Der Harlyturm Traditional Cache
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Der auf dem
Harlyberg stehende Turm, auch 'Napoleonturm' genannt, wurde in den
Jahren um 1810 in seinem unteren Teil vermutlich vom ehemaligen
Klostergutsbesitzer Israel Jakobson aus Wöltingerode, Bankier,
Bildungsreformer und Geheimrat des Königs Jerome von Westfalen
(Napoleons kleinster Bruder), erbaut.
Schon kurz nach
Errichtung des ersten Stockwerks bestand der Wunsch in der
Bevölkerung, ein zweites Stockwerk und einen Aussichtsturm zu
errichten. Etwa um 1840 wurde auf Anregung des damaligen Försters
Ahrens aus Wöltingerode in den Harlygemeinden eine Sammlung
durchgeführt, die zur damaligen Zeit die stattliche Summe von 2000
Talern einbrachte. Bald danach wurde ein zweites Stockwerk
fertiggestellt. Jeder Gemeindevorsteher der umliegenden Dörfer
erhielt einen Schlüssel zum Turm, damit jedermann freien Zutritt
hatte. Das erwies sich jedoch als schlechte Lösung. Es rissen
gewisse Unsitten ein.
Förster Ahrens half dem Übel ab, indem er das Schlüsselrecht an
sich nahm.
Gegen Mitte des vorigen Jahrhunderts erlebte der Aussichtsturm
seine große Zeit, als Förster Ahrens 1845 hier einen Ausschank
eröffnete und später, um seinen Gästen auch ausgiebige Unterhaltung
zu bieten, noch eine Kegelbahn und ein Zelt aufbauen ließ. Es war
ein richtiger Familienbetrieb, denn die Bedienung besorgte Förster
Ahrens Tochter Luise, unterstützt von ihren beiden Brüdern.
Der Gesellschaftsklub fand sich Dienstags und Freitags zum Kegeln
ein. Sonntags war freier Zutritt. Alle 14 Tage spielte hier eine
Kapelle zum Tanz. Als Zeichen, dass die Kapelle am nächsten Tag
spielen würde, wurde Samstags die Fahne am Turm hochgezogen.
Für die Bevölkerung rings um den Harly wurde diese Stätte ein
beliebtes Ausflugsziel. Auch hohe Gäste weilten auf dem Harlyturm.
So der damalige Landesherr, König Ernst August II. von Hannover,
der im Jahre 1848 auf dem Harlyturm die Abschlussfeier seiner in
der hiesigen Gegend veranstalteten Hofjagd abhielt.
Ab 1853 verödete die Stätte um den Aussichtsturm. Der Turm zerfiel
allmählich, weil sich niemand mehr um ihn kümmerte. Was nicht
restlos durch Witterungseinflüsse zerstört war, wurde gestohlen.
Der Turm wurde zur Ruine.
Mit Eifer widmete sich der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete
Harzklub Zweigverein Vienenburg dem Wiederaufbau des Turms. Teils
durch Mitgliedsbeiträge, teils durch Sammlungen wurden die
erforderlichen Mittel beschafft.
Am 21.05.1925, einem Himmelfahrtstag, konnte der Turm in neuem
Zustand im Rahmen einer großen Einweihungsfeier seiner Bestimmung
übergeben werden. Der Turm wurde nach dem verdienstvollen
Vorsitzenden 'Bock-Turm' genannt.
Wie viele durch Bürgerinitiative geschaffene Einrichtungen wurde im
Jahre 1933 der Aussichtsturm wieder geschlossen, nachdem es in den
verflossenen Jahren trotz aller Bemühungen nicht gelungen war, den
Betrieb aufrecht zu erhalten. Abermals zerfielen die Baulichkeiten.
Auch jetzt wurden Ausschank und Aussichtsturm ihrem Schicksal
überlassen. Es wiederholte sich die gleiche Tragödie wie 1883 und
1918. Was nicht niet und nagelfest war, wurde mitgenommen.
Am 31 .03.1937 war der Vertrag zwischen der Klosterkammer Hannover
und dem Harzklub Zweigverein Vienenburg über den Harlyturm, der am
01.04.1925 abgeschlossen wurde, abgelaufen.
Am 01.04.1937 wurde der Vertrag mit der Klosterkammer Hannover bis
zum 31 .03.1949 verlängert.
Nach dem Krieg wurde sich nicht mehr um den Harlyturm gekümmert,
sodass er sich für längere Zeit in einem Zustand der Verwahrlosung
befand. Nach der Übernahme des Turmes durch die Stadt Vienenburg am
03.04.1946 konnten lange Zeit keine Wege gefunden werden, für den
zerstörten Harlyturm finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen,
um den Wiederaufbau des Turmes in Gang zu bringen.
Im Januar 1955 setzte sich dann der Verkehrsverein Vienenburg nicht
nur für die Erhaltung der Turmruine, sondern auch für den
Wiederaufbau des Turmes ein. Da der Stadt inzwischen vom Klosteramt
die Mitteilung zugegangen war, dass eine Verlängerung des mit dem
31 .03.1955 abgelaufenen Vertrages nicht beabsichtigt sei, stand
man vor der Alternative, andere Mittel und Wege zu suchen, um das
Vorhaben des Verkehrsvereins in die Tat umzusetzen. Doch alle
Versuche schlugen fehl, der Stadt fehlten die finanziellen
Mittel.
Im Jahr 1986 machte sich die IGV (Interessengemeinschaft Handel,
Handwerk und Gewerbe) daran, den Turm in aufwendiger
Restaurierungsarbeit wieder herzustellen.
Heute ist der Harlyturm ein Wahrzeichen von Vienenburg geworden.
Und er ist Anlaufpunkt für Wanderer aus nah und fern. Der Turm
verfügt über drei Plattformen, zwei offene im unteren Bereich und
der geschlossenen Plattform oben. Von der oberen, geschlossenen
Plattform hat der Besucher ein außergewöhnliches Panorama –
der gesamte nordwestliche Harz bis zum Brocken, der Huy, der
Fallstein und Elm liegen im Blickfeld.
Der Turm ist kein gastronomischer Betrieb. Er wird ehrenamtlich
durch die eigenen IGV-Mitglieder betreut und gepflegt.
Ob der Harlyturm geöffnet ist, zeigt die Fahne an: Ist sie gehisst,
ist der Turm Sonn- und Feiertags von 10 bis 17 Uhr (von Oktober bis
ca. Mitte November bis 16 Uhr) geöffnet.
Für die Suche braucht der Turm nicht betreten zu werden. Vergeßt
nicht einen Stift mitzunehmen.
Viel Spaß beim Wandern und Verweilen!
Links zu den Quellen und weiteren Informationen:
IGV
Vienenburg
Ausflugsziele-Harz
Additional Hints
(Decrypt)
GevcGenc qehagre,
zntargvfpu jveq rf zhagre...
(rva fpuyrpugre Ervz,... vpu jrvß... ;-))
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