Coelestin im Deister EarthCache
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Kleiner Steinbruch, in dem man seltene Coelestin-Kristalle finden kann!
Coelestin findet man in Deutschland eher selten. Einer der Fundorte ist der kleine ehemalige Steinbruch an der Wöltjebuche im Deister nahe Springe.
Coelestin (lateinisch: coelestis=himmelblau), auch als Cölestin oder unter der chemischen Bezeichnung Strontiumsulfat, seltener als Schätzit bekannt, ist ein eher seltenes Strontium-Mineral aus der Mineralienklasse der Sulfate, genauer ein wasserfreies Sulfat ohne fremde Anionen aus der Barytgruppe. Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem mit der chemischen Formel SrSO4 und ist entweder farblos, weiß, gelblich oder blau. Coelestin entwickelt meist prismatische oder tafelige Kristalle im Zentimeter-Bereich. Es wurden aber auch Kristallgrößen von bis zu einem Meter gefunden!
Coelestin bildete sich vor etwa 65 Millionen Jahren im erdgeschichtlichen Zeitalter des Tertiär hauptsächlich sekundär. Bei der Mineralienbildung unterscheidet man zwischen:
1. Primäre Mineralienbildung: Das Material entsteht direkt aus dem Magma oder aus dem magmatischen Gemisch. Aus diesen Mineralien entwickelte sich die Hauptgesteinsgruppe der Erstarrungsgesteine, hierzu zählen z.B. Basalt, Granit, Grabbo, Bimsgestein.
2. Sekundäre Mineralienbildung: Sekundäre Mineralien entstehen durch Ablagerungen und Verwitterung. Die resultierende Hauptgesteinsgruppe nennt man Sedimentgestein, hierzu zählen unter anderem Kalkstein, Sandstein, Anhydrit oder Steinkohle.
3. Tertiäre Mineralienbildung: Hier entstehen neue Mineralien aus denen der beiden vorgenannten Gruppen durch mechanische und chemische Umwandlung (Metamorphose), wobei der Mineralienbestand durch Um- oder Neukristallisation mehr oder weniger stark verändert werden kann. Es entstehen Umwandlungsgesteine wie etwa Gneis, Schiefer, Quarzit oder Marmor.
Coelestin bildete sich häufig in Klüften und Hohlräumen von bestimmten (!) Gesteinen. Coelestin findet man unter anderem in Deutschland, in Italien (Sizilien), in den USA und in Russland. In reiner Form wird es nur in geringem Umfang technisch genutzt. Aus Madagaskar kommen wunderschöne durchsichtige/ durchscheinende blaue Coelestin-Kristalle.
Coelestin zählt zu den weichen und druckempfindlichen Edelsteinen, die darüber hinaus auch noch nahezu vollkommen spaltbar sind. Für Schmuck ist Coelestin nicht geeignet, so schön wie er in seinem himmelblau auch erstrahlt. Denn bereits so profane Dinge wie salzhaltiges Wasser (auch Hautschweiß) oder heißes Wasser könnten Coelestin Schaden zufügen und einen langsamen Auflösungsprozess anstoßen. Coelestin ist gegen sehr viele Chemikalien empfindlich.
Auch wenn Coelestin an sich giftig ist, geht von dem Stein keine Giftwirkung aus, da die Giftstoffe fest im Kristallgitter gebunden sind. Dennoch sollte man Coelestine nicht in Wasser einlegen um dieses zu trinken, wie in Esoterikerkreisen bei inneren Verletzungen vorgeschlagen wird!
Durch Verschmelzen von Coelestin mit Soda wird Strontiumcarbonat gewonnen. Strontiumcarbonat ist ein feines, weißes Pulver. Dieses Salz dient als Ausgangsmaterial für die Gewinnung der meisten Strontiumverbindungen. Strontiumcarbonat löst sich nicht in reinem, jedoch in Kohlendioxid/ Kohlensäurehaltigem Wasser. Dabei bildet sich Strontiumhydrogencarbonat.
Strontiumcarbonat wird in Ferritmagneten eingesetzt und dient in Farbfernsehröhren als Absorber für die Röntgenstrahlung. Elektrolyse-Zink lässt sich mit Strontiumcarbonat reinigen. Zudem findet es in Glasuren, in der Glasherstellung und wegen der intensiven roten Flammenfärbung in der Pyrotechnik Verwendung, z. B. für Feuerwerke und für Leuchtspurmunition.
In der Medizin wurde es früher gelegentlich zur Behandlung von Schizophrenien eingesetzt. Wegen der Verfügbarkeit verträglicherer Mittel wird es jedoch nicht mehr angewandt. Heute ist der Stoff nur noch in der Homöopathie unter dem Namen Strontium carbonicum im Einsatz, zum Beispiel bei Arthrose und Zerebralsklerose.
Mehr Informationen über Coelestin unter:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/C%F6lestin
Die Aufgaben:
Wenn Du möchtest, mache ein interessantes Foto von Dir mit GPS
und beantworte folgende Fragen:
1: Welche Gesteinsart wurde hier wohl mal abgebaut?
Ist es Granit, Sandstein, Kalkstein oder Quarzit?
2: Beschreibe kurz die Beschaffenheit des Gesteins im Bruch
3: Warum konnten sich die Coelestin-Kristalle gerade hier bilden, was meinst Du?
4: Erstelle ein Foto von Dir oder einem persönlichen Gegenstand vor dem klar
erkennbaren Hintergrund dieses Earthcaches, ohne dabei zu spoilern und lade
dieses Foto mit dem Logeintrage hoch.
Bitte beantworte zuerst die Fragen (ausschließlich per Mail via Profil) und nimm anschließend den Logeintrag vor.
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