Die Burg bei Bülk
Die Burganlage:
Südwestlich des heutigen Bülker Leuchtturmes befindet sich seit dem
14. Jahrhundert eine kleine Burg, die im Laufe der Jahrhunderte oft
Ihre Gestalt verändert hat. Die ursprüngliche mittelalterliche
Turmhügelburg wurde in ihren letzten Bauphasen als massives Gebäude
aus Ziegelsteinen umgebaut bzw. erweitert. Die kreisförmige Anlage,
die kaum noch als klassische Wasserburg erkennbar ist, sowie deren
dazugehöriger Wassergraben, sind noch heute neben der Straße,
welche direkt zum Bülker Leuchtturm führt, zu erkennen. Um dieses,
in der Geschichte mehrfach umgebaute, befestigte Gebäude ranken
sich alte Sagen von Fememorden und Seeräubern, selbst Störtebeker
und seine Mannen sollen hier einmal gehaust haben. „Alles
Spinnerei!“ sagen die Historiker. Belegt ist jedenfalls - vor
allem was die Seeräuberei betrifft - nichts derartig blutrünstiges.
Es gibt eine schriftliche aber nicht konkret belegbare Ausführungen
zur Störtebeker-Theorie. So heißt es, dass dem berühmten Helden
einst auch Schloss Bülk an der Einfahrt zum Kieler Hafen gehörte.
Dort ganz in der Nähe stand ein Wartturm, auf einem hohen, mit
Bäumen bestandenen und von Gräben umgebenen Berg, und diesen nennen
die Leute noch immer die Störtebeker-Insel. Ob Störtebeker wirklich
dort war und ob dabei tatsächlich die Bülker Burg gemeint bleibt
sehr umstritten aber die Fantasie kennt ja bekanntlich kaum
Grenzen.
Die Burg wurde letztendlich gegen
Ende des 18. Jahrhunderts aufgrund des maroden Zustandes durch den
damaligen Eigentümer, des Kammerherrn Jens Peter Bruun Neergard
(1764-1848) abgerissen. Die letzten Ziegelsteine der alten
Burganlage Bülk (auch Bülck oder Bülleke genannt), die wohl lange
Zeit u.a. auch den Herren von Rantzau gehörte, sind längst in den
Höfen der Umgebung verbaut. Der überwiegende Teil des Baumaterials
der alten Burg soll in den Gutshäusern von Alt-Bülk verarbeitet
worden sein. Ursprünglich war die gesamte Burg von Wasser umgeben
und man konnte nur durch eine kleine Holzbrücke das Burggebäude
erreichen. Dieser Wassergraben wurde aber später im nordwestlichen
Teil mit Sand bzw. Mutterboden verfüllt. Der Graben war
ursprünglich natürlich noch um einiges breiter und sicherlich auch
tiefer, doch im Laufe der Jahrhunderte ist die gesamte Anlage durch
Bodenerosion und durch die Ablagerung von humosen Schichten in
seiner Grundstruktur deutlich verändert worden.
Das heutige Bild zeigt einen eher
kleinen, spärlichen Rest der Anlage, die mit ihrer ursprünglichen
Ausdehnung kaum noch vergleichbar ist. Es existieren keinerlei
Spuren einer Ruine, also erwartet nicht zu viel. Im Sommer ist es
um so schwerer einen Gesamtüberblick über die Anlage zu bekommen,
da die Vegetation die Konturen der Anlage mit seiner Umgebung
verschwimmen lässt. Nur ein geschultes Auge mag sofort erkennen was
da vor einem liegt. Die gesamte Burganlage gilt heute zum Glück als
Kulturdenkmal und fällt in die Zuständigkeit des
Denkmalschutzgesetzes des Landes Schleswig-Holstein. Wäre dies
nicht der Fall gewesen, würde man heute sicherlich kaum noch
Hinweise auf eine alte Burganlage finden können.
Der Cache:
Falls ihr mit dem Auto unterwegs seit, könnt ihr beim unten
angegebenen Wegpunkt Euer Fahrzeug parken. Näher werdet Ihr mit dem
KFZ wohl nicht herankommen. Ich empfehle allen Suchenden
diesen Wegpunkt grundsätzlich auch als Annäherungspunkt zu nutzen
und nicht direkt vom Strand her über Zäune kletternd euer Glück zu
versuchen. Solltet ihr wie vorgeschlagen geparkt haben bzw.
vom besagten Punkt aus starten, so lädt die Straße auf der Ihr Euch
bewegen werdet bei entsprechendem Wetter zu einem gemütlichen
Spaziergang ein. Ich versuche den Cache regelmäßig zu warten. Es
handelt sich um eine schwarze Kunststoff-Box, 16x10x8cm groß und
wasserdicht. Ein Stift ist enthalten und mit dem Logbuch in einer
ZiP-Tüte verpackt. Bitte lasst den Stift beim Cache! Nach dem
Bergen und Loggen des Caches, diesen bitte wieder äußerst
gewissenhaft verschließen und anschließend tarnen, inklusive
entstehender Autobahn, soweit letzteres überhaupt möglich ist. Ihr
müsst zum Bergen über keinerlei Zäune klettern, der Cache kann
barrierefrei erreicht werden. Im Sommer dürfte die stetig wachsende
Vegetation, insbesondere Disteln und Brennsesseln, ein wenig
erhöhte Aufmerksamkeit von Euch fordern. Und denkt bitte daran,
seit diskret und passt auf das Euch kein Spaziermuggel bei der
Suche nach dem Cache auf die Schliche kommt.
Erstfinder:
Die FTF-Urkunde und Medaille ging am 31.05.2010 an
"fletschiboy"!
Viel Spaß beim Suchen, Bergen und Loggen!