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Kalvarienberg Traditional Cache

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Hidden : 1/10/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Kalvarienberg



Kreuzigung


Der Kreuzweg in Bad Laer-Hardensetten wird im Volksmund vielfach auch
als Kalvarienberg bezeichnet. Aus etymologischer Sicht entstammt das Wort
Kalvarienberg dem lateinischen Begriff calvaria, was übersetzt so viel wie
Schädelstätte heißt. Heute versteht man unter Kalvarienberg das biblische
Golgatha sowie Erderhebungen mit plastischer Darstellung einer Kreuzigungs-
gruppe, zu der Kreuzwegstationen hinaufführen.

Diese bestehen für gewöhnlich aus 14 Stationen, die durch die Evangelien
belegt oder von ihnen abgeleitet sind, und an denen der gläubige Christ
mitfühlen kann, was der Herr gelitten hat. Lediglich die sogenannte
Veronika-Station ist legendär.

Der Kalvarienberg ist ein Ort von historischer Bedeutung. Wenn man den ältesten
Überlieferungen Glauben schenkt, so war gegenüber des heutigen Kreuzweges
in germanischer Zeit ursprünglich eine heidnische Gerichts- und Kultstätte, wo
Recht gesprochen und das Urteil vollstreckt wurde. Als jedoch die Missionierung
bzw. das Mönchswesen in unserer Gegend Einzug hielten, enstand im Mittelalter in
Höhe des Kalvarienbergs eine Kapelle, die jedoch im Laufe der Zeit mehrfach zerstört
und wiederaufgebaut wurde. Bis zum Jahre 1772 wurde hier für die Teilnehmer der
Prozessionen aus Laer, Glandorf und Remsede die heilige Messe gelesen.

Nach Verbot der großen Prozessionen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die
von Pfarrer Martin Huge hier errichtete Kapelle im Jahre 1802 als lästiges
Verkehrshindernis an der Straße endgültig verkauft und abgebrochen. Ein Bauer aus
dem Kirchspiel Glandorf baute aus den Steinen einen Viehstall, soll jedoch darin
wenig Glück mit seinen Tieren gehabt haben.

Diesen abgeschiedenen und mit Tradition verbundenen Ort wählte der damalige
Schulvikar Sommer (1801-1881) im Jahre 1854 für die Realisierung einer Idee aus:
Er hatte sich zum Ziel gesetzt, an dieser historischen Stätte einen Kreuzweg zu bauen.
Bepackt mit Spaten und Hacke zog der Vikar gemeinsam mit seinen Schulkindern aus,
die Vorarbeiten in dem Kiefernwald zu erledigen.

Der Standort auf der Laerhöhe (93 m) wurde nicht allein wegen seiner
Abgeschiedenheit gewählt. Vor allem sollte die Stelle im Volk lebendig in Erinnerung
bleiben, an der seit vielen Jahrhunderten am Montag vor Christi Himmelfahrt
die heilige Messe gefeiert wurde von den Geistlichen aus Laer und Glandorf,
die mit ihren Pfarrkindern dorthin wallfahrtete

Am 4. April 1857 wurde um die Genehmigung zur Anlage des Kreuzweges bei der
bischöflichen Behörde nachgesucht. Dabei wurde erwähnt, dass der Grund und Boden
für die Anlage von den Bauern Oertlinger und Bosse geschenkt sei.Schon am 7. April
wurde die Genehmigung erteilt. Nun ging es mit Eifer an die Arbeit, die von allen Seiten
unterstützt wurde. Aufgrund finanzieller Engpässe flossen schon damals Spenden für den
Kreuzweg, die allerdings nicht ausreichten. Voll Hoffnung wandte sich Vikar Sommer an
seine früheren Schüler, die nach Amerika ausgewandert waren. Und seine Bitte war nicht
vergebens. Am Sockel der Ölberggruppe, in der am Eingang des Kreuzweges erbauten
Kapelle weist eine Marmortafel auf die nach Amerika ausgewanderten Schüler hin, denen
Vikar Sommer die ganzen Jahre lang Freund und Helfer gewesen war. Diese gaben 1857
die entscheidende finanzielle Hilfe.

Abgesehen von den 14 Kreuzwegstationen stehen diesen 14 Nothelferstationen gegenüber.
Bei der Renovierung des Kreuzweges wurden auch die Nothelfer neu gestaltet, wobei die
Namen und Deutungen der 14 Nothelfer wie ursprünglich übernommen wurden. Auf der
Rückseite der Medaillons wurden allerdings die Namen von Christinnen und Christen
eingraviert, die in unserer Zeit als Zeugen des christlichen Glaubens gelebt und gewirkt haben.
Zwar gehörten sie verschiedenen christlichen Konfessionen an, haben aber alle auf ihre
Art und Weise Jesus als den Gekreuzigten und Auferstandenen bezeugt.


Um die Stationen keinen unnötigen Vandalismus auszusetzen,
ist der Cache an einem robusten Gegenstand angebracht!



Additional Hints (Decrypt)

Anabneg, Punapr 1 iba 3

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)