Glaubt man den alten Schriften, so verwaltete einst – sofern
der Ritter Heinrich von Helfenstein, ein Nachfahre des Erbauers der
Burg, nicht selbst vor Ort war – der Burgschreiber Malefiz
das Anwesen der Sporkenburg samt den dazugehörenden Ländereien. Das
Gesinde mied ihn, da er ein gar strenges Regime führte. Er stehe
mit dem Teufel im Bunde, flüsterten die Leute hinter vorgehaltener
Hand. Und es gehe nicht mit rechten Dingen zu, dass der Schreiber
allzeit Gold- und Silber habe, um im Gasthaus in Ems und auch in
anderen Schänken zu zechen, bis tief in die Nacht und oftmals auch
mehrere Tage lang.
Dies blieb auch dem Burgherrn nicht auf ewig verborgen und er wurde
misstrauisch gegenüber seinem Verwalter. Und nachdem Malefiz den
Hund des Ritters tötete und gegen einen Knecht falsches Zeugnis
ablegte, soll er dafür den Tod am Galgen gefunden haben.
Was damals jedoch nicht publik wurde und man auch in den alten
Schriften bisher vergeblich suchte ist, dass das Ableben des
Schreibers seinerzeit einher ging mit dem Verschwinden eines
Großteils des Burgschatzes. Es war stets nur ein Gerücht, dem
niemand sonderlich Beachtung schenkte. Jedoch lassen die
Aufzeichnungen, auf die man erst jüngst bei umfangreichen
Renovierungsarbeiten in einem kleinen Gebirgskloster in Oberitalien
stieß, aufhorchen. Wenn sich diese Schriften als echt
herausstellen, so handelt es sich hierbei um die Aufzeichnungen
eines Mönches, der auf seiner Wanderschaft einst auch auf der
Sporkenburg verweilte.
Noch konnten nicht alle Schriftstücke gänzlich ausgewertet werden,
jedoch kann aufgrund der vorliegenden Unterlagen bereits angenommen
werden, dass seine Erlebnisse und die seinerzeit gewonnenen
Erkenntnisse auf der Sporkenburg den Mönch dazu veranlassten, die
Geschehnisse um Malefiz und den Burgschatz nachzuvollziehen und
aufzuzeichnen …
Hinweis
Wenn ihr Euch in die Zeit zurückversetzt und – in der
Hoffnung, den Burgschatz zu finden – der Fährte des
Burgschreibers Malefiz folgt, so wird euch dies kurz über Straßen,
über feste und weniger feste Wege, schmale Pfade und quer durch den
Wald führen. Bei Nässe ist streckenweise besondere Vorsicht
geboten, insbesondere mit Kindern. Entfernt bitte an den einzelnen
Stationen nichts und richtet sie wieder so her, wie auch ihr diese
vorzufinden wünscht – dafür Danke. Viel Spaß.