Das Wasserschloss Döbschütz ist vermutlich eines der ältesten Schlösser der Oberlausitz. Wann das Wasserschloss am rechten Ufer des Schwarzen Schöps erbaut wurde, ist nicht eindeutig feststellbar. Nachweisbar ist sein Bestehen für das 10. Jahrhundert, wo Zeichnungen an der Hauswand zugrunde liegen, auch wurde eine alte Küche aus dem Jahr um 1000 im Keller freigelegt.

Einige behaupten, dass Döbschütz das frühere Schloss Meran der Herrschaft Meran in der Ober-Lausitz gewesen sei. Hierher flüchtete König Wladislaw im Jahre 1174, als er die Regierung Böhmens seinem zuletzt genannten Sohn, Friedrich, abtrat. König Wladislaw soll auch auf Schloss Meran gestorben sein, noch heute wird in Döbschütz nach ihm ein Gemach „das Königs-Zimmer" genannt.
Im Jahre 1218 soll der Rittersitz an die Familie von Debschitz gekommen sein und von dieser seinen heutigen Namen erhalten haben. Das Wappen der von Debschitz ein Lotusblumen-Blatt im silbernen Schild, befindet sich noch jetzt über dem Hauptportal. Später hat der Besitz vielfach gewechselt, teils durch Erbschaft, teils durch Kauf. Im Jahre 1506 ging Döbschütz an die Familie von Fürstenau über.
1675 kam Döbschütz in den Besitz der Familie Vitzthum von Eckstedt, 1695 an die Familie von Taube und 1705 an die von Nostitz. Im Jahre 1767 kaufte der königlich sächsische Fiskus das Rittergut, um eine Besserungs-Anstalt für männliche und weibliche Gefangene zu errichten. Der Plan, die Sträflinge mit Feldarbeit zu beschäftigen, musste aber bald aufgegeben werden, als mehrfach Gefangene entflohen. In Folge dessen liess man die Besserungsanstalt wieder eingehen und der Fiskus verkaufte im Jahre 1770 das Rittergut an den Rat Schneider, von welchem es einige Jahre darauf die Familie von Poncet erbte, welche fast einhundert Jahre in dem ununterbrochenen Besitz des Schlosses blieb. Im Jahre 1866 verkaufte der königliche Major von Poncet Döbschütz an Adolf Struve in Dresden.
1874 brannte leider ein Flügel des Schlosses mit dem schönen Turm aus; bei diesem Brande wurden auch zwei silberne Glocken, aus dem fünfzehnten Jahrhundert stammend, vernichtet. Darauf hin erfolgte ein umfassender Umbau des Schlosses.
Im Jahre 1876 kaufte das Rittergut der königliche General-Feldmarschall, Ritter des schwarzen Adler-Ordens, Mitglied des Herrenhauses etc. Dr. phil. Albrecht Graf von Roon, welcher dasselbe mit dem angrenzenden Krobnitz zu einem Majorat machte. Dieser hatte die Fassade im neogotischen Stil umgestalten lassen. Nach dem Tode des Grafen von Roon im Jahre 1879 fiel Döbschütz an seinen Sohn, den königlichen Oberst und Kommandeur des Grenadier-Regiments Friedrich Wilhelm IV (1. Pommersches) No. 2, Waldemar Grafen von Roon.

Nach dem 2. Weltkrieg sollte das geschichtsträchtige Haus von der Bildfläche verschwinden, es war schon aus dem Grundbuch gelöscht. Doch die Flüchtlingsströme aus dem Osten brachten die Rettung. Fortan diente es zu Wohnzwecken, verfiel aber im Laufe der Jahre zusehends. Im Jahre 2001 erwarben die Eheleute Rößler das Schloss. Die beiden früheren Hallenser hatten deutschlandweit nach einem als Wohnsitz geeigneten Schloss gesucht und waren dabei auf Döbschütz gestoßen. Das Ehepaar stürzte sich sofort in die umfangreiche Aufgabe, das Kleinod wieder in einen bewohn- und vorzeigbaren Zustand zu versetzen.
Seit 2003 befindet sich in einem Teil des Erdgeschosses ein Spielzeugmuseum (geöffnet täglich ab 11 Uhr).
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Nun zum Cache:
Ihr bewegt euch auf asphaltierten bzw. befestigten Wegen, die ihr nur beim Final kurz verlassen müsst.
Wegstrecke weniger als 1 km, plant insgesamt ca. 20 Minuten für den Cache ein.
Parkplätze finden sich in der Umgebung von N 51° 11.368 E 014° 45.578.
Von dort sind es nur wenige Schritte zur Station 1 bei N 51° 11.355 E 014° 45.465. Schaut in der Nähe der Info-Tafel zwischen den Bäumen in Richtung Schloß, und ihr werdet sicherlich 8 (zum Teil etwas schlecht lesbare) Zahlen vorfinden. Die Zahlen sind offen zu sehen. Diese Zahlen seien A bis H. Mitgebrachte Adleraugen sind aus dieser Entfernung auf jeden Fall nötig, noch besser könnte euch ein kleines Fernglas weiterhelfen.
Bitte betretet das Privatgrundstück nicht, und bleibt unbedingt auf dem öffentlichen Weg an den Koordinaten der Station 1. Die Besitzer mögen es verständlicherweise nicht, wenn auf ihrem Grundstück herumgetrampelt wird.
Bitte sucht die Zahlen an dieser Station nur tagsüber. Aufmerksam schauen reicht, ihr braucht nichts umzudrehen, es gibt keine Dose oder Petling an Station 1.
Den Cache findet ihr bei N 51° 11.(E-B)A(H-A) E 014° 45.(F-C)AA.
Ab 31.08.2012 befindet sich eine Kopie meiner Boreas-Coin im Cache und freut sich darauf, von euch discovert zu werden.
Wer Zeit und Lust auf einen kleinen Spaziergang hat, kann anschließend dem von herrlichen, alten Bäumen gesäumten Weg dem Schwarzen Schöps entlang bis Melaune folgen.
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Bitte tauscht fair und tragt den kompletten Tausch auch bei GC ein. Ü-Eier-Figuren, Haarspangen und Gummiringe sind KEINE Tauschobjekte!Danke!
Viel Spaß beim Suchen und Finden wünscht Hutschi2008!