Der Bunker

Ab 1939 wurde auf Norderney,
wie schon zu Beginn des ersten Weltkrieges, der aktuelle Kurbetrieb
auf der Insel eingestellt. Bei Kriegsbeginn im September 1939,
wurde Norderney absolut vorrangig ausgebaut und die militärische
Besatzung des Inselbereiches wurde erheblich mit Personal
verstärkt. Norderney sollte den Alliierten Bomberverbänden, in
ihrem Anflug auf Wilhelmshaven und Emden, als feuernder Flagigel in
Erinnerung bleiben. Deshalb war ein funktionierendes
Flakabwehrsystem mit den dazugehörigen Mannschaften rund um die Uhr
in hoher Kampfbereitschaft zu sichern.
Ab 1940 waren derart viele Flak und Batteriestellungen in Bau
gegangen das man sich ja auch für die Versorgung dieser mit
Munition und anderem technischen Gerät Gedanken machen musste. So
wurde der Bau einer Inselbahn beschlossen. Diese Schmalspurbahn
übernahm dann die infrastrukturelle Versorgung der in den Dünen der
Insel gebauten Flakbatterien und Küstengeschütze. Namen, wie
Batterie "Hindenburg" , Batterie "Hamburg" oder "Bremen" waren auf
der Insel weithin bekannt. Ja auch der Gegner kannte diese Namen,
von denen sie in ihren fliegenden "Kisten" genügend Granaten in den
Himmel emporsteigen sahen. Viele habe dadurch auch die
"Segel" streichen müssen und sind in den Weiten der Nordsee auf
Tiefe gegangen. Die große Randdüne zum Inselschutz braucht nicht
betreten werden.