Skip to content

Lieneschs Middewinter Traditional Cache

This cache has been archived.

Hüpfelhyänen: Hier ist Schluss...

More
Hidden : 12/13/2009
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


 

    Lieneschs Middewinter-Abend
 
    Einstmals, es fehlten zum Feste der Weihnacht zwei noch der Tage,
    weckte das volle Geläut vom Turme die Schläfer von Lienesch. 
    Nahe dem Dorfe ist der Hof; man erreicht bei mäßiger Eile 
    neben belaubtem Wall Ankum in wenig Minuten. 
    Eilig entspringen den Betten und rüsten die Höfler zum Kirchgang,
    meinend, es läute zur Mette, die früh schon eröffnet den Festdienst. 
    Hell liegt der Mondschein auf blendend weißem Gefilde.
    Still geht jeder den Weg; es umgrenzet das Leuchten des Schnees
    deutlich die schwarzen Gestalten. Verstummt war längst das Geläute. 
    Als zum Dorfe sie kommen und aufwärts wandern den Kirchweg,
    finden sie leer die Straße, verschlossen die Türen der Kirche.
    Niemand, der sie begrüßt; sie allein nur gehen zur Frühmett’.
    Träumend stehen die da und wissen nicht, wie das geschehen ist, 
    als mit mächtigen Schlägen dröhnet die Turmuhr.
    Vollen Geläutes beginnet der Glocken harmonischer Dreiklang,
    bimmelt und bammelt dann fort. Und verklungen ist summend der Ton kaum,
    hebt der gemischte Gesang von Kindern und Männern ganz leis an, 
    schwillt wie Harfengetön und verklingt mit zitterndem Nachhall.
    Lautlos horchen die Dörfler und schaun verwundert nach oben,
    sehn den erleuchteten Turm und fragen sich nach der Bedeutung. –
    Allen wird klar das Versehn; dem Bauern wird’s höhere Weisung,
    stiftet das Läuten vom Turm und Gesang, abwechseld mit jenem, 
    wie’s noch immer ertönt am Abend zwei Tage vor Weihnacht.
   
                                                              Hermann Hartmann

                         (aus: Aus dem Sagenschatz des Altkreises Bersenbrück, Verlag Th.Thoben, Quakenbrück, 1984)

 

 

 

Seit Jahrhunderten wird in Ankum einen Tag vor Heiligabend der Brauch des „Lienesch-Middewinter-Singens“ gepflegt. Der Ursprung dieser alten Sitte geht auf den Hof Lienesch in der Bauernschaft Tütingen zurück.
Am Tag vor Heiligabend steigen Ankumer Männer auf den hohen Turm der St.-Nikolaus-Kirche, um von dort uralte Weihnachtslieder wie „Triumph, Triumph, die Zeit ist da“ und „Auf Fürsten, auf von eurem Thron“ zu singen.
Ebenfalls zum Lienesch-Middewinter-Singen gehört ein eigentümliches Glockengeläut, das Ankumer „Beiern“.



Unterstützt werden die Sänger von einer Bläsergruppe.
Vor den Marktbögen am Fuße der Kirche werden den Zuhörern Schmalzbrot, Glühwein, Kinderpunsch und Waffeln  angeboten. 
Der Gesang und das Beiern sind bis an die Ortsgrenzen von Ankum zu hören.




 
Vom Cache aus hat man einen schönen Blick auf den Ankumer Dom.
Er wurde im Rahmen des „1. Vördener Cache Wichteln“ versteckt. 
Wir wünschen allen eine schöne Weihnachtszeit und viel Spaß beim Suchen im Jahr 2010.

Additional Hints (No hints available.)