Die Saline Lüneburg
Der Legende nach erlegte ein Jäger eine schneeweiße Wildsau, deren Farbe durch kristallisiertes Salz zustande gekommen war. Die Sau habe sich in einer Salzkuhle gesuhlt, so sei die erste Salzquelle vor ungefähr 800 Jahren in Lüneburg entdeckt worden.
Seit dem 12. Jahrhundert bestimmte die Salzgewinnung das Leben der Stadt Lüneburg. Speisesalz war zu dieser Zeit wie eine Goldquelle, es wurde in der Einheit Chor (1 Chor = 554,32 kg) gemessen, ein Chor entsprach etwa 300 Reichsmark. Die Saline, die sich zwischen Sülzwiese und Kalkberg befand und ihr Haupttor am Lambertiplatz hatte, war von dicken Mauern und hohen Türmen umgeben.
Das Zentrum bildete der von 54 Siedehütten umgebene Sod (= Salzbrunnen). Die je vier Siedepfannen der Siedehütten, die nach ihren ersten Besitzern benannt waren, wurden über Rinnen und Kanäle mit Sole versorgt. Die Sole wurde mit Eimern aus der Siedekammer an die Oberfläche befördert und von dort aus auf die 216 Siedepfannen verteilt. Auf dem Siedegelände befand sich außerdem eine dem Kleinverkauf dienende Salzbude, sowie eine für gerichtliche Salzangelegenheiten zuständige Zollbude.
Zur Förderung des Handels wurde ein Kanal und ein Kran am heutigen „Stint“ gebaut. Der Platz „Am Sande“, im Mittelalter ungepflastert also sandig, diente den Kaufleuten als Handelsplatz für ihre Waren, unter anderem auch Salz.
Lüneburg wuchs in dieser Zeit zu einer reichen Stadt, was man noch heute bei einem Rundgang an den wunderschönen Fassaden der Häuser erkennen kann.
Das Senkungsgebiet
Eine Besonderheit stellt das historische Viertel zwischen der Lüneburger Saline (heute Deutsches Salzmuseum) und dem Kalkberg dar. Die Häuser jenes Bereiches stehen über dem Salzstock, der durch die Saline abgebaut wurde und der bis knapp unter die Erdoberfläche reicht. Durch den vermehrten Salzabtrag durch verbesserte technische Geräte, etwa ab 1830, begann sich die Oberfläche um mehrere Meter abzusenken. Es entstand das so genannte Senkungsgebiet. Die dortigen Häuser und eine Kirche (die Lambertikirche) verloren dadurch ihre Stabilität und mussten abgerissen werden. Die Senkung und die Unrentabilität des Salzabbaus waren Gründe für die Schließung der Saline 1980. Heute werden nur noch geringe Mengen Sole für den Kurbetrieb in der Salztherme Lüneburg (SaLü) gefördert. Die Saline beherbergt heute einen Supermarkt und das Deutsche Salzmuseum.
An etwa 240 Messpunkten werden die Senkungen seit 1946 in einem zweijährigen Turnus überwacht. Die Senkungen sind noch nicht komplett zum Stillstand gekommen, das Gelände wurde neu bebaut und einige historische Gebäude, die gerettet werden konnten, sind inzwischen restauriert. Die Absenkungen sind bis auf den heutigen Tag gut zu erkennen. Besucher, die vom Sande bis zum Ende der Grapengießerstraße gehen, können dort die Ausmaße der Absenkungen deutlich erahnen. Die vor ihnen liegende Mulde bildete früher eine Ebene mit der Grapengießerstraße. Diese Mulde zieht sich bis zum Lambertiplatz hin.
Was ist ein Salzstock?
Ein Salzstock ist ein große Ansammlung von festem Steinsalz im geologischen Untergrund, die meist eine pilzartige oder umgekehrt tropfenförmig Gestalt hat. Er kann mehrere tausend Meter hoch ausgebildet sein und bis an die Erdoberfläche reichen.
Warum gibt es so viele Salzstöcke in Norddeutschland ?
Die Salzstöcke entstanden durch eine ausgedehnte Periode warmen Klimas in Verbindung mit riesigen Mengen von Salzmineralien, die durch das Eindunsten von Meerwasser abgeschieden wurden. Da Norddeutschland dichter am Meer liegt als Süddeutschland, war die Voraussetzung für die Entstehung der Salzstöcke geschaffen.
EMPFEHLUNG:
Öffnungszeiten
Das Deutsche Salzmuseum
Besichtigung
In den Monaten Oktober bis April:
Montag bis Sonntag
10:00 - 17:00 Uhr
In den Monaten Mai - September:
Montag bis Freitag
9:00 - 17:00 Uhr
Sonnabend und Sonntag
10:00 - 17:00 Uhr
Eine interessante Infotafel befindet sich gleich neben der Lore.
Um diesen EarthCache zu loggen beantworte bitte folgende Fragen:
| 1. Was steht über der Tür des Brunnenhauses? -> Aufgrund der länger andauernden Renovierungsarbeiten hier nun eine Alternativ-Frage: Was steht auf dem schwarzen Schild vor dem Brunnenhaus? |
| 2. Wie viele cm beträgt der Umfang der Lore? |
| 3. Aus welchem Holz sind die auf dem Salinegelände gefundenen Leitungen? |
4. Wann wurde der Lüneburger Salzstock entdeckt?
|
| 5. Mache ein Foto von Dir und/oder Deinem GPS mit der Lore |

Du darfst diesen EarthCache mit Beantwortung der Fragen per eMail und dem Einstellen des Fotos gleich loggen. Sollten Deine Antworten falsch sein, melden wir uns!
------------------------------------------------------------------------------------------------------
Englische Version:
The Saline Lüneburg
According to legend, a hunter killed a snow-hog, the color of crystallized salt had been reached. The sow had wallowed in a salt source, the first source of salt in about 800 years was discovered in Lueneburg.
Since 12 Century, certain salt production life of the city of Lüneburg. Salt was at this time as a source of gold, it was measured in the unit Choir (1 choir = 554.32 kilograms), corresponded to a chorus of about 300 Reichsmark. The saline, which was located between Sülzwiese and limestone and had its main gate at Lambert's place, was surrounded by thick walls and high towers.
The center was formed of 54 surrounded the Siedehütten Sod (=) salt wells. The four of Siedehütten boiling pans, which were named after their first owners were supplied through channels and channels with brine. The brine was carried in buckets from the Siedekammer distributed to the surface and from there to the 216 boiling pans. On the Siedegelände was also a Salzbude serving the retail sale, as well as a body responsible for judicial affairs salt customs house.
To facilitate trade a canal and a crane was built at today's "Norway", a former Stintmarkt the harbor. The site "Am Sande", ie sandy, unpaved in the Middle Ages, the merchants served as a trading place for their wares, including salt.
Lüneburg grew during this time to a rich city, which can be seen today during a tour of the beautiful facades of the houses.
The subsidence
A special feature is the historic district between the Saline Lüneburg (now German Salt Museum) and the limestone dar. The houses in that area are above the salt dome, which was dismantled by the Saline and extends to just below the surface. Due to the increased Salzabtrag through improved technical devices, such as from 1830, began to lower the surface by several meters. There was the so-called subsidence. The local houses and a church (the Lamberti church) lost its stability and thus had to be demolished. The reduction of the salt mines unprofitable and were the reasons for the closure of the Saline 1980th Today, only small amounts to promote the spa facilities in the brine for salt spa Lüneburg (SaLü). The Saline is now home to a supermarket and the German Salt Museum.
At about 240 measuring points, the reductions will be monitored since 1946 in a two-year cycle. The cuts are not completely stalled, the site has new buildings and some historic buildings that were saved, are now restored. The cuts are clearly visible up to the present day. Visitors who go from the sand until the end of Grapengießerstraße, there may well imagine the extent of the subsidence. The trough in front of them once formed a layer with the Grapengießerstraße. This trough extends through to Lambert's place.
What is a salt dome?
A salt dome is a large collection of solid rock salt in the geological substrate, usually a fungal or, conversely, teardrop shape. It can be highly trained several thousand meters, ranging up to the surface.
Why are there so many salt domes in northern Germany?
The salt domes formed by an extended period of warm climate, combined with huge amounts of salt minerals that were deposited by the evaporation of seawater. Because northern Germany closer to the sea is as southern Germany, had created the conditions for the formation of salt domes.
An interesting, but unfortunately not so well-read, information board located at the following coordinates::
N 53 ° 14,641 E 010 ° 24,086
To log these EarthCache a photo of you or your GPS provides please in the Lore and answers please the following questions:
1. What is written above the door of the well house?
2. How many cm is the scope (size) of the Lore?
3. On the saline ground wires were found. From what wood are they?
4. When the Lüneburg salt dome was discovered?
5. Take a photo of you and / or your GPS with the Lore