Camp Astrid – Eschweiler
‚Light‘
Dieser Tradi soll euch die Reste des Camp Astrid zeigen. Von
Stolberger Seite ist bereits fast alles abgerissen und es wurde
damit begonnen ein neues Gewerbegebiet zu erschließen. Auf
Eschweiler Seite ist bisher noch nichts passiert. Dort kann man
noch ein wenig einen Eindruck vom alten Camp Astrid bekommen. Wie
lange das noch der Fall ist, ist noch nicht klar da dort die
RWTH Aachen, die AGIT und die Stadt Eschweiler ein Projekt
zur Nutzung des ehemaligen Militärgelendes angestoßen
haben. Um den Cache zu finden braucht ihr das ehemalige
Militärgelende nicht zu betreten. Ihr findet den Cache in der
Nähe der alten Pforte außerhalb des Geländes. Von
dort aus könnt ihr euch am Tor einen kleinen Eindruck davon
machen wie es hier wohl früher mal war.
Der
GPS Empfang ist am Cache nicht so gut. Aus diesem Grund haben wir
euch ein Spoilerbild beigelegt. Bitte achtet an der Cachelocation
auf Glasscherben und noch vorhandenen Natodraht. Leider ist die
Location ein wenig vermüllt. Wer aber möchte kann gerne
den ein oder anderen dort vorhandenen Abfall mitnehmen und
ordnungsgemäß entsorgen.
Camp Astrid
aus Wikipedia, der
freien Enzyklopädie
Camp
Astrid [kæmp astrid] ist der Name einer ehemaligen
belgischen Kaserne, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der
damaligen belgischen Besatzungsmacht 1948 auf 37 Hektar im Propsteier Wald bei Eschweiler im Kreis Aachen errichtet wurde. Der
offizielle Name war Quartier Reine Astrid auf
Französisch bzw. Kwartier Koningin Astrid auf
Niederländisch – benannt nach Astrid von Schweden. Die
Liegenschaft stellte somit exterritoriales Gebiet
dar. Der Kaserne angegliedert war ein Material- und Munitionsdepot.
Der umlaufende Zaun der gesamten Liegenschaft hatte eine Länge
von etwa 10 km und umschloss ein Areal von 350 Hektar.
Stützpunkt
der Belgischen Streitkräfte in Deutschland
In
Camp Reine Astrid waren Logistikeinheiten und der Stab des 29.
Logistikbataillon der Belgischen
Streitkräfte in Deutschland stationiert.
Angegliedert waren mehrere Materialdepots für Fahrzeuge,
Ersatzteile usw. und ein Munitionsdepot des 1. Belgischen
Armee-Corps.
Das Camp und das
Munitionsdepot waren durch einen Zaun voneinander getrennt. In dem
Depot lagerte Munition für die in Deutschland stationierten
belgischen
Bataillone. Bis zu 1.200 Soldaten waren in Camp und Depot
zeitgleich stationiert.
Im direkten Umland
befanden sich weitere belgische Einrichtungen des 1. Belgischen
Armee-Corps, so in Aachen, Merzbrück,
Eschweiler, Düren und Vogelsang.
Die BSD unterhielten
in ihrem Korridor von Aachen bis Kassel zahlreiche weitere Garnisonen: Weiden (Hauptquartier des 1. Belgischen
Corps), Aachen-Hitfeld, Aachen-Brand, Merzbrück,
Düren, Euskirchen, Köln, Köln-Dellbrück,
Köln-Longerich,
Köln-Ossendorf,
Flughafen
Köln-Butzweilerhof, Bergisch Gladbach-Bensberg, Troisdorf-Spich, Siegen, Lüdenscheid, Arnsberg, Werl, Soest, Brakel, Marsberg-Essentho, Bad Arolsen, Kassel und weitere kleinere
Standorte.
Militärische Aufgabe und
Tätigkeitsschwerpunkte
Die primäre
Aufgabe war der Nachschub, die Versorgung der
Einheiten mit sogenannten Verbrauchsgütern. Daraus
resultierten die Tätigkeiten des militärischen Transports
, der Umschlag, das Lagern und das Bewachen von Material und
Munition, das Bergen und Instandsetzen der Fahrzeuge und der
Gerätschaften, das Gewährleisten der Einsatzbereitschaft
der Fahrzeuge und des Gerätes. Weiterer Schwerpunkt und
Aufgabe war die Ausbildung der Soldaten in militärischer
Hinsicht und in ihren fachlichen Verwendungen.
Die Anlage
verfügte über einen eigenen Gleisanschluss, so dass
Transporte auch über die Schiene abgewickelt werden
konnten.
Das im Wald gelegene
Camp hatte viele Einrichtungen, die den belgischen Soldaten das
Arbeiten und Leben für sie und ihren Familien angenehm machen
sollten: Kirche, Casino, Kino, Freibad, Post, Einkaufsladen,
Sportplatz, Tennisplatz, Sporthalle und Angelteich. Die Familien
der Zeit- und der Berufssoldaten wohnten hingegen in Stolberg in eigenen Siedlungen
außerhalb der Kaserne. Die Kinder gingen in eigene
Schulen.
Ende 1946 war auch der Baubeginn des Camp
Eschweiler im Eschweiler Stadtwald beim
Donnerberg. Es wurde
später in Camp Zeebrugge umbenannt und ist zusammen
mit Camp Astrid die zweite belgische Kaserne auf Eschweiler
Stadtgebiet. Die ersten belgischen Soldaten rückten im Sommer
1947 ein. Am 20. Dezember 1956 wurde das belgische Camp
Zeebrugge teilweise von der neu aufgestellten Bundeswehr übernommen, und als
Donnerbergkaserne
Eschweiler besteht sie heute noch.
Das 1. Belgische
Corps wurde mit Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in die
NATO 1955 von der Besatzungsmacht zur
Schutzmacht und war Teil der NATO-Kräfte in dem den Belgiern
zugewiesenen Korridor, der auf 270 km Länge und 190 km Breite
von Aachen bis Kassel reichte.
Volker Rühe, von 1992 bis
1998 Bundesminister der Verteidigung, überreichte 1995
persönlich in Anerkennung gemeinsamer Arbeit für Friede
und Freiheit das Fahnenband der Bundesrepublik
Deutschland.
Nachmilitärische Nutzung
Durch den Einfluss
von Glasnost und Perestroika, den Fall der Mauer und
dem Ende des kalten Krieges wurden auch
bei den belgischen Streitkräften Umstrukturierungen
vorgenommen. Ein Großteil der belgischen Einrichtungen in
Deutschland wurden aufgelöst, die Soldaten nach Belgien
zurück versetzt. Camp Astrid wurde 1995 aufgegeben, und mit
Abzug der belgischen Soldaten nach fast 50 Jahren und dem Ende der
militärischen Nutzung fiel die Liegenschaft an die
Bundesrepublik Deutschland zurück. Die Liegenschaft lag seit 1995
brach.
Die Stadt Stolberg
erwarb vom Bundesvermögensamt
32 Hektar vom südlichen Teil des Kasernengeländes, um auf
23 Hektar ein Gewerbegebiet mit Namen
"Camp Astrid" einzurichten. 2004 wurden die baulichen Einrichtungen
des Camps abgetragen und große Teile des Waldgebietes auf
Stolberger Seite gerodet. Vorhandene Fichtenwaldflächen wurden in
Mischwald umgewandelt und 5 ha neuer Wald als
Ausgleichsmaßnahme neu angepflanzt. Ende 2006 wurde, nachdem
die Stadt Eschweiler ein weiteres Geländestück abgetreten
hatte, eine neue südliche Zufahrt gebaut, die über eine
Brücke die Trasse der Bahnstrecke
Köln-Aachen überquert. Die ersten
Grundstücke für eine gewerbliche Bebauung wurden 2007
verkauft.
Die Stadt Eschweiler
möchte den Propsteier Wald als Naherholungsgebiet erhalten
und hat mehrere Bereich als Biotope ausgewiesen. Im Bereich des
ehemaligen Munitionsdepots auf Eschweiler Stadtgebiet
sind noch hunderte ehemalige Munitionsbunker und Lagerräume
vorhanden. Diese und weitere militärische Altlasten sind noch
zu beseitigen.
Quelle: Wikipedia
Viel Spaß beim suchen
wünschen
Die
Wahlfische
