer der letzten Zahl im Text.

B = __ = die dritte Ziffer der ersten Zahl im Text.

C = __ = die Arbeitsbreite minus 20 Meter.

 

Station 2 – Koordinaten siehe Listing

Hier muß ich unbedingt davor warnen Werkzeuge oder Gewalt anzuwenden. Laßt auch die Mauer ganz. Der Richtige Dreh entscheidet über den Erfolg zum Zugang zur Station!

Bitte unbedingt wieder so verlassen wie vorgefunden! KEINE HINWEISE, KEIN WERKZEUG, KEINE GEWALT!!

Wenn Ihr das erste Hindernis geschafft habt, solltet ihr folgende Zahl einstellen, um weitere zum Inneren der Station vorzudringen:

CODE: { ***
A *** B *** C *** }

Nun mit eurer 9V Batterie die Station starten.

Ihr erfahrt fürs Final die Zahl { DEF } und für den Bonus { ZZZ }.

Bei Ausfall der Station die Notfall-Matrix befragen, die hilft auch weiter, ist aber nicht so cool ;-)

Sucht auf den Feldern { ABC } und lest die beiden Werte { DEF } und { ZZZ } ab.

Bevor ich es vergesse, das Final wartet auf euch bei:

N:093 + {
DEF } und E:1006 - { DEF }

Viel Glück und Spaß wünscht euch
das Team Dosenschmied.

Inventar:

  • Logbuch, Bleistift und Cachenote (Bitte dort lassen)

  • Formel und Bedienelement für den BONUS (Benutzt den vorhanden Draht im großen Rohr. Das kleine Rohr ist nicht mehr in Verwendung)

  • Diverse Tauschgegenstände

 

Benötigt wird für diesen Cache eine 9V Blockbatterie!

Ihr solltet nicht bei mehr als 10 cm Schnee starten und feste Kleidung und festes Schuhwerk anziehen. An den Stationen könntet ihr euch die Hände schmutzig machen. Wer sich ekelt, sollte für das Heben der BONUS-Formel die Hand als Mundstück um das Blaue legen...

 

Schlußbemerkung:

Für diesen Cache wurde eine Menge Zeit, Material und letztlich auch Geld investiert. Es wäre super, wenn die Stationen und das Finale mit entsprechender Sorgfalt behandelt werden. Wenn was kaputt ist oder kaputt geht sagt es mir, damit auch die nächsten Cacher den selben Spaß haben können.

and: "no animal was harmed during make of this cache"

 

***************************************

ACHTUNG ! Bitte unbedingt anrufen,

wenn der Cache weg ist! DANKE

0162 4410066

***************************************

Additional Hints (Decrypt)

[Benötigt wird für diesen Cache eine 9V Blockbatterie!] [S2] Qrpxry IBEFVPUGVT qerura. Nhs evpugvtrf Nasnrqrya orvz Mhfnzzraonh qre Qbfr npugra! --> XRVAR TRJNYG!!! [Finale] Qre Qrpxry vfg AVPUG irefpuenhog

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)