
1874 wurden hier die ersten Gebäude von der Baumwollweberei
"Greve & Güth" gebaut, die Anfang 1901 mit einem großen Websaal
und einem Kontorgebäude an der Bogenstrasse, Ecke Webereistrasse,
ergänzt wurden. Die Gebäudeteile, die das heutige Erscheinungsbild
prägen, entstanden dann später in den 20er Jahren des letzten
Jahrhunderts.
Der Betrieb wurde 1925 auf die Produktion von Frottiergewebe
umgestellt und hatte in Spitzenzeiten 450 Mitarbeiter, die an 400
Webstühlen arbeiteten. Mit zum Schluss nur noch 140 Mitarbeitern
musste der Betrieb dann in der Textilkrise 1975 geschlossen werden.
Das Gelände wurde an die Stadt Gütersloh verkauft und zunächst als
Lager genutzt.
Als 1979 dann die ersten Gerüchte vom geplanten Abriss der
Weberei umgingen, regte sich allgemein Widerstand und es bildete
sich ein Komitee zur Erhaltung der alten Weberei als ein Stück
Gütersloher Industriegeschichte.
Durch die breite Beteiligung von zahlreichen Vereinen und Bürgern
wurde dann letztendlich 1982 im Gütersloher Stadtrat mit
hauchdünner Mehrheit der Beschluss gefasst, die Pläne des
inzwischen dafür gegründeten Vereins "Alte Weberei e.V." zur
Errichtung eines Bürger- und Kulturzentrums umzusetzen.
Seit Januar 1984 gibt es nun das Bürgerzentrum, das sich bis
heute als Zentrum für Kunst, Kultur und Kommunikation unter dem
Namen "Die Weberei" fest in Gütersloh etabliert hat und mit seinen
zahlreichen kulturellen Angeboten, der Gastronomie und den
musikalischen Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken ist.

Achtung! Bei schönem Wetter, Abends, am Wochenende oder
bei Veranstaltungen kann es hier ziemlich "mugglelich" zugehen,
ggf. dann erst einmal ein Bier o.ä. trinken und später
wiederkommen. 