Der Gerichtsstein (1654)
Der Gerichtsstein….
….auch Schultenstein genannt befindet sich auf dem Hof des
Bauern Schulte im Stadtteil Oer.
Er wurde auf Veranlassung des domkapitularischen
„Hobsrichter“ und Verwalter des Hobsverbandes Oer
Johann Schaumburg 1654 an seinen jetzigen Platz
gebracht.
Dem Stein „schwerer als ein Mühlstein“ wurden zwei
Ketten eingelötet, an denen sich zwei Halseisen und zwei
Handfesseln befanden.
Gegen diese „Steinsetzung“ legte das Erbvogteigericht
Recklinghausen beim Kölner Kurfürsten Einspruch ein, weil
sie darin einen Eingriff in die Kriminalgerichtsbarkeit
sah.
Das Hobsgericht durfte nur in Fällen der niedrigen
Gerichtsbarkeit Recht sprechen.
Zu den Aufgaben gehörten Streitigkeiten innerhalb der Familie
und im Hofverband (Abgaben) zu regeln sowie Kauf- und
Übertragungsvorgänge urkundlich aufnehmen.
Inwiefern der Kurfürst reagierte ist nicht bekannt. Der Stein
mit seiner Fesseleinrichtung ist immer noch an Ort und
Stelle.
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Ein einfacher Cache, der für Jedermann zu erreichen ist.
Leider liegt er an einer stark befahrenen Straße. Aber der
Ort der Geschichte lässt sich nun mal nicht
verlegen.
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