Geschichte

Das
Lichtenberger Stadion (auch Stadion Lichtenberg) war eine
Sportstätte im ehemaligen Ost-Berliner Bezirk Lichtenberg. Es wurde
zwischen 1914 und 1920 in der damals noch eigenständigen Stadt
Lichtenberg erbaut und 1973 in einen Zeltplatz umgewandelt. Seit
circa 1990 wird das Gelände nicht mehr genutzt und wächst
zu.
Aufgrund fehlender Sportstätten in der damals noch eigenständigen
Stadt Lichtenberg beschlossen die städtischen Körperschaften am 19.
Juni 1913 den Bau einer geeigneten Sportanlage. Anfang 1914
wurde für 150.000 Goldmark ein rund 100.000 Quadratmeter
großes Grundstück nördlich der Herzbergstraße erworben, auf dem im
Herbst desselben Jahres die Erdarbeiten begannen. Jedoch unterbrach
der Erste Weltkrieg die Bauarbeiten, sodass diese erst im Frühjahr
1919 wieder aufgenommen und wenig später abgeschlossen wurden. Die
Einweihung der Sportstätte samt Trainingsplatz fand im Juli 1920
statt.
Neben
sportlichen Ereignissen wurden im Stadion in den folgenden Jahren
auch immer wieder politische Veranstaltungen abgehalten. So fanden
hier am 21. und 22. Mai 1923 Kundgebungen des Roten
Frontkämpferbundes und des Roten Jungsturmes vor über 40.000
Zuhörern statt. Dabei sprach u. a. auch Ernst Thälmann zum
Publikum. Am 9.
September desselben Jahres lockte eine Partie zwischen Vertretern
des sowjetischen Arbeitersports und des deutschen Arbeiter-Turn-
und Sportbundes (unter dem offiziellen Titel „Arbeiter
Fussballwettkampf Moskau-Berlin“) ca. 25.000 Zuschauer
ins Stadion.
Ab circa 1932 wurden alle Sportplätze dieser Anlage
als Trainingsmöglichkeiten für die Teilnehmermannschaften der
Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin
genutzt.
Trotz
des gerade beendeten Krieges fand am 20. Mai 1945 im Lichtenberger
Stadion vor 10.000 Zuschauern das erste Fußballspiel nach
Kriegsende statt. Die Mannschaften bestanden aus Soldaten der Roten
Armee und vermutlich einer Mannschaft aus den gerade befreiten
Zwangsarbeiterlagern, die es in diesem Industrieviertel reichlich
gegeben hat. Ab 1946 nutzte die SG Lichtenberg-Nord (Vorgänger des
heutigen SV Lichtenberg 47) das Stadion als Heimspielstätte bis zum
Ausbau des angestammten Sportplatzes an der Normannenstraße zum
Hans-Zoschke-Stadion. Auf Luftbildern vom Dezember 1943 und
Dezember 1953 ist zu erkennen, dass das Stadion in den Jahren nach
Ende des Krieges grundlegend umgestaltet wurde: Das eigentliche
Stadion wurde weiter nach Norden gerückt, die 1943 noch vorhandene
Sitztribüne und Bauten am westlichen Rand der Zugangspromenade
waren verschwunden. Das Lichtenberger Stadion diente danach zu
DDR-Zeiten der BSG Chemie Lichtenberg (heute TSV Lichtenberg) als
Heimstadion, bis es 1973 zu einem Zeltlagerplatz umfunktioniert
wurde, der noch bis circa 1989 in Benutzung war. Danach verfiel die
Anlage.
Von dem ehemaligen
Stadion und den Nebengebäuden ist heute nur noch wenig zu erkennen.
Das Gelände ist inzwischen mit Bäumen fast zugewachsen. Erdwälle,
die Stehtribüne und einige einzelne Häuserruinen oder
Fundamentreste lassen die frühere sportliche Nutzung der Anlage
erkennen.
Quelle:
Wikipedia
Karte 1920
Übersicht
Stadion
Eingang
Karte
heute
Eingang
heute
Da von den Gebäuden leider nicht mehr ganz soviel übrig ist,
soll dieser Cache eigentlich zum Herumtoben
dienen.
Bitte nicht allein hierher
gehen!
Bitte
beachtet die Hinweise in der
Maintenance vom 7. April 2010
Viel Spaß bei der Suche wünschen Euch Mr. Johnny Cache &
VBCacher