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Besuche das Kupferschaubergwerk Radmer.
Visit the radmer show copper mine.
deutsch
Das Kupferbergwerk Radmer
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Der Kupferbergbau in Radmer war eine der vier
wichtigsten Kupferminen in Mitteleuropa. Vor etwa 150 Jahren waren
die Kupfervorkommen derart erschöpft, dass der Bergbau
eingestellt werden musste.
Eine Handvoll Freiwilliger hat in jahrelanger
mühseliger Handarbeit den Paradeisstollen und einen Teil des
Kupferbergbaus wieder zugänglich gemacht. Mehr als 30000
Arbeitsstunden wurden aufgewendet, um etwa 1500 Tonnen Gestein zu
bewegen und um ein paar der alten Stollen wiederherzustellen. In
diesem Kupferschaubergwerk, dem "Paradeisstollen" kannst Du den
mittelalterlichen Kupferbergbau hautnah erleben.
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Um diesen Earthcache erfolgreich loggen zu
können, musst Du:
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Dich ein wenig mit dem Abbau und der
Verarbeitung von Kupfer beschäftigen. Dazu stellen wir Dir
6 Fragen, die Du beantworten musst. Am besten geht das, wenn
Du eine Führung in den Paradeisstollen mitmachst.
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Eine der beiden Spezialfragen
beantworten. Die Frage A kannst Du nur beantworten, wenn Du eine
Führung mitmachst, dafür ist die Frage einfacher als
Frage B.
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Ein Foto von Dir oder Deinem GPS-r beim
Eingang des Paradeisstollens machen.
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Uns eine Email mit den richtigen Antworten
schicken. Warte unbedingt die Antwort ab, bevor Du loggst.
Du erhältst die Informationen zum Besuch
des Bergwerks auf www.kupferschaubergwerk.at.
Zwischen Frühling und Herbst gibt es Führungen in kleinen
Gruppen zwischen 9:00 und 18:00 Uhr. Die Führungen finden auf
Anfrage statt, es gibt allerdings ein Telefon vor Ort, mit dem ein
Führer angefordert werden kann. Wir empfehlen Dir, Dich vorher
per Email (info@kupferschaubergwerk.at)
oder telefonisch (+43 (0) 36 35 / 20 0 30) anzumelden.
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Über Kupfer...
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Kupfer ist ein relativ weiches Edelmetall, das
gut formbar und zäh ist. Es ist ein guter elektrischer Leiter
und wird auch als Metall für Münzen verwendet.
Kupfer kommt in der Natur zumeist in Form von
Erzen, seltener in reiner Form vor.
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Frage 1
Welche Art Kupfererz wurde im Radmertal abgebaut?(Name und
chemische Formel)?
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...und wie man es gewinnt.
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Um aus Kupfererz reines Kupfer zu erhalten, muss
das Kupfer geröstet und geschmolzen werden. Zuerst wird
Kupferstein (Kupfer(II)-Sulfid mit unterschiedlichem
Schwefeleisengehalt) durch Röstung gewonnen. Dabei wird
Schwefeldioxid frei und die Eisenoxide werden mit
kieselsäurehältigen Zusatzstoffen verschlackt
(1200°C). In den glutflüssigen Kupferstein wird Luft
eingeblasen, wordurch Eisensulfid und Schwefeldioxid entfernt
werden können. Schlussendlich erhält man reines
Kupfer.
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Die Geschickte des Kupferbergbaus in der Radmer
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Bereits in der Bronzezeit wurde im Radmertal
Kupfer gewonnen. Hinweise dazu lieferten eine Stelle mit
Rohschlackeresten zwischen der Hinterradmer und dem Johnsbachtal
sowie ein 3000 Jahre altes Lappenbeil, das in unmittelbarer
Nähe des heutigen Schaubergwerkes gefunden wurde.
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zwischen 1590 und 1620 zählte die Radmer zu
den bedeutendsten Kupferabbaugebieten Mitteleuropas. Etwa ein
Viertel des im alpenländischen Raum abgebauten Kupfers dieser
Zeit stammte aus der Radmer. Das Kupfererz wurde direkt in Radmer
verhüttet und wurde zur Weiterverarbeitung nach Reichraming
(Oberösterreich) und weiter bis nach Italien
transportiert.
Im 17. Jahrhunder fand im Radmerer Kupferbergbau
eine der ersten Schwarzpulver-Sprengungen im alpenländischen
Raum statt.
1711 wurde neben dem Kupferbergbau mit dem
Eisensteinbergbau begonnen, der bis 1979 betrieben wurde. 1855
waren die Kupfererzvorräte derart erschöpft, dass der
Kupferbergbau geschlossen wurde.
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Frage 2
Welches Jahr gilt als das Geburtsjahr des neuzeitlichen
Kupferbaus in der Radmer?
Frage 3
Wann fanden die ersten Schwarzpulversprengungen in Radmer
statt?
Frage 4
Wer verarbeitete bis zur Schließung das in Radmer erzeugte
Rohkupfer?
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Geologie des Abbaugebietes
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Der Paradeisstollen (Eingang zum Bergwerk) und
der 2. Tagausgang zum Grubengebäude liegen in Gesteinen der
Grauwackenzone (Norische Decke) im Grenzbereich zu den
peroskythischen Schiefern und Sandsteinen der Werfener Schichten
bzw. zu den mesozoischen Karbonaten der nördlichen
Kalkalpen.
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Die Gesteine der Grauwackenzone wurden durch
zwei tektonische Phasen intensiv verfaltet und verschuppt. Nach G.
Hiessleitner (1931) wird der Grundplan des Gebirgsbaues der
Grauwackenzone um Radmer von einer von Ost nach West gerichteten,
schuppenartigen Überfaltung der ehemaligen
Porphyroid-Kalkplatte mit ebenfalls von Ost nach West gerichteter
Aufschuppung beherrscht.
Der Porphyroid des Finstergrabens bildet die
Wurzel dieser gegen Westen schuppenartig überfalteten
Antiklinale.Nördlich des Kalkzuges des Zeiritzkampel wirkte
nach Hiessleitner ein zweiter tektonischer Einfluss: Eine von
Süd nach Nord gerichtete Bewegung, welche einen Zusammenstau
der durch von Ost-West-Bewegungen vorgebrachten
Porphyroid-Kalkschollen und eine neuerliche von West-Nord-West nach
Ost-Süd-Ost streichende Schuppenstruktur erzeugte.
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Question 5
Der Name des Baches, der durch dieses Tal fließt und der
Name des Ortes, in dem Du Dich befindest, haben etwas mit einer
Gesteinsformation gemeinsam. Welches Mineral ist ein
Hauptbestandteil dieser Gesteinsformation?
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Im Bergwerk
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Die Kupfermine hatte etwa 60 Stollen. Von diesen
Stollen sind heute nur mehr wenige bekannt und zugänglich,
jedoch weisen die besonderen Geländeformen der Pingen und
Halden auf den einstigen regen Bergbau hin.
Wenn Du an der Bergwerksführung teilnimmst
(und das solltest Du unbedingt!), fährst Du mit der Grubenbahn
in den Berg ein. Dieser handgefertigte Zug ist die kleinste
Stollenbahn Österreichs. Du fährst mit ihr durch einen
Stollen mit ungewöhnlichen Ausmaßen (Spezialfrage
A).
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Im Bergwerk wird dir der Führer einen
Einblick in die früheren Bergbaumethoden geben und Dir so
einige Besonderheiten zeigen.
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Frage 6
Was blüht in diesem Bergwerk?
Spezialfrage A
Welche außergewöhnlichen Maße (Höhe und
Breite) hat der Bahnstollen?
OR
Spezialfrage B
Suche auf der linken Seite neben dem Eingang zum Paradeisstollen
nach einem großen Brocken. Er befindet sich zwischen
Straße und einem Rastplatz mit Tisch und Bänken. Was ist
das?
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english
The Radmer Copper Mine
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During its time of prosperity the copper mine at
Radmer belonged to the four most important copper mines in central
Europe. 150 years ago, the mines were totally exhausted and
therefore the mine was closed.
A few years ago, enthusiastic volunteers started
to restore a part of the old copper mines in Radmer. It took more
than 30000 hours to move about 1500 tons of rock to ecavate and
restore some of the old adits. By visiting the so called
"Paradeisstollen" you can get a clue of how copper mining was like
in the middle ages.
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To successfully log this earthcache you have
to
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Deal a bit with copper mining and answer the
6 questions we embedded into the text. We recommend taking a
guided tour into the "Paradeisstollen" because this is the best way
to learn about this mining site.
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Answer one of the special
questions. Question A can only be answered when taking a guided
tour, but is probably easier to answer than Question B.
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Take a foto of yourself or your GPS-r in
front of the entrance to the "Paradeisstollen".
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Send us an email containing the answers
to the questions and wait for approval.
You get all the information for visiting the
site at www.kupferschaubergwerk.at.
A guided tour is available from spring to autumn between 9:00 and
18:00. It is recommended to register in advance by email (info@kupferschaubergwerk.at)
or telephone (+43 (0) 36 35 / 20 0 30).
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About copper...
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Copper is a reltively soft precious metal which
is ductile and malleable. It is a good electrical and thermic
conductor and is also used for coins.
Pure copper is very rare in nature, but can be
found in minaral form (ore).
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Question 1
What kind of copper ore has been mined in the Radmer mines (name
and formula)?
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...and how you get it.
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To get pure copper, the ore has to be roasted
and smelted. First, copper matte has to be extracted from the ore.
Therefore the ore is roasted to produce calcine and sulfur dioxide
gas. Afterwards the calcine is mixed with silica and limestone and
smelted at 1200°C. At this tempearture, several reactions occur
and iron oxides and sulfides are converted to slag. By blowing air
through the copper matte, sulfur and iron sulfide can be removed.
Finally you get pure copper.
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The history of the Radmer copper mining site
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Copper has been mined in the Radmer valley since
stone age. Slag relicts have been found in the region between
Hinterradmer and Johnsbach valley as well as a 3000 year old winged
axe, which has been found near today's exhibition mining site.
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Between 1590 and 1620 Radmer was one of the most
important mid-european copper mining regions. About one quarter of
the copper mined in the alpine region has been found in the Radmer
valley. The copper ore has been melted directly in Radmer and has
been transported to Reichraming (Upper Austria) and further to
Italy.
In the17th century, one of the first blastings
using gunpowder for mining took place in Radmer.
In addition to the mining of copper iron ore
mining started in the year 1711 which has been carried out until
1979. The copper mining sites have been closed in the year 1855
after the mines were totally exhausted.
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Question 2
Which year is stated as the birth year of modern copper mining
in the Radmer valley?
Question 3
When did the first gunpowder blastings in Radmer happen?
Question 4
Which was the last company that processed copper from
Radmer?
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Geology of the area
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The "Paradeisstollen" and the second exit of the
mining area are situated in the so-called graywacke zone (Noric
Nappe) at the border to the peroscythic shales and sandstones of
Werfen beds and to the mesozoic carbonates of the Northern
Calcarous Alps.
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The graywacke rocks had been intensively
transformed through two tectonic phases. According to G.
Hiessleitner (1931) the basic plan of the rock structure in the
area of Radmer is dominated by a folding of former porphyroid
limestones aligned from East to West.
The porphyr of Finstergraben is the source of
this westward anticlinal fold. North of the Limes of Zeiritzkampel
a second tectonic force took effect according to Hiessleitner: A
movement directed from south to north which caused an accumulation
of the E-W porphyroid limes and a new flaky structure.
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Question 5
The name of the river which runs through this valley has
something in common with the name of the village you are now and a
geological formation which can be found here and in the alps in
general. What is the dominant mineral contained in this
formation?
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Visiting the copper mine
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The copper mine had about 60 adits. Only a few
adits are acessible or at least known today, but the tips and holes
show that once there was a large mining site.
If you take the guided tour into the copper mine
you enter the mountain by train. This train has been hand crafted
and is the smallest gallery train in Austria. The train runs
through an adit with extraordinary size (special question A).
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Inside the mining site your guide will give you
insight to former mining methods and will show you some special
attractions.
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Question 6
What blooming item can be found in this mine?
Special Question A
What extraordinary height and width does the adit have, which
the train runs through?
OR
Special Question B
Look for a large chunk on the left side of the entrance to the
Paradeisstollen. It is located between the resting table and the
road. What is it?
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Acknowledgment
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At the same time we developed this Earthcache,
Ascari and
Mutzikatz created a similar Earthcache at the same location.
Thank you for giving us the chance to publish our Earthcache and
for providing us with additional information which we could
integrate into this cache listing. |
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