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English Description: please see below.
Die Achimer Marsch
Als Marsch, auch die Masch oder Mersch genannt, bezeichnet man das holozäneSchwemmland der nordwestdeutschen Küsten und Flüsse sowie vergleichbare Landschaftsformen weltweit.
Marschen sind generell flache Landstriche ohne natürliche Erhebungen. Sie liegen in etwa auf Höhe des Meeresspiegelslandeinwärts des Watts und der Salzwiesen und reichen bis zur Geest, die pleistozänen Ursprungs ist. Entstehungsgeschichtlich gehören sie zu den jüngsten geologischen Formationen: Sie sind holozänen Ursprungs, also nacheiszeitlich.
Ausgedehnte Marschgebiete gibt es in Deutschland nicht nur direkt an der Nordsee, sondern beispielsweise auch als Flussmarschen im Gezeiten-Einflussgebiet der Tideflüsse, insbesondere der Elbe, Weser, Eider, Oste und Ems. Das Marschland der deutschen Nordseeküste bildet zusammen mit den auf niederländischer und dänischer Seite anschließenden Flächen das größte Marschgebiet weltweit. Die Längsausdehnung des Marschlandes zwischen Den Helder (NL) und Esbjerg (DK) beträgt grob 550 km. Zwar werden auch weiter im Binnenland gelegene Niederungslandschaften umgangssprachlich oft als „Marsch“ bezeichnet (oder Abwandlungen davon, z.B. Leinemasch in Hannover mit dem Maschsee). Bodenkundlich und hydrologisch handelt es sich dabei aber präziser um Auen.
Ausgang aller Marschen ist das Watt. Die Marschen entstehen durch allmähliche Verlandung der Salzwiesen durch Sedimentation an Pionierpflanzen. Dieser natürliche Vorgang wurde von den Küstenbewohnern in der Vergangenheit für die Landgewinnunggenutzt. Die Sedimentationsrate ist dann am höchsten, wenn die Marschen noch nicht zu hoch über den Meeresspiegel gewachsen sind. Wenn Sturm- und Springtiden die Salzwiesenüberfluten, fällt das mitgeführte Material am Ende der Brandungszone aus, weil die Transportkraft durch die verringerte Geschwindigkeit der Wellen kleiner wird.
So entsteht eine leicht erhöhte Zone direkt an der Küste bzw. am Flussufer; das sogenannte Hochland aus minerogenen Sedimenten. Landeinwärts findet keine Sedimentation statt, weshalb hier das tieferliegende Sietland entsteht. Durch die langsame Anhebung des Meeresspiegels wächst der Höhenunterschied zwischen Hochland und Sietland und kann mehrere Meter betragen. Die Oberfläche kann bis unter den Stand des Tiedenniedrigwassers sinken und muss dann kontinuierlich entwässert werden. Im Sietland können sich durch aus der Geest austretendes Grundwasser und Niederschläge ausgedehnte Niedermoore entwickeln, welche bei Entwässerung zu Sackungen neigen.
Zur Landgewinnung bzw. zum Hochwasserschutz wurden die Marschen früher eingedeicht (heute nicht mehr praktiziert). Diese durch Fluss- und Seedeiche geschützten Gebiete werden als Koog (in Schleswig-Holstein), Groden (in Niedersachsen) oder Polder (in den Niederlanden) bezeichnet. Wo kein Schutz durch Deiche vorhanden ist, zum Beispiel auf Halligen, werden Gehöfte und Ansiedlungen wegen der Überflutungsgefahr auf einige Meter hohe aufgehäufte Warften oder Wurten (niederländisch: Terpen) gebaut.
Das Marschland wird durch ein Entwässerungssystem, bestehend aus Gräben, Wettern oder Wedderungen, Pumpstationen und Sielen trocken gehalten. Ohne diese ständige Entwässerung würde die Marsch ein unbewohnbares Moorgebiet werden. Durch das Trockenlegen ist das Land (teilweise unter den Meeresspiegel) abgesackt. Die tiefste Landstelle Deutschlands liegt 3,54 Meter unter dem Meeresspiegel und befindet sich an Ortsrand von Neuendorf-Sachsenbande in der Wilstermarsch westlich von Itzehoe in Schleswig-Holstein.
Die Achimer Marsch liegt im Urstromtal der Weser zwischen dem Geestrücken am südwestlichen Stadtrand und der Weser und umfasst eine Fläche von mehr als 200 ha. Dieses Tal wurde in frühren Zeiten oft mehrmals im Jahr (heute nur noch in manchen Jahren) überschwemmt, wenn die Weser Hochwasser führte. Bei jeder Überflutung lagerten sich Sinkstoffe ab und bildeten so über Jahrtausende den fruchtbaren Kleiboden. Die Marsch wurde daher schon früh als Acker- und Weideland genutzt - zunächst als Gemeindeflur (Allmende, Mark) der Dorfgenossenschaft.
Ihre heutige Struktur erhielt die Marsch bei der Verkoppelung (Gemeinheitsteilung) in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Flächen aufgeteilt und den einzelnen Höfen zugewiesen wurden. Jeder hatte seine Fläche zu "befrieden" (einzufriedigen). Da Zäune den häufigen Überflutungen nicht gut standhielten, wurden Weißdornhecken angepflanzt. Auch wenn bei der Durchführung der Melioration 1959 (Bodenverbesserung durch Entwässern) ein Teil der Hecken gerodet wurde, prägen die verbliebenen Hecken das Bild der unter Landschaftsschutz stehenden Marsch.
Während die Marsch in der Mitte des vorherigen Jahhunderts fast ausschließlich als Wiese und Weide genutzt wurde, hat der Strukturwandel in der Landwirtschaft dazu geführt, dass sie heute - obwohl sie Überflutungsgebiet ist - überwiegend als Ackerland genutzt wird.
Da sich der Lehmboden der Marsch zur Herstellung von Ziegeln eignet, errichteten um 1827 einige Bauleute aus Achim am Wierberg in der Nähe der Weser drei Ziegeleien.
Der erforderliche Lehm wurde an Ort und Stelle gegraben und das Wasser entnahm man der Weser oder den kleinen Teichen. An einigen tiefer liegenden Weiden ist noch heute erkennbar, das sie "abgeziegelt" wurden.
Zur Herstellung der Ziegelsteine und besonders für das Brennen waren genaue Kenntnisse erforderlich. Hierauf hatten sich Wanderarbeiter aus dem Lipperland (Region um Detmold) spezialisiert. Sie kamen im Frühjahr in die Ziegeleien und zogen im Spätsommer wieder in ihre Heimat zurück.
Zum Brennen der Ziegelsteine verwendete man Torf. Er wurde von heimischenn Arbeitern im Achimer Hollenmoor gewonnen und mit Pferdefuhrwerken zu den Ziegeleien gefahren. Durch die Torffuhren wurde der unbefestigte Weg in der Marsch (Wischdamm) stark zerfahren. In einer Urkunde von 1837 verpflichteten sich die Ziegeleibesitzer zur Instandhaltung des Weges.
Die fertigen Ziegelsteine wurden überwiegend nach Bremen verkauft und als Transportweg nutzte man die Weser. So geht aus alten Schriftstücken hervor, dass im Jahre 1835 der Schiffer Reiners auf diesem Wege 174.000 Ziegelsteine nach Bremen transportierte. Die Schiffe wurden von Land aus mit Menschkraft und später mit Pferden gezogen. Hierfür nutzten sie einen Weg entlang des Stromes, der noch als "Linienpfad" auf dem alten Plan eingezeichnet ist.
Neben der landwirtschaftlichen Nutzung bietet die Marsch heute mit ihren schönen befestigten Wegen Spaziergängern und Radfahrern ein naturbelassenes Naherholungsgebiet.
Diese Informationen wurden der Stelltafel in der Achimer Marsch, aufgestellt vom Heimatverein Achim, sowie Wikipedia entnommen. Weitere Informationen wie auch die Antworten auf die nachfolgenden Fragen können ebenfalls der Stelltafel (bitte auch die Rückseite beachten) entnommen werden.
Um diesen Earthcache loggen zu können bitte ich um Beantwortung folgender Fragen:
- Wie heißt der Fluß, an dem die Achimer Marsch liegt (=A)?
- Wie groß ist die Fläche, die die Achimer Marsch umfaßt (=B)?
- Bis zu welchem Jahr bestanden die Ziegeleien in der Achimer Marsch (=C)?
- Ein Foto mit persönlichen Gegenstand, versehen mit deinem leserlichen Cachernamen sowie dem Logdatum, aufgenommen mit der Infotafel und dem sehr kleinen "Findling" im Hintergrund. Lade diese Foto gemeinsam mit deinem Logeintrag hoch. Das Foto ist eine Logbedingung; Logs ohne Foto werde ich ohne kommentarlos löschen.
Sende deine Antworten als E-Mail an A.B.C(at)fantasymail.de oder, falls du mit deinen Antwort unsicher bist, an freakyfinder(at)fantasymail.de
Solltest du im Team unterwegs sein, so sendet bitte jeder Account, der auch loggt, eine Mail.
Die Buchstaben ersetzt du dabei bitte mit den von dir ermittelten Werten. Bitte auf die Punkte zwischen den Buchstaben / Zahlen achten. In das Betrefffeld setze bitte deinen Cachernamen. Wenn du alles richtig gemacht hast, dann erhälst du umgehend eine E-Mail mit der Logfreigabe.
Achtung: Logs ohne eine entsprechende E-Mail werden kommentarlos gelöscht!
Euer Cachemobil könnt ihr direkt im Bereich der Stelltafel abstellen oder, verbunden mit einem Spaziergang durch die Marsch, am Wegesrand der Straße "An der Marsch", N53° 00.087 E009° 02.389.
Der Cache ist ebenfalls bestens mit dem Farrad zu erreichen; er liegt an den bekannten Radwegen "Kirchen-Radweg", "Weser-Radweg", "Grüner Ring".
English Description
Die Achimer Marsch
(The Marsh of Achim)
The marshlands, also known in German as “Masch” or “Mersch”,describe the holocene alluvial deposits of the north German coast and rivers, and similar landscapes in the world.
Marshlands are generally flat areas with no natural elevations. They lie roughly at sea level in salt marshlands and inland of the tidelands and extend to the Geest, which is of pleistocene origin. Historically they are one of the youngest geological formations: They are of Holocene origin, which means after glacial period.
In Germany extensive marshlands are not only by the sea, but also as riverine marsh areas under tidal influence, for example the Elbe, Weser, Eider, Oste and Ems. The marshlands of the German North Sea coast, together with the attached Dutch and Danish side faces form the largest marshland worldwide. The longitudinal extent of the marshlands between Den Helder (Netherlands) and Esbjerg (DK) is roughly 550 km. Also the further inland located lowland landscapes often referred to as "marshland" (or variations thereof, eg Leinemasch in Hannover with the Maschsee) indeed. But pedological and hydrological accurately these are wetlands.
Origin of all marshlands are the tidelands. The marshlands develop through gradual silting up of salt marshlands by sedimentation of pioneer plants. This natural process has been used by coastal people in the past for the land reclamation. The sedimentation rate is at its highest when the marshlands are still not up too high above sea level. When storm and spring tide flood the marshlands carried material falls at the end of the surf zone, because the ability to transport decreased by the fading speed of the waves .
This is how a slightly elevated area forms directly on the coast or on river banks: the so-called highlands consisting of minerogenic sediments. Inland there is no sedimentation, so there arises the lower located “Sietland”. The slow rise in sea level increases the difference in elevation between the highlands and Sietland and can amount to several meters. The surface may fall below the level of low tide and then has to be drained continuously. In Sietland extensive fens can develop through ground water leaking from the Geest and precipitation which tend to drain to subsidence.
For land reclamation and flood protection, the marshlands were dammed earlier (no longer practiced today). These areas, protected by river and sea dikes, are described as Koog (in Schleswig-Holstein), Groden (Lower Saxony) and Polder (the Netherlands). Where no protection is available through dikes, for example at the north German islets “Halligen”, farms and settlements are being built upon a few meters high cumulated dwelling mounds or “Wurten” because of the danger of flooding (in Dutch: “Terpen”).
The marshland is kept dry by a drainage system consisting of ditches, ”Wedderungen”, pumping stations and sluices. Without this constant drain the marshland would be an uninhabitable swamp. Through draining the land has ) sunk (partly bewlo sea level) . The lowest land point in Germany is 3.54 meters below sea level and is located on the outskirts of Neuendorf, Saxony-band in the Wilstermarsch west of Itzehoe in Schleswig-Holstein.
"Die Achimer Marsch" is located in the glacial valley of the Weser between the ridge of the south-western suburb and the Weser and comprises an area of more than 200 ha. This valley has been in past times, often several times a year (now only flooded in some years), when the Weser led floods. At each flood sediments were laid down over millennia and thus formed the fertile clay soil . The marsh was used very early as arable and pasture land - first as a community hall (common land) of the village cooperative.
It´s present structure received the marsh during the building of paddocks in the first half of the 19th Century when the land was splitted and to the individual farms assigned. Everbody had to fence his area. The fences were not very well resist against the frequent floods. So hawthorn hedges were planted. During the melioration 1959 (soil improvement by draining) a part of the hedges were stubbed. The remaining hedges impress the image of the marsh which is under proction of the countryside.
While the marsh was used in the middle of the previous century almost exclusively as a grassland and pasture land the structural change in agriculture has meant that today - but it is flood plain - is mainly used as farmland.
As the clay floor of the marsh is suited for the production of bricks some construction workers from Achim build on Wierberg near the Weser three brickworks around 1827.
The required clay was dug on the spot and the water took out of the Weser and the small ponds.
To produce the bricks and especially for burning precise knowledge was required. Migrant workers from Lipper country (region in the surroundings of Detmold) were specialised. In spring they came to the brickworks and moved back to their homeland in late summer.
To burn the bricks peat were used. It was cut by workers in the local "Achimer Hollenmoor" and transported by horse-drawn vehicle to the brickworks.Due to these peat loads the unpaved road in the marsh (Wischdamm) was highly damaged. In a document of 1837 the brick factory owner committed themselves to the maintenance of the road.
The bricks were mainly sold to Bremen and for the transportion the Weser was used. In old documents you can read that the skipper Reiners transported 174,000 bricks on this way to Bremen in 1835. The ships were pulled from land by man power and later pulled by horses. They used a path along the river which is still marked as "Linienpfad" on the old plan.
This information was taken from the information board in the Achimer Marsch, set up by the "Heimatverein Achim". For more information as well as the answers to the following questions (in German language) please see the board (please see also the backside).
In addition to agricultural use the marsh is a natural finished local recreation area with it´s beautiful paved paths for pedestrians and cyclists.
To log this Earthcache the following questions must be answered:
- What is the name of the river, where the Achimer Marsch is located (= A)?
- How large is the area that comprises the Achimer Marsch (=B)?
- Until which year did the brickyards exist in the Achimer Marsch (=C)?
- A photo with a personal item, clearly labelled with your caching name and the date of the log, taken with the information board and the very small ‘Findling’ in the background. Upload this photo together with your log entry. The photo is a logging requirement; logs without a photo will be deleted without comment.
Send your answers by email to A.B.C(at)fantasymail.de or, if you are unsure about your answers, to freakyfinder(at)fantasymail.de
If you are part of a team, please ensure that every account that logs in sends an email.
Please replace the letters with the values determined by yourself and don´t miss the dots between the characters. In the subject box please put your Cachername. If you did everything right you will receive an immediate e-mail with the allowance to log.
You can park your cachemobile directly in the area of the information board or, combined with a walk through the marsh, along the street named "An der Marsch", N53° 00.087 E009° 02.389.
The cache can also be reached very well by biycle on the famous cycling routes "Kirchen-Radweg", "Weser-Radweg", "Grüner Ring".
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