Besonders
bedeutend ist das Selbachtal. Der Selbach entspringt im
Königsforst im Stadtbereich Bergisch Gladbach. Von der
Stadtgrenze am Wolfsweg bis westlich des Schiefer Hauweges ist der
Selbach ein naturnaher Bach.
Hochwasserrückhaltebecken
Da im rechtsrheinischen Köln eine Hochwassergefahr von
den Bächen ausgeht, haben wir zwei
Hochwasserrückhaltebecken (Selbach und Flehbach) eingerichtet.
Dieses Beckensystem (beide Bäche enden im Flehbach) muss immer
wieder kontrolliert, gewartet und freigeschnitten werden, um den
Raum für die Rückhaltevolumina maximal zu
halten.
Die meisten anderen Bäche münden in den
rechtsrheinischen Randkanal. Dort schlagen die Bäche ihre
Hochwasserspitzen ab, so dass die Bevölkerung vor vielen
Hochwässern der Bäche geschützt ist. Dennoch
können durchaus Regen- und Zuflussereignisse eintreten, die
unsere Becken füllen und auch überlaufen lassen
können. Dann werden unter Umständen ursprüngliche
Retentionsräume gefüllt, in denen lange kein Wasser in
diesen Mengen gestanden hat. Um vor einem solchen Ereignis
gewappnet zu sein, werden die Becken schon frühzeitig
kontrolliert, wenn im Kölner Raum Niederschlag zu verzeichnen
ist. So wird bereits ein minimaler Einstau registriert und die
Abfluss-/Schieberorgane in Bereitschaft gebracht.
Baumpflegearbeiten
Die Pflegearbeiten an den Bäumen werden
größtenteils ausgeschrieben und vergeben. Kleine
Sofortmaßnahmen und das Ausasten werden vom Bachkontrollwagen
erledigt. Um einen Überblick vom Zustand der Bäume zu
bekommen, findet jedes Jahr eine Baumschau an
allen Bächen statt. Hierbei wird festgestellt, ob ein
Baum eine Gefahr für Leib und Leben darstellt und ob
Pflegemaßnahmen erforderlich sind. Gegebenenfalls
müssen Bäume gefällt werden. Um den Bestand nicht zu
minimieren, werden im Anschluss Ersatzpflanzungen
durchgeführt.
Böschungen
instandsetzen
Da, wo die Wasserkraft für Auskolkungen sorgt oder sonstige
Schäden entstehen, müssen die Böschungen gesichert
werden. Da ein Großteil der Bäche im urbanen Gebiet
fließt, kommt dies häufig vor. Die Reparaturen
führen wir in unterschiedlichen Variationen und in
Abhängigkeit der Beanspruchung aus. Dabei kommen
Vegetationsfaschinen, Kokoswalzen, lehmiger Boden, Wasserbausteine
oder Lärchenflechtmatten zum Einsatz. Das mittel- und
langfristige Ziel ist bei solchen Arbeiten das
„Entwickeln“ des Gewässers.
Die im Bild zu sehende Böschung der Strunde wurde mit
Basaltlavasteinen und lehmigem Boden repariert. Da der Bach
höher als das dahinterliegende Gelände verläuft,
drohen Überflutungen, sollte die Böschung durchbrochen
werden.
Einlaufbauwerke
freischneiden
Unsere Einlaufbauwerke müssen regelmäßig
gepflegt werden. Hierzu werden sie mit dem Freischneider von dem
Bewuchs befreit.
Sicherung der
Vorflut
Ein wesentlicher Arbeitsaufwand besteht darin, die vor den
Durchlässen befindlichen Einlaufroste freizuhalten. Dies
nennen wir die Sicherung der Vorflut. Hierzu wird mit einem
Vierzahn das Rost „frei gezogen“. Dies sind im Herbst
und Winter vornehmlich Laub und Äste. Bei Frost müssen
die Roste auch enteist (frei geschlagen) werden. Bei
Niedrigwasserständen im Sommer werden Müll und Steine im
Bereich der Brücken aus den Bächen
herausgeholt. Leider befindet sich in unseren Bächen viel
Unrat, Unsere Mitarbeiter holen von der Bierflasche, dem
Fußball, der Autobatterie über
Gartenabfälle bis hin zum Kühlschrank alles aus dem
Bach.

Mit der KVB Linie: 154 Haltestelle: Friedhof Lehmbacher Weg