Die Bahnfahrer-Serie lebt ! - No. 5 auch !

Wiesloch und Walldorf haben einen gemeinsamen Bahnhof, der zwischen beiden Städten gelegen ist. Er wird nicht nur vom Nah- und Regionalverkehr bedient, in den Zeiten des Berufsverkehrs halten auch einige InterCity-Züge (IC) im Bahnhof.

19. Jahrhundert
Als die alte Badische Hauptbahn von Mannheim über Heidelberg, Karlsruhe, Baden-Baden und Freiburg nach Basel gebaut wurde, wurde der Streckenabschnitt Karlsruhe–Heidelberg (siehe Baden-Kurpfalz-Bahn) am 15. April 1843 eröffnet, zunächst auf 1600 mm Breitspur. Dadurch kamen Wiesloch und Walldorf in den Genuss eines Eisenbahnanschlusses. Wenige Jahre später wurde die Strecke dann auch zweigleisig ausgebaut. Da Badens Breitspur mit den Spurweiten seiner Nachbarländer inkompatibel war, befürchtete man nunmehr den Verlust des lukrativen Transitverkehrs. Deshalb wurden die badischen Strecken bereits im Jahr 1854 innerhalb von nur vier Monaten auf Normalspur (1435 mm) umgebaut, woraufhin die Schienen der beiden Bruchsaler Bahnhöfe miteinander verknüpft werden konnten.

20. und 21. Jahrhundert
Da der Bahnhof rund drei Kilometer von Wiesloch und Walldorf entfernt war, hatten beide Orte nur bedingt Nutzen von der Bahn. Deshalb wurde 1901 die private Nebenbahn Wiesloch–Meckesheim/Waldangelloch eröffnet, die den Stadtkern von Wiesloch mit dem Bahnhof verband. Dadurch wurde die Baden-Kurpfalz-Bahn mit der Elsenztalbahn verbunden. Die Züge dieser Bahn fuhren an einem Bahnsteig auf dem Bahnhofsvorplatz ab, es gab ein Übergabegleis der Staatsbahn. Der Personenverkehr auf dieser Strecke wurde 1980 eingestellt, der Güterverkehr 1990.
Zur Anbindung der Innentstadt Walldorfs wurde 1902 eine Straßenbahn gebaut, die auch vom Bahnhofsvorplatz verkehrte und 1954 eingestellt wurde. Vor 1990 wurde das Empfangsgebäude abgerissen.
Im Jahr 2000 wurde für die Sanierung des Bahnhofs und Aufwertung des Bahnhofsumfelds der Zweckverband Bahnhof Wiesloch-Walldorf gegründet.

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