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Vergessene Gräber Traditional Cache

This cache has been archived.

Kanne und Siki: Leider wurde der Cache bis heute nicht wieder aktiviert oder kein konkretes Aktivierungsdatum angegeben. Deshalb erfolgte heute die endgültige Archivierung dieses Caches.

Wenn du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst du selbstverständlich gern ein neues Listing zum Review einreichen.

Gruß,
Sanne

Kanne und Siki
(Official Geocaching.com Volunteer Reviewer)

Die Info-Seiten der deutschsprachigen Reviewer: http://www.gc-reviewer.de

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Hidden : 7/25/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Hier haben wir unseren ersten Cache gelegt. Wir hoffen dieser Ort gefällt Euch. Uns ist klar, dass die Gräber nicht vergessen sind, aber dennoch glauben wir, dass die wenigsten Leute diesen Ort kennen, aus diesem Grund der Name. Dass die Grabplatten nicht betreten werden sollen müsste und sollte allen Cachern klar sein! Bitte einen Stift mitbringen.

Da die Koordinaten in diesem Gebiet schwanken gibt es jetzt einen Hint mit dem man dann keine Probleme mehr haben sollte.
Den Cache bitte wieder tarnen!

viel Spaß und keksige Grüße von den Geo-Coockies

Artikel aus der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung von dem 7.8.10

Drei Reihen Grabsteine im Berghölzchen erinner heute noch „vor Ort“ an die jüdische Gemeinde Moritzberg, deren Anfänge bis in das 16. Jahrhundert zurückreichten und welche bis 1859 bzw. 1870 bestand. Die Inschriften der Grabsteine wurden Anfang der 1990er Jahre von einer Mitarbeiterin des Jüdischen Archivs in Heidelberg übersetzt. Soweit sie noch lesbar und Todesdaten angegeben sind, verweisen sie die Steine in die Zeit von 1780 bis 1886. Auch nach der Auflösung der jüdischen Gemeinde Moritzberg sind somit auf deren Friedhof am Berghölzchen noch ehemalige Gemeindemitglieder beigesetzt worden. 1914 beschloss die Hildesheimer Gartendeputation, den Friedhof mit einer Hecke zu umgeben, nachdem zuvor zwei Anträge seitens der jüdischen Gemeinde Hildesheims, ihn mit einer Einfriedigung zu versehen, abgelehnt worden waren (1886 und 1896). Weitere Nachrichten über den Friedhof im Berghölzchen finden sich in der einschlägigen Literatur erst wieder aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Nicht bekannt war bisher, ob er in der NS-Zeit unbeachtet und daher unbehelligt geblieben ist oder ob er möglicherweise beseitigt werden sollte. Einer Akte im Stadtarchiv Hildesheim ist zu entnehmen, dass es tatsächlich Pläne zu seiner Auflösung gegeben hat (Bestand 102, Nr. 12213). Nach einem Aktenvermerk der Stadtverwaltung vom 29. März 1939 erschien die Aufhebung des jüdischen Friedhofs am Berghölzchen als zweckmäßig, weil er seit vielen Jahren nicht mehr instandgehalten wurde. Daraufhin ergab sich ein Schriftwechsel mit den verschiedenen Dienststellen bzw. Institutionen, der nachstehend in Auszügen wiedergegeben wird. Die städtische Gartenverwaltung teilte am 6. April 1939 zunächst mit, dass sich auf dem Friedhof noch 24 stehende Grabsteine und 5 Grabplatten, außerdem einige Grabsteine, die z. T. völlig mit Laub und Erde zugedeckt waren, befänden und gab zu bedenken: „Aus familiengeschichtlichen Gründen dürfte eine sofortige Entfernung der Steine nicht ratsam sein. Jedenfalls müssten die Inschriften erst aktenkundig niedergelegt werden, da andere Beweisstücke nicht vorhanden sind. Es würde sich empfehlen, Herrn Dr. Zoder vorher darüber zu hören und ihn zur Stellungnahme aufzufordern.“ Die Frage, wie in solchen Fällen vorgegangen werden sollte, war gerade in jenen Tagen von besonderer Aktualität, wie der Leiter des Hildesheimer Stadtarchivs, Rudolf Zoder (1938 – 1964), der Stadtverwaltung am 15. April 1939 berichten konnte: „ [...] daß die Inschriften der Steine sowohl aus sippenkundlichen wie rassenpolitischen Gründen festgelegt werden müssen. Erst auf der letzten Arbeitstagung der Archivpfleger des Reg. Bez. Hildesheim in Göttingen am 24. u. 25. März ds. Js. wurde von dem Leiter der Archivberatungsstelle für die Provinz Hannover, Herrn Staatsarchivdirektor Dr. Schnath, eindringlich darauf hingewiesen, daß es mit zu den im Augenblick vordringlichen Aufgaben der Archivpfleger gehört, die Leichensteine jüdischer Begräbnisplätze vor der Vernichtung oder Aufhebung ihrem Inhalte nach aktenkundig festzulegen, da sie vielfach für eine Reihe von Personen die einzigen familiengeschichtlichen – und, da es sich um Juden handelt, auch rassenpolitisch durchaus wichtigen! – Quellen darstellen, die wir haben. Zur Durchführung dieser Aufgabe wurde folgender Weg vorgeschlagen: die Steine sind sorgfältig aufzuheben, sodaß sie nicht beschädigt werden, ihre Inschriften müssen dann photographiert werden, damit die Kopien der Aufnahmen im Orientalischen Seminar der Universität Göttingen, das sich für diese Zwecke den Archivpflegern zur Verfügung gestellt hat, entziffert und die deutsche Übersetzung schriftlich festgelegt werden kann; alsdann sind sowohl Photographien wie Umschriften dem zuständigen Archiv bezw. einer Sippenkanzlei zur Aufbewahrung zu übergeben. Erst wenn alles festliegt, dürfen die Steine vernichtet werden; einzelne, besonders kunstgeschichtlich wertvolle Stücke, würden evtl. auch für eine Aufnahme im Museum in Frage kommen, wo sie naturgemäß nicht ausgestellt zu werden brauchen, sondern magaziniert werden können [...]“ Zoders Dienstvorgänger Gebauer (Stadtarchivar von 1910 – 1938) sprach sich am 9. September 1939 für ein weniger aufwendiges Verfahren aus: „Die vorhandenen Steine tragen auf der Vorderinschrift [!] und Rückseite je eine deutsche und hebräische Inschrift. [...] Da es sich lediglich um Festhaltung der Familien- und rassengeschichtlichen Daten handelt, würde meines Erachtens im allgemeinen genügen, die deutsche Inschrift durch Abschreiben festzuhalten, eine fotografische Aufnahme der Steine würde sich erübrigen und höchstens bei in ihrer Form charakteristischen Steinen vorzunehmen sein. Sollten künstlerisch oder kunstgeschichtlich wertvolle Steine vorhanden sein, so übernehme sie wohl zweckmäßigerweise das Rö[!] mer-Museum. Bevor ausdrücklich festgestellt wäre, daß eine Abschrift der Grabsteintexte erfolgt ist, etwaige Photos hergestellt und etwa besonders wertvolle Steine gesichert sind – die Entscheidung über solchen Wert träfe wohl am besten Dr. Rö[!]der –, sollte natürlich an eine Beseitigung der Steine und Einebnung bzw. Bepflanzung des Platzes nicht gedacht werden.“ Die Vertreter der Synagogengemeinde Hildesheim, Alex Rehfeld und Emil Hirsch, welche von dem Vorhaben Kenntnis erhielten, erklärten sich am 23. April 1940 „damit einverstanden, daß etwaige künstlerisch oder kunstgeschichtlich wertvolle Grabsteine den städtischen Museen kostenlos überwiesen werden. [...] Weiter bitten wir, diejenigen Steine, die nicht dem Museum überwiesen werden, falls sie nicht an Ort und Stelle etwa in Form einer Grotte Verwendung finden sollen, kostenlos stadtseitig nach dem Judenfriedhof an der Teichstraße schaffen zu lassen, wo wir sie an der Grundstücksmauer aufstellen wollen, wie dies auch bereits mit Steinen anderer aufgehobener Friedhöfe geschehen ist.“ Dieser Wunsch fand bei den weiteren Planungen Berücksichtigung. Dr. Roeder, Direktor des Pelizaeus- Museums und Zweiter Direktor des Roemer-Museums, erklärte sich am 26. Juni 1940 bereit, bei der Auswahl der Grabsteine von kulturgeschichtlichem Wert – einen künstlerischen schloss er aus - mitzuwirken, zunächst sollte jedoch die Vorgehensweise (Abschriften der Inschriften, Fotografien, Übersetzungen usw.) geklärt werden. Auf eine entsprechende Anfrage gab das Friedhofs- und Gartenamt am 8. August 1940 die Auskunft, dass Beisetzungen im Berghölzchen nicht mehr erfolgen dürften und die letzten Liegefristen abgelaufen seien. Es schlug vor, auf dem freiwerdenden Areal einen Kinderspielplatz einzurichten. Die Kosten für die Wegnahme und den Transport der Steine vom Berghölzchen, für die erforderlich werdenden Veränderungen an der Teichstraße und für die gärtnerischen Arbeiten am Berghölzchen wurden auf insgesamt rund 6.000,-- RM geschätzt. Nachdem die Pläne soweit gediehen waren, wurden sie Oberbürgermeister Dr. Krause zur Genehmigung vorgelegt. Dieser entschied am 6. September 1940 jedoch: „Die Durchführung der angeregten Maßnahmen erfordert nicht nur eine eingehende Prüfung bezüglich der Sichtung der Grabinschriften, die wichtig für die Nachprüfung von Abstammungen sein kann, sondern auch einen erheblichen Arbeitseinsatz, der in Kriegszeiten doch nicht verantwortet werden kann. [...] Die Angelegenheit ist daher als nicht kriegswichtig zurückzustellen.“ Bei dieser Entscheidung blieb es auch bei den weiteren Vorlagen. Der nächste Hinweis zu dem Friedhof am Berghölzchen geht auf einen Bericht der HAZ vom 25. August 1953 zurück, in dem es u. a. heißt: „Dicht im Gebüsch liegen heute die Grabsteine mit ihren hebräischen Inschriften.“ Ein beigefügtes Foto zeigt allerdings einige stehende (!) Steine. Im März 1960 wurden die Grabsteine im Einvernehmen mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden Niedersachsens auf einem kleinen Teil des Friedhofs zusammengelegt mit der Begründung, Gefahren durch Umstürzen auszuschließen. Danach müssten sogar zu diesem Zeitpunkt noch Grabsteine gestanden haben. Die Gartenverwaltung zählte 1939 neben den 24 stehenden Grabsteinen fünf Grabplatten auf und erwähnte außerdem einige umgefallene Grabsteine, die teilweise bereits mit Laub und Erde zugedeckt waren. Sichtbar sind heute aber nur insgesamt – wohl die ersterwähnten - 29 Steine. Sind also noch weitere im Erdreich des Berghölzchens verborgen oder ist von einem bis 1960 eingetretenen Verlust auszugehen? Quellen und Literatur: – Jutta Finke, Die jüdische Gemeinde zu Moritzberg im 19. Jahrhundert. In: Hildesheimer Jahrbuch Bd. 81, 2009, S. 51 – 73. – Günther Hein, Der jüdische Friedhof auf dem Moritzberg. In: Hildesheimer Friedhöfe im Wandel der Zeit, Hildesheim 1990, S. 154 – 157, hier S. 156. – Ders., Zur Geschichte des jüdischen Friedhofs am Berghölzchen. In: Moritz vom Berge, Stadtteilzeitung West, Nr. 15 – Juli/August 1991. – Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 25. August 1953. – Moritz von Berge, Stadtteilzeitung West, Nr. 87 – Oktober 1998 – Monika Preuss, Übersetzungen der Grabsteininschriften des jüdischen Friedhofs am Moritzberg. In: Moritzberg- Archiv, Best. C, Nr. 54. – Stadtarchiv Hildesheim, Best. 102, Nr. 1221. Verantwortlich: SVEN ABROMEIT

Additional Hints (Decrypt)

Onhz zvggvt uvagre qra Teäorea, Eüpxfrvgr.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)