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Dolomitsteinbruch Ührde EarthCache

Hidden : 8/15/2010
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Dolomitsteinbruch Ührde: Einblick in eine Fazies-Lagerstättenstruktur




Das Betreten des Steinbruchs ist nur nach Genehmigung durch den Steinbruchbetreiber (Fa. Rump und Salzmann) erlaubt und für das Loggen dieses Caches nicht notwendig. Die unten genannten potentiellen Fotokoordinaten befinden sich ALLE außerhalb des Steinbruchs auf öffentlichen Straßen oder öffentlich zugänglichen Feldwegen.



Für die Entstehung einer Erdöllagerstätte benötigt es eine sogenannte Erdölfalle, d.h. einen natürlichen hochgelegenen Speicherraum, in den es eindringen kann, der jedoch so abgedichtet ist, dass es aus ihm nicht mehr entweichen kann. Man unterscheidet u.A. folgende 3 Arten von Öllagerstätten:

1) Den Salzstock-Typ, bei dem Öl durch einen Salzstock mit den den Salzstock umgebenden Gesteinen nach oben geschoben wird. Dabei verhindert der flüssigkeitsundurchlässige Salzstock einen Austritt.
2) Den Verwerfungs-Typ, bei dem die Öllagerstätten parallel zu einer Verwerfung gegeneinander verschoben sind.
3) Den Fazies-Typ, bei dem poröse Speichergesteine von undurchlässigen Nachbargesteinen umschlossen sind.

Am vorliegenden Dolomitsteinbruch hat man einen guten Einblick in eine Lagerstättenstruktur vom Fazies-Typ:
Hier liegt eine undurchlässige weißgraue Gipsschicht über einer porösen und damit potentiell Ressourcen beinhaltenden graubraunen Dolomitschicht. Eine solche Struktur liegt vielen der norddeutsche Erdgas- und Erdöllagerstätten zu Grunde, kann jedoch meines Wissens nur hier in dieser Größe begutachtet werden.

Wie kam es zu diesen Schichten?
In der Epoche Perm vor 250 Mio Jahren war fast ganz Europa durch ein Meer, das sogenannte Zechsteinmeer, bedeckt.
Nach der Barrentheorie von Carl Ochsenius handelte es sich dabei um ein Seitenmeer, das durch einen flachen Barren vom Hauptmeer abgetrennt wurde. Dieser Barren ließ nur einen begrenzten Wasseraustausch zu, bzw. trennte das Binnenmeer zeitweilig völlig ab. Bedingt durch die gleichzeitige Verdunstung erhöhte sich dabei die Ionenkonzentration des Binnenmeeres stark, was schließlich zur Ausfällung verschiedener Salze antiproportional zu ihrer Löslichkeit zur Folge hatte. Beginnend mit durch Magnesiumionen „verunreinigtem“ Kalk fielen nacheinander auch Gips, Steinsalz und verschiedene Kalisalze aus. Ob es noch zum Ausfall von Steinsalz kam, ist nicht bekannt. Der Kalk wurde später durch aufliegende Sedimente einem großen Druck ausgesetzt und in tieferliegenden Schichten stark erhitzt. So entstand durch Diagenese des magnesiumhaltigen Kalks Dolomit.


Ausbreitung des Zechsteinmeeres (© by San Jose und Drdoht)


Weiterführende Literatur:
Richter, Dieter.: Allgemeine Geologie, Berlin 1980.
Hollemann / Wiberg: Lehrbuch der allgemeinen und anorganischen Chemie, Berlin, 2007.
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie - Hannover

Logbedingungen:
Erfülle mindestens drei der folgenden Logaufgaben:
a) Mache ein Foto, auf dem der Übergang von Gips zu Dolomit sichtbar wird, und lade es im Log hoch. Die Listing-Koordinaten und die angegebenen Wegpunkte sind dafür geeignet. Das Betreten des Steinbruches ist nicht zulässig!
b) Sende mir die chemischen Formeln von Gips und Dolomit (über mein Profil).
c) Schätze oder messe die ungefähre Höhe der östlichen Abbruchkante.
d) Welches Gestein ist heller: Gips oder Dolomit?
(Es finden sich keine Antworten vor Ort!)



Viel Spaß wünscht
Miraculix84
































Dolomite quarry Ührde: Insight into a facies-deposit’s structure




Entering the quarry is forbidden, except of an approval by the operating company (Fa Rump und Salzmann), and not necessary to log this cache.
The coordinates shown below are all located on public streets or farm tracks.


For the genesis of an oil deposit an impermeable storage space is necessary, where the oil can’t disappear from.There exist (amongst others) three different kinds of oil deposists:

1) The salt dome type, where the oil deposit and the rocks it is stored in, are pulled to the surface by an ascending salt dome.. As the salt is impermeable, the oil cannot effuse.
2) The shifting type, where the oil deposists are deferred from each other, parallel to a shifting.
3) The facies type, where cavernous rocks storing oil are enclosed by other impermeable kinds of rock.

At this dolomite quarry you have a good insight into a deposit of a facies type:
Here an impermeable white layer of plaster covers a cavernous layer of dolomite, so the natural conditions for a deposit exist, but there is no oil. Thats why, we can have a detailed look into it’s structure nowadays. Such a structure is causing most of the gas and oil deposits in northern Germany, but as far as I know, this is the only place, where it can be examined as detailedly as here.


How could these layers develop?
The following explication is based on barrier theorie by Carl Ochsenius:
250 Mio years ago the biggest part of central europe was covered by a very large semi-enclosed sea (Zechstein Sea). As there was only very few connection to the oceans, there was hardly any exchange of water. As the climate was very hot, the semi-enclosed sea behaved just like a huge salt pan. So the different salts, soluted in the sea, precipitated one by one - analog to their solubility product.
1) Lime (XXX)
2) Plaster (XXX)
3) Rock salt (NaCl)
Millions of years later the limestone was exposed to the heat of the earth’s interior and the pressure of the sediments lying above. That was when the diagenesis began. And as the lime was contaminated with magnesium, the product was dolomite.


Zechstein Sea (© by San Jose und Drdoht)


Further literature:
Richter, Dieter.: Allgemeine Geologie, Berlin 1980.
Hollemann / Wiberg: Lehrbuch der allgemeinen und anorganischen Chemie, Berlin, 2007.
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie - Hannover

Conditions to log:
Fulfil at least three of the following tasks:
a) Take a picture, where the change from plaster to dolomite is visible, and add it to your log.
b) What’s the chemical notation of Plaster and Dolomite?
c) Guess or measure the altitude of the east brim!
d) Which mineral is brighter: Plaster or dolomite?
(Please, send the answers of b), c) and d) via my profil.)




Have fun!
Miraculix84

Additional Hints (No hints available.)