Der etwas andere Badesee Traditional Cache
Uaine agus Gorm: Hallo
da sich hier anscheinend nichts weiter tut, archiviere ich dieses Listing.
Viele Grüße
Uaine agus Gorm
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Die Tonkuhle
Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier der Abbau des vorhandenen Schiefertones für die Ziegelei A. Menge in Alfeld, Hannoversche Straße begonnen. Dieser fand Verwendung für die Herstellung von Ziegelsteinen. Am 8. April 1894 stellte die Firma Menge den Antrag zum Bau einer Gleisanlage vom Steinberg zum Werk Alfeld. Eine Schmalspurbahn mit zwei Loren die von einem Pferd gezogen wurden, führte dann von hier entlang des Schwarzen Weges und des Baches hinter dem Grundstück Heise bis zum Grundstück Kühne. Hier kreuzte sie die B 3 und folgte der Göttinger Straße bis etwa zur "Waldlust". Hier kreuzte sie erneut die Straße und führte hinter dem Haus Peck durch einen Tunnel unter dem Klasperweg hindurch zum Fabrikgelände der Ziegelei Menge später Albert Koch und schließlich Dr. Valder. So erinnert sich der ehemalige Mitarbeiter der Firma Menge , August Jördens. Nach seiner Aussage wurde hn Jahre 1914 der letzte Spatenstich in der Tonkuhle gemacht, da das Material der Gerzer Tonkuhle nicht mehr ergiebig genug war. Nachdem der Tonabbau eingestellt war, sammelte sich allmählich Wasser in der Grube.
Das gesamte Gelände pachtete der Gerzer Helmut Lau. Etwa in den Jahren 1926/27 wurde dann von jungen Männern des Männer-Turn-Vereins Gerzen ein Damm gebaut um einen Badeteich anzulegen. Zwei weitere kleine Staubecken wurden unterhalb des großen Teiches angelegt. Ein Pachtvertrag vom 8. Juli 1933 zwischen Benscheidt und MTV zur Mengeschen Tongrube besagte die Nutzung Badeteiches und zwei darunter liegenden Staubecken. Otto Lau nutzte die übrige Fläche als Ackerland (die heutige Wiese), Gemüsegarten und Hühnerfarm. Eine Schutzhütte zum Umkleiden baute der MTV 1932 auf dem Gelände der Imser Forst. Als Waldschwimmbad erfreute sich die Tonkuhle in den Folgejahren sehr großer Beliebtheit. Nichtschwimmerteil, Sprungbrett und manche sportlichen Veranstaltungen erfreuten jung und alt. Der sonntägliche Eiswagen des hiesigen Bäckermeisters Adolf Moritz gehörte zum sommerlichen Treiben.
Bis zum Bau des Alfelder Stadionbades im Jahre 1937 besuchten auch viele Alfelder Badelustigen das Gerzer Bad. Selbst nach dem Krieg nutzten noch viele Unentwegte die Gelegenheit hier zu baden, wenn auch der Wasserspiegel durch den mehr und mehr undichten Damm der Wasserspiegel stets niedriger wurde. Somit setzte eine zunehmende Verlandung des Teiches ein und das Umfeld verwucherte durch Gestrüpp. Ein Schießstand wurde auf der Spitze des Geländes unterhalb der Hühnerfarm vom Kleinkaliber-Schießsportverein Gerzen im Jahre 1935 für 1.683,Mark errichtet. Das Einweihungsschießen fand am 27. Oktober und 3. November 1935 statt. Nach dem Kriege wurde das Gebäude in Anbetracht der bestehenden Raumnot auch noch für Schulzwecke genutzt- Danach dann jedoch abgebrochen.
Doch an Bedeutung hatte die Tonkuhle auf Grund ihrer geologischen Strukturen nicht verloren. So war es in den Jahren 1951 und 1952 der Göttinger Geologe Dr. Gerd Westermann, später Professor am Geologisch- Paläontologischen Institut der Mc. Master Universität Hamilton. Ontario/Kanada der auf die Tonkuhle aufmerksam wurde. Zusammen mit seinen Studenten untersuchte er hier die mächtigen Doggerschichten in diesem Gebiet. Die sonst in der Umgebung etwa einen Meter hohen Ablagerungen des Doggers (mittlerer Zeitabschnitt der Jura-Epoche des Erdmittelalters) erreichen hier eine Stärke von 30 bis 40 Metern. Dementsprechend fanden die Geologen in den Schichten, die sich vor 180 Millionen Jahren abgelagert haben, viele Fossilien maritimen Ursprungs, besonders die sogenannten Ammoniten, Belemniten und verschiedene Muschelarten. Durch die Gerzer Funde konnten die Wissenschaftler einen Teil des Doggerabschnittes, das Bajcien, fast ganz erschließen und anhand der Ammonitenfunde eine Zeitskala erstellen.
Diese bekannt gewordenen Erkenntnisse riefen auch bald Hobbysammler auf den Plan. Die damit verbundenen wilden Grabungen führten einer ausufernden Verwüstung dieses Areals.
(Dazu auch der Beitrag des Hobby-Fossiliensammlers Thomas Förster im Internet unter Steinkern.de)
Der Teich wurde vom 31.5.1976 bis 30.6.1983 als Fischteich an die Herren Dieter Franke und Karl-Heinz Meier, Varrigsen von den jetzigen Eigentümern, der Firma Fagus, GreCon, Alfeld verpachtet. Der Pachtvertrag mit der Familie Lau wurde zum 31 Oktober 1980 aufgelöst. Pächter des Ackerlandes wurde Landwirt Hans Sührig-Warnecke.
Die sich zusehends verschlechternde Situation im Bereich der Tonkuhle durch die fortgesetzten wilden Grabungen, veranlassten den seinerzeitigen Ortsbürgermeister Ehrenfried Hörding zu der Anregung, die Vorsitzenden Rolf Wedek und Erhard Trute (TSV), Carlos Brinkmann (MGV) und Erich Schlüter (Freiwillige Feuerwehr) zu einem Gespräch einzuladen mit dem Ziel eine Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Tonkuhle ins Leben zu rufen. Am 13. Februar 1984 fand dann um 19.30 Uhr im Gerzer Hof die erste Zusammenkunft Gerzer heimatinteressierter Bürger statt. Es wurde der Heimatverein Gerzen gegründet. Spontan trugen sich 39 Gerzer als Mitglied eh Ein Pachtvertrag mit der Firma Fagus GreCon wurde am 8. Oktober 1984 unterzeichnet. Zum Nulltarif nahm der Heimatverein damit zunächst für 25 Jahre die Tonkuhle in seine Obhut. Selbst eine vom Eigentümer bereits dem Geologisch-Paläontologischen Institut im Jahre 1982 gegebene Zustimmung für die Durchführung einer Grabung mit einem Bagger konnte damit verhindert werden. Erhebliche Aufräumungs- und Säuberungsarbeiten im Tonkuhlenbereich wurden vorgenommen. Eine notwendige Deichsanierung erfolgte im Jahre 1995. 75 to Dichtungston wurden durch eine Spezialfirma eingebracht und außerdem weitere 18 to Mineralgemisch auf den Damm gebracht.
Eine Schutzhütte baute der Heimatverein 1986 auf dem Wiesengelände an der Tonkuhle. Sie wurde 1999 durch einen Vorbau erweitert.
Im Dezember 1995 wurde der Tonkuhlenteich vom Landkreis Hildesheim als "Verlandungszone nährstoffreicher Stillgewässer" unter Naturschutz gestellt.
Quelle: www.gerzen-online.de
ZUM CACHE:
Gesucht wird eine kleine Filmdose am Rande des Tümpels. Vorsicht ist Geboten, man rutscht leicht aus!
Additional Hints
(Decrypt)
Füqyvpurf Hsre, Fvrogre qvpxre Onhz Evpughat Jrfgra.
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