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Wasser - kostbarer Rohstoff EarthCache

Hidden : 2/8/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

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Geocache Description:


WASSER - kostbarer Rohstoff

Ingolstadt kann dank hervorragender geologischer Voraussetzungen Trinkwasser in bester Qualität ortsnah aus eigenen Brunnen beziehen. Dazu stehen vier Wasserwerke und ein Hochbehälter zur Verfügung.

Die rund 140.000 Menschen in Ingolstadt und in den Randgemeinden werden von den Ingolstädter Kommunalbetrieben mit hochwertigem Trinkwasser versorgt.

Flüsse und Bäche mit einer Gesamtlänge von mehr als 70.000 Kilometern durchziehen das Land Bayern. Seit Urzeiten schon formt ihre Eigendynamik unsere Landschaften. Flüsse und Bäche tragen Hänge ab, schütten Kiesbänke auf, lassen Auen und Deltas entstehen. Das Grundwasser, unsichtbar unter unseren Füßen, stellt einen wichtigen Teil des Wasserkreislaufes dar: Durch Versickerung von Niederschlägen und oberirdisch fließendem Wasser wird es ständig neu gebildet und kann deshalb dauerhaft genutzt werden. Die über dem Grundwasser liegenden Bodenschichten schützen es vor Verunreinigungen. Daher ist es eine optimale Ressource für die Trinkwasserversorgung.

Entstehung des Wassers

Vor ca. 5 Mrd. Jahre verdichtete sich der vorplanetare Nebel, der um die Sonne kreiste, zu festen Körpern - die 9 Planeten entstanden. Das Primärmaterial der Erde schmolz auf, die nötige Energie dazu lieferte die Umwandlung der kinetischen Energie einschlagender Meteoriten in thermische Energie sowie radioaktive Elemente. Es kam zur Abkühlung der Erde und die Materie differenzierte sich zu einer flüssigen Schmelze im Inneren und einer gasförmigen Hülle. Nach weiterer Abkühlung erstarrte das flüssige Material oberflächig, die Erdoberfläche entstand. Der Erdkörper begann zu entgasen, dies ist ein magmatischer Prozess. Die Gase entwichen vor allem durch Vulkanausbrüche und so gelangte das Wasser in die Atmosphäre. Vor ca. 4 Mrd. Jahren hatte die Erde dann eine feste Erdkruste, das Wasser in der Atmosphäre kondensierte und es kam zu ersten Niederschlägen. Zuerst verdunstete das Wasser aber sofort wieder da die Temperatur der Oberfläche noch über 100°C betrug. Nachdem die Erdoberflächentemperatur auf unter 100°C abgekühlt war blieb das Wasser liegen und sammelte sich in Vertiefungen an. Es entstanden Seen, Ozeane und ein Gewässernetz. Dies sind auch die Voraussetzungen für das Entstehen der Hydrosphäre und des Wasserkreislaufes.

Der unendliche Wasserkreislauf

Unser Wasser befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Es vermehrt sich nicht, wird aber auch nicht verringer. Die Wassermenge auf der Erde bleibt immer gleich.

Das Wasser auf der Erde bewegt sich in einem immerwährenden Kreislauf zwischen Meer, Wolken und Land.

Trinkwasserherkunft Geologie

Für die öffentliche Trinkwasserversorgung in Ingolstadt werden ausschließlich Grundwasservorkommen genutzt. In allen derzeit genutzten Trinkwassergewinnungsgebieten wird Karstwasser im Kalk- und Dolomitgestein der Weißjuraformation erschlossen.

Diese oberste Schicht des Jura - auch als Malm- oder Weißjura bezeichnet - entstand im Erdmittelalter vor 160 - 140 Millionen Jahren. Im warmen, sauerstoffreichen Schelfmeer lagerten sich Mergel und Kalke in großer Mächtigkeit ab. Der Malm der südlichen Frankenalb weist im Ingolstädter Becken eine Stärke von ca. 300 - 400 Metern auf.

Durch das Herausheben des Fränkischen Schildes zog sich das Jurameer endgültig zurück. Mit Beginn der Kreidezeit vor 140 - 65 Millionen Jahren begann eine mächtige Verkarstung und Erosion der schräg gestellten Kalkplatte der südlichen Frankenalb.

In der Tertiärzeit vor 65 - 1,8 Millionen Jahren wurde der stark herausgehobene weiße Jura im Nordwesten von Ingolstadt weiter tiefgründig verkarstet.

Im Süden von Ingolstadt brach das Land immer stärker ein und bildete den Voralpentrog. Das in der Luft enthaltene CO2 gelangte mit dem Niederschlagswasser in den Karstkörper und löste an den Kontaktflächen das Gestein.

Das poröse, klüftige Juragestein unter unserer Erdoberfläche speichert riesige Mengen wertvollen Karstwassers.

Im Ingolstädter Becken ist der Jura bereits durch 30 - 80 Meter mächtige Jungtertiärablagerungen überdeckt.

Die Grundwasservorkommen sind somit gut gegen Verunreinigungen von oben geschützt. Als Sohl- bzw. Stauschicht für das Karstwasser treten die Tonmergel des oberen Doggers, der so genannte Ornatenton in Erscheinung. Durch die relativ dichte Absperrung des Karstwassers nach unten (durch den Ornatenton) und nach oben (durch die Tertiärüberlagerung) treten sehr große Verweilzeiten des Tiefenwassers in unserem Gewinnungsgebiet auf.

Da durch die Tertiärüberlagerung der Karstwasserspiegel im Prinzip an die Tertiärbasis verlagert wird, die Druckhöhe der Wassersäule im Karst aber über die Oberfläche im Donautal reicht, laufen alle Brunnenbohrungen artesisch über.

Wenn es uns gelingt, die scheinbar unermesslichen Trinkwasser-Vorräte im Karst in den Wassergewinnungs- und Einzugsgebieten dauerhaft vor größeren Verunreinigungen und Einleitung von Schadstoffen zu schützen und dem Karst nicht mehr Wasser entnommen wird, als durch die Grundwasserneubildung durch Niederschläge neu zufließt, werden auch künftige Generationen von Bürgern in Ingolstadt und den angeschlossenen Gemeinden in ausreichender Menge und Qualität Trinkwasser zur Verfügung haben.

Der Ingolstädter Trinkwasserlehrpfad


Entlang des Trinkwasserlehrpfades könnt ihr mit Interesse die einprägsamen technischen Details und die aufschlussreichen Erläuterungen zum Trinkwasser der Donaustadt verfolgen. Auf dem ersten und bisher einzigen Trinkwasserlehrpfad Bayerns, im Gerolfinger Eichenwald gelegen, erhaltet ihr weitere Informationen und wertvollen Tips zum sparsamen Umgang mit dem Lebenselixier Wasser.

Bitte beantwortet folgende Fragen:

1. Fotos – als Ergänzung zu den Aufgaben sind wieder erlaubt und von uns als Logbedingung erwartet. Bitte ladet ein Foto mit euren CACHERNAMEN auf einen Zettel oder auch ein Foto von euch und im Hintergrund Tafel 10 am Tiefbrunnen 2 im Onlinelog hoch.

2. In welcher Tiefe beginnt das zweite Karstgrundwasserstockwerk?

3. Mit wie vielen Vertikalbrunnen bis zu welcher max. Tiefe unter der Erdoberfläche wird das Wasser für die Ingolstädter Trinkwasserversorgung gewonnen?

Die korrekten Antworten gelten dann als Logberechtigung!
Schickt eine Mail mit euren Antworten an sissifalke1@gmail.com
Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen, falls etwas nicht in Ordnung ist, melden wir uns.
Ihr braucht
nichtunsere Logfreigabe abwarten!

Wir wünschen euch ganz viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise!

Hat euch eure Reise gefallen, freuen wir uns natürlich über einen Favoritenpunkt.

Team sissifalke

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Leider müssen wir diesen Zusatz anwenden.
Logs ohne Erfüllen der Logbedingungen:

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werden ohne weitere Vorankündigung gelöscht-                                              
Ich habe nicht die Zeit bei jedem 2. Log den Logbedingungen hinterher zu schreiben.

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