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Kleiner Arbersee

A cache by Beleman Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 05/29/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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How Geocaching Works

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Geocache Description:

English description see below.






Deutsche Version


Achtung!

Ihr haltet euch in einem Naturschutzgebiet auf. Bitte tragt durch euer Verhalten zum Schutz des Gebietes bei und beachtet vor allem folgende Regeln:
• keine Pflanzen oder Pflanzenteile zu entnehmen;
• kein Feuer zu machen und nicht zu grillen;
• auf den markierten Wegen, Pfaden oder Plätzen zu bleiben und das Gelände außerhalb nicht zu betreten (u.a. Schutz der Uferbereiche und schwimmenden Inseln);
• nicht abseits der gesondert markierten Wege oder Routen zu fahren oder zu reiten;
• die Skiabfahrten oder -routen nicht zu verlassen;
• nicht zu zelten oder zu lagern;
• nicht zu baden;
• Hunde nicht frei laufen zu lassen;
• keine Tiere zu füttern.


Bei Betreten der Inseln besteht Lebensgefahr!



Kleiner Arbersee


Tief eingebettet zwischen steil abfallenden Seewänden am nördlichen Fuße von Kleinem und Großem Arber und umgeben von dichtem Hochwald liegt auf 918 Metern Höhe der wohl schönste der drei Karseen des Bayerischen Waldes (fünf weitere liegen im tschechischen Böhmerwald).
Der urwüchsig wirkende Kleine Arbersee ist nicht nur als Relikt der Eiszeit von Interesse, sondern vor allem auch aufgrund seiner schwimmenden Inseln.

Der Kleine Arbersee früher und heute
In der letzten Eiszeit, dem Würm-Glazial, das vor etwa 10.000 Jahren zu Ende ging, war der innere Bayerische Wald von einem mindestens 100 Meter dicken Eispanzer bedeckt. Gletscherbewegungen dieser und vergangener Eiszeiten formten den Kar des heutigen Sees, und schuttreiches Eis bildete das Tal immer weiter aus. Als sich der Gletscher mit dem wärmer werdenden Klima hinter seinen Endmoränenwall zurückzog, entstand im ausgekolkten Gletscherbett der See.
Dem Seebach als wichtigsten Zufluss des Kleinen Arbersees gelang es, sich tief in den Endmoränenwall einzugraben und diesen schließlich zu durchbrechen. In der Folge ist der See teilweise ausgelaufen, seine Fläche schrumpfte auf etwa ein Viertel der ursprünglichen Größe und betrug nur noch 2,9 Hektar.
Nachdem im 18. Jahrhundert am damaligen Seeufer eine Glashütte entstand, wurde der See zur Holztrift mehrmals abgelassen und wieder aufgestaut, was die Bildung von Schwingrasen begünstigte. Als um 1885 der Oberlauf des Weißen Regen (der Abfluss des Kleinen Arbersees) zum Triften großer Holzmengen eingerichtet wurde, staute man den See um etwa einen Meter auf. Durch die Vergrößerung der Wasserfläche auf 9,6 Hektar erhielt der See wieder sein ursprüngliches nacheiszeitliches Aussehen und es lösten sich die Moorfilze vom Ufer, sie treiben seitdem als schwimmende Inseln auf dem See.
Heute hat der Kleine Arbersee eine Fläche von etwa 8,5 Hektar. Er ist etwa 575 Meter lang und bis zu 195 Meter breit. Die Wassertiefe liegt durchschnittlich bei 2,7 Metern, die tiefsten Stellen erreichen 10 bis 12 Meter.

Das Wasser des Sees
Früher wurde der Kleine Arbersee als dunkler und trüber, fischreicher Moorsee beschrieben. Heute hingegen hat der See ein klares Wasser und ist bemerkenswerterweise frei von Fischen. Zurückzuführen ist das auf den sehr niedrigen pH-Wert des Wassers von 4,5 (vergleichbar mit saurer Milch). Dieser Wert ist verantwortlich für das Aussterben der Fische, lediglich Kleinlebewesen können in dieser Umgebung überleben.
Die Versauerung des Sees begann Anfang der 1960er Jahre infolge des Sauren Regens. Das aus Gneis bestehende Gestein um den See kann die Säure solcher Niederschläge nicht abpuffern, wie es in Gegenden mit kalkhaltigem Gestein der Fall ist (deshalb haben auch alle Gletscherseen des Bayerischen und Böhmischen Waldes einen sehr niedrigen pH-Wert). Stattdessen löste das saure Wasser der Zuflüsse giftige Metalle wie Aluminium, Blei oder Zink aus dem Boden. In Verbindung mit diesen Stoffen flockte das trübe Humin des Wassers aus und klarte nach und nach den See auf.

Die schwimmenden Inseln
Eine Besonderheit des Kleinen Arbersees sind die Schwingrasen, die vom Ufer her auf dem Wasser wachsen. Drei große dieser Pflanzendecken trennten sich vom Ufer ab, als der See um 1885 aufgestaut wurde, und treiben seitdem auf dem See. Das Wurzelwerk der auf den Inseln wachsenden Pflanzen bildet zusammen mit Moosen und Torf stellenweise 1,5 bis 3,5 Meter dicke Decken, auf denen neben seltenen Pflanzen sogar bis zu 60 Jahre alte Fichten wachsen.
Die schwimmenden Inseln sind ohne feste Verbindung zum Untergrund und heben und senken sich mit dem Wasserspiegel; je nach Windrichtung können sie ihre Lage verändern. Seit einigen Jahren ist die Position der drei Inseln allerdings einigermaßen stabil, lediglich eine von ihnen ändert ihre Lage noch merklich. Die größte Insel hat eine Ausdehnung von etwa 4.500 qm.
Die Anzahl der schwimmenden Inseln erklärt sich durch den von Süden in den Kleinen Arbersee fließenden Seebach. Vor dem Aufstauen hatte der Seebach zwei Arme, die sich 120 Meter vor seiner Mündung in den See vereinten (heute fließen beide Arme getrennt in den See). Die Pflanzenfilze südlich des damaligen Sees waren also dreigeteilt.

Was sind Karseen?
Ein Kar ist eine von einem kurzen Gletscher geschaffene, kesselförmige Eintiefung an einem Berghang. Bildet sich auf dem Grund eines solchen Tals ein See, handelt es sich um einen Karsee.
Finden kann man Kare in Gebirgen mit aktueller oder früherer Vergletscherung, wenig unterhalb von Berggipfeln liegend. Gletscherfrei sind sie Zeugen früherer Vergletscherungen und eiszeitlicher Klimabedingungen, unter dem Eis heutiger Gletscher liegend stellen sie Überbleibsel eines wärmeren Klimas dar.
Kare sind auf ihrem Grund sehr eben oder muldenartig übertieft. Zum Berggipfel hin werden sie von Steilhängen halbkreisförmig umschlossen. Talwärts sind sie abgeschlossen durch eine felsige Karschwelle (auch Karriegel genannt), die vom Lockermaterial der Endmoräne des einstigen Gletschers überdeckt sein kann. Dieser Moränenwall kann Seen anstauen, ist dann aber oft vom Wasser durchbrochen worden.

Was ist Schwingrasen?
Ein Schwingrasen ist eine durch Wurzelfilz zusammengehaltene Pflanzendecke aus Moosen und anderen, vor allem ausläuferbildenden Pflanzen, die auf der Wasseroberfläche schwimmend vom Ufer aus in ein Gewässer hineinwächst.
Die Entstehung von Schwingrasen ist möglich, wenn sich der Wasserspiegel von Moorgewässern senkt und die Moosdecke, die sich auf dem verlandeten Bereich bildet, von Pflanzen bewachsen wird. Die Wurzeln dieser Pflanzen bilden mit dem Torf der Moose eine dichte Decke. Steigt der Wasserspiegel wieder, hebt sich diese Pflanzendecke. Auf einem ausreichend großen und stabilen Schwingrasen können sich sogar kleine Bäume ansiedeln.
Der mit dem Ufer verbundene Schwingrasen kann von Schilf oder Binsen abgetrennt werden und dann als schwimmende Insel davontreiben.

Der Weg zum Kleinen Arbersee
Mit Kfz ist der See nicht erreichbar.
Vom Wanderparkplatz Reißbrücke bei Sommerau (N 49° 09.000 E 013° 07.200) aus lässt sich der See über einen bequemen, aber steilen Weg erreichen (geeignet auch für Kinderwagen und Fahrräder; hin und zurück einschließlich einer Seeumrundung etwa 7 km).
Parkplätze in großer Zahl (gebührenpflichtig; derzeit 2 € für den ganzen Tag) findet ihr auch entlang der Straße zwischen N 49° 07.090 E 013° 08.940 und N 49° 08.055 E 013° 08.800 (mit der Arber Talstation in der Mitte bei N 49° 07.300 E 013° 08.500). Von diesen aus erreicht ihr den See beispielsweise über Brennes und Mooshütte (hin und zurück einschließlich einer Seeumrundung etwa 6 bis 9 km).
Empfehlenswert ist die Wanderung über gut gekennzeichnete Wanderwege von der Arber Talstation aus zum Gipfel des Großen Arber und weiter zum Kleinen Arber. Von dort aus geht es über die Chamer Hütte zum Kleinen Arbersee und zurück zum Parkplatz (je nach Wegführung 15 km und mehr).

Logbedingungen
Erfüllt folgende Aufgaben bzw. beantwortet folgende Fragen und sendet eure Antworten an Beleman:
1. Welche von den üblichen Quellen abweichende Fläche des Sees nach dem Aufstauen ist auf der Infotafel angegeben?
2. Seit etwa welchem Jahr ist das Wasser des Sees der Infotafel zufolge zunehmend saurer geworden?
3. Welche Höhe über dem Meeresspiegel des Sees in seiner alten Form vor dem Aufstauen gibt die topographische Karte auf der Infotafel direkt über dem Namen “Kleiner Arbersee” an?
4. Welche der drei großen Inseln (die nördliche, mittlere oder südliche) ist eurer Einschätzung nach jene, die ihre Position am deutlichsten ändert? Begründet dies bitte kurz.
Anschließend könnt ihr euer Log schreiben, bei nicht korrekten Antworten melde ich mich.
Es wäre schön, wenn ihr euren Logs Fotos anfügt – insbesondere mit Blick vom Aussichtspunkt Seeblick Kleiner Arbersee auf dem Großen Arber aus, um eventuelle Lageveränderungen der Inseln zu dokumentieren.





English Version


Be aware!

You are in a nature protection area. Please have a hand in helping to prevent this area and first of all observe the rules:
• do not pick any plants or even parts of them;
• do not make fires and do not grill;
• stay on marked paths, trails or courts only and do not enter the grounds outside these markings (including protection of riparian zones, and floating islands);
• do not cycle or ride outside the separately marked trails or routes;
• do not leave the ski runs or routes;
• do not camp;
• do not bathe;
• put a leash on your dog;
• do not feed animals.


Entering the islands can result in risk of death!



Little Arber Lake


Deeply embedded between steep lake walls, submontane in the north of Little and Great Arber Mountain and surrounded by dense forest the perhaps most beautiful of the three cirque lakes in the Bavarian Forest (five more are in the Czech Bohemian Forest) is situated on 918 meters.
The rugged-looking Little Arber Lake is not just interesting because it’s a relic of the glacial period, but also because of its floating islands.

The Little Arber Lake then and now
In the last ice age, the Würm-glacial, which ended about 10,000 years ago, the inner Bavarian forest was covered by a minimum of 100 meters-thick ice sheet. Glacier movements of this ice age and of passed ones formed the cirque of the present lake, and ice rich of debris has formed the valley more and more. As the glacier retreated behind its frontal moraine ridge to the climate warming up, the lake was established in the washed away glacier bed.
The Seebach (Lake Creek) as the main feeder of the Little Arber Lake managed to dig deeply into the frontal moraine ridge and finally broke through. As a result, the lake partially expired, its area shrank to about a quarter of the original size and was only about 2.9 hectare.
As there has been a glassworks at the former lake in the 18th century, the lake was drained and dammed up several times to drift wood, which favored the formation of floating mat. When in 1885 the upper reaches of the Weißer Regen (White Rain River; the outflow of Little Arber Lake) was established for large quantities of wood to drift, they dammed up the lake for about one meter. By increasing the water surface to 9.6 hectare, the lake regained its original appearance and moor tomentum dissolved from the shore. Since then these moor tomentums are drifting as floating islands on the lake.
Today, the Little Arber Lake is an area of about 8.5 hectare. It is about 575 meters long and up to 195 meters wide. The average water depth is 2.7 meters, the deepest parts reach 10-12 meters.

The water of the lake
Previously, the Little Arber Lake has been described as a dark and gloomy marsh with plenty of fish. Today, however, the lake has clear water and is remarkably free of fish. The reason is the very low pH-value of the lakes water with 4.5 (similar to sour milk). This value is responsible for the extinction of fish, only microbe can survive in this environment.
The acidification of the lake began in the early 1960s as a result of acid rain. The rocks surrounding the lake, which are of gneiss, can’t buffer the acid of such rainfall as it’s the case in areas with calcareous rocks (which is why all glacial lakes of the Bavarian and Bohemian Forest have a very low pH-value). Instead the acidic waters of the tributaries dissolved toxic metals from the soil, such as aluminum, lead and zinc. In connection with such materials the organic matter flocculated from the cloudy water and cleared up the lake through the years.

The floating islands
A special feature of Little Arber Lake are floating mats that grow from the bank on the water. Three great of these cover of vegetation separated from the shore when the lake was dammed in 1885, and since then float on the lake. The root system of growing plants on the islands, together with moss and peat forms thick blankets from 1.5 to 3.5 meters. Rare plants and even up to 60 years old pines are growing on these floating mats.
The floating islands are without a fixed connection to the ground and rise and fall with the water. Depending on wind direction, they can change their position. For some years now the position of the three islands is fairly stable, just one of them will change their position even noticeable. The main island covers an area of 4,500 square meters.
The number of floating islands is due to the south of the Little Arber Lake flowing Seebach. Before the damming of the lake the Seebach had two arms, which are 120 meters from its mouth into the lake combined (now both arms are flowing separately into the lake). The tomentums in the south of the former lake were then divided into three parts.

What are cirque lakes?
A cirque is a cauldron-shaped deepening on a mountain slope, created by a short glacier. Is there a lake forming on the bottom of such a valley, it is called a cirque lake.
You can find cirques on mountains with current or past glaciation, lying slightly below mountain peaks. Free of glacier they are witnesses of past glaciations and glacial climate conditions. Lying in todays glacier ice they represent remnants of a warmer climate.
At their basic level cirques are very flat or got a deeper dell. To the peak they are surrounded by a semicircular steep. Downhill they are completed by a rocky cirque barrier that can be covered by loose material of the frontal moraine of the former glacier. This moraine can accumulate lakes, but is then often been broken by the water.

What is floating mat?
A floating mat is a cover of vegetation, held together by the tomentum of mosses and other, mainly stolon-forming plants that grow from the shore into the water, floating on the surface.
The emergence of floating mat is possible if the water level of a moor lake lowers and the moss, which forms on the silted area, is overgrown with plants. The roots of these plants together with the peat mosses forms a thick blanket. When the water level rises again, the cover of vegetation lifts. On a sufficiently large and stable floating mat may even settle small trees.
The floating mat is connected with the shore, but can be separated by reeds and rushes and then drift away as a floating island.

Hiking to Little Arber Lake
The lake is unreachable by motor vehicle.
From the parking site for hikers Reißbrücke near Sommerau (N 49 ° 09 000 E 013 ° 07 200) there is a convenient, but steep path to reach the lake (also suitable for strollers and bicycles; there and back including a walk around the lake about 7 kilometers).
Parking in large numbers (chargeable, currently € 2 per diem) is available along the road between N 49 ° 07 090 E 013 ° 08 940 08 055 and N 49 ° E 013 ° 08 800 (with the Great Arber Mountain bottom station in the center at N 49 07 300 ° E 013 ° 08 500). From there you can reach the lake, for example, about Brennes and Mooshütte (there and back including a walk around the lake about 6 to 9 kilometers).
I recommend the hike along well-marked hiking trails from the Great Arber Mountain bottom station over the peak and in the direction of Little Arber Mountain to Cham hut. From there it goes downhill to Little Arber Lake and then back to the parking (depending on the route about 15 kilometers or more).

Log conditions
Meet the following tasks and answer the following questions. Send your answers to Beleman:
1st: What size of area after the damming of the lake and different from the usual sources is indicated on the information board?
2nd: For about what year indicated on the information board the water of the lake has become increasingly sour?
3rd: What height above the sea level of the lake to its former state before damming is indicated on the topographic map on the information board directly above the name “Little Arbersee”?
4th: In your opinion, which of the three major islands (the northern, central or southern) changes it’s position most clearly? Give a briefly reason.
Then you can write your log. In incorrect answers, I’ll report you.
It would be nice if you attach photos to your log – especially in view from the lookout point on the lake Seeblick Kleiner Arbersee (lake view Little Arber Lake) on Great Arber Mountain to document changes of the islands positions.




Additional Hints (No hints available.)



Reviewer notes

Use this space to describe your geocache location, container, and how it's hidden to your reviewer. If you've made changes, tell the reviewer what changes you made. The more they know, the easier it is for them to publish your geocache. This note will not be visible to the public when your geocache is published.