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Der Harlyturm Traditional Cache

Hidden : 3/13/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Der auf dem Harlyberg stehende Turm, auch 'Napoleonturm' genannt, wurde in den Jahren um 1810 in seinem unteren Teil vermutlich vom ehemaligen Klostergutsbesitzer Israel Jakobson aus Wöltingerode, Bankier, Bildungsreformer und Geheimrat des Königs Jerome von Westfalen (Napoleons kleinster Bruder), erbaut.




Schon kurz nach Errichtung des ersten Stockwerks bestand der Wunsch in der Bevölkerung, ein zweites Stockwerk und einen Aussichtsturm zu errichten. Etwa um 1840 wurde auf Anregung des damaligen Försters Ahrens aus Wöltingerode in den Harlygemeinden eine Sammlung durchgeführt, die zur damaligen Zeit die stattliche Summe von 2000 Talern einbrachte. Bald danach wurde ein zweites Stockwerk fertiggestellt. Jeder Gemeindevorsteher der umliegenden Dörfer erhielt einen Schlüssel zum Turm, damit jedermann freien Zutritt hatte. Das erwies sich jedoch als schlechte Lösung. Es rissen gewisse Unsitten ein.
Förster Ahrens half dem Übel ab, indem er das Schlüsselrecht an sich nahm.

Gegen Mitte des vorigen Jahrhunderts erlebte der Aussichtsturm seine große Zeit, als Förster Ahrens 1845 hier einen Ausschank eröffnete und später, um seinen Gästen auch ausgiebige Unterhaltung zu bieten, noch eine Kegelbahn und ein Zelt aufbauen ließ. Es war ein richtiger Familienbetrieb, denn die Bedienung besorgte Förster Ahrens Tochter Luise, unterstützt von ihren beiden Brüdern.
Der Gesellschaftsklub fand sich Dienstags und Freitags zum Kegeln ein. Sonntags war freier Zutritt. Alle 14 Tage spielte hier eine Kapelle zum Tanz. Als Zeichen, dass die Kapelle am nächsten Tag spielen würde, wurde Samstags die Fahne am Turm hochgezogen.
Für die Bevölkerung rings um den Harly wurde diese Stätte ein beliebtes Ausflugsziel. Auch hohe Gäste weilten auf dem Harlyturm. So der damalige Landesherr, König Ernst August II. von Hannover, der im Jahre 1848 auf dem Harlyturm die Abschlussfeier seiner in der hiesigen Gegend veranstalteten Hofjagd abhielt.
Ab 1853 verödete die Stätte um den Aussichtsturm. Der Turm zerfiel allmählich, weil sich niemand mehr um ihn kümmerte. Was nicht restlos durch Witterungseinflüsse zerstört war, wurde gestohlen. Der Turm wurde zur Ruine.

Mit Eifer widmete sich der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Harzklub Zweigverein Vienenburg dem Wiederaufbau des Turms. Teils durch Mitgliedsbeiträge, teils durch Sammlungen wurden die erforderlichen Mittel beschafft.
Am 21.05.1925, einem Himmelfahrtstag, konnte der Turm in neuem Zustand im Rahmen einer großen Einweihungsfeier seiner Bestimmung übergeben werden. Der Turm wurde nach dem verdienstvollen Vorsitzenden 'Bock-Turm' genannt.

Wie viele durch Bürgerinitiative geschaffene Einrichtungen wurde im Jahre 1933 der Aussichtsturm wieder geschlossen, nachdem es in den verflossenen Jahren trotz aller Bemühungen nicht gelungen war, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Abermals zerfielen die Baulichkeiten. Auch jetzt wurden Ausschank und Aussichtsturm ihrem Schicksal überlassen. Es wiederholte sich die gleiche Tragödie wie 1883 und 1918. Was nicht niet und nagelfest war, wurde mitgenommen.
Am 31 .03.1937 war der Vertrag zwischen der Klosterkammer Hannover und dem Harzklub Zweigverein Vienenburg über den Harlyturm, der am 01.04.1925 abgeschlossen wurde, abgelaufen.
Am 01.04.1937 wurde der Vertrag mit der Klosterkammer Hannover bis zum 31 .03.1949 verlängert.
Nach dem Krieg wurde sich nicht mehr um den Harlyturm gekümmert, sodass er sich für längere Zeit in einem Zustand der Verwahrlosung befand. Nach der Übernahme des Turmes durch die Stadt Vienenburg am 03.04.1946 konnten lange Zeit keine Wege gefunden werden, für den zerstörten Harlyturm finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um den Wiederaufbau des Turmes in Gang zu bringen.
Im Januar 1955 setzte sich dann der Verkehrsverein Vienenburg nicht nur für die Erhaltung der Turmruine, sondern auch für den Wiederaufbau des Turmes ein. Da der Stadt inzwischen vom Klosteramt die Mitteilung zugegangen war, dass eine Verlängerung des mit dem 31 .03.1955 abgelaufenen Vertrages nicht beabsichtigt sei, stand man vor der Alternative, andere Mittel und Wege zu suchen, um das Vorhaben des Verkehrsvereins in die Tat umzusetzen. Doch alle Versuche schlugen fehl, der Stadt fehlten die finanziellen Mittel.
Im Jahr 1986 machte sich die IGV (Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe) daran, den Turm in aufwendiger Restaurierungsarbeit wieder herzustellen.

Heute ist der Harlyturm ein Wahrzeichen von Vienenburg geworden. Und er ist Anlaufpunkt für Wanderer aus nah und fern. Der Turm verfügt über drei Plattformen, zwei offene im unteren Bereich und der geschlossenen Plattform oben. Von der oberen, geschlossenen Plattform hat der Besucher ein außergewöhnliches Panorama – der gesamte nordwestliche Harz bis zum Brocken, der Huy, der Fallstein und Elm liegen im Blickfeld.

Der Turm ist kein gastronomischer Betrieb. Er wird ehrenamtlich durch die eigenen IGV-Mitglieder betreut und gepflegt.

Ob der Harlyturm geöffnet ist, zeigt die Fahne an: Ist sie gehisst, ist der Turm Sonn- und Feiertags von 10 bis 17 Uhr (von Oktober bis ca. Mitte November bis 16 Uhr) geöffnet.

Für die Suche braucht der Turm nicht betreten zu werden. Vergeßt nicht einen Stift mitzunehmen.
Viel Spaß beim Wandern und Verweilen!

Links zu den Quellen und weiteren Informationen:

IGV Vienenburg
Ausflugsziele-Harz
free counters

Additional Hints (Decrypt)

GevcGenc qehagre, zntargvfpu jveq rf zhagre... (rva fpuyrpugre Ervz,... vpu jrvß... ;-))

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)