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Düwelsteene EarthCache

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Hidden : 8/18/2010
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

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Geocache Description:




Düwelsteene - oder auch Teufelssteine genannt. Sie sind das Wahrzeichen der kleinen Stadt Heiden und das südlichste Steinkammergrab Deutschlands.

Woher stammen die Steine?
Das Baumaterial der Teufelsteine (Hauptsächlich aus Granit) stammt aus der Saale-Eiszeit (vor rund 145.000 Jahren) – genauer definiert: aus dem Nachlass der mehr als 100 Meter dicken Eisschicht, die damals unser Deutschland von Norden her verschoben hatte. Bei ihrer Nord-Süd Ausbreitung hatte diese gigantische Eismasse ihren Untergrund regelrecht glatt gehobelt und dabei alles eingeebnet und mitgeschleppt, was ihr im Weg stand. So sind die vielfarbigen Kiesel, Gerölle und Findlinge aus und anderen Gesteinsarten mit dem Eis aus Skandinavien hierher zu uns gereist. Die geologische Bezeichnung für dieses Gesteinsmaterial ist „Geschiebe“. Nach dem Abschmelzen des Eises blieb die steinerne Fracht an Ort und Stelle liegen oder wurde von den oft reißenden Schmelzwasser-Strömen zu dicken Schotterpaketen zusammengeschwemmt. Und genau diesen geologischen Vorgängen verdanken die großen Findlinge der Teufelsteine ihre Anwesenheit bei uns. Viel später – während der jüngeren Steinzeit vor rund 4000 Jahren – waren die mächtigen, bis zu 7 Tonnen schweren und vom Gewicht des Eises rund geschliffenen Steinbrocken unseren Ahnen hochwillkommen. Sie fügten sie zusammen zu einem Steinkammergrab von 21 Metern Länge und etwa 1,70 Metern Breite – mit einer Technik, die damals in ganz Nordeuropa geläufig war: Die Findlinge wurden zunächst auf Baumstamm-Rollen zur „Baustelle“ geschafft. Dort hat man die Steine unter Einsatz von hölzernen Hebeln und Muskelkraft ausgerichtet. Für das Dach des Steinkammergrabes suchten sich die Baumeister große, flache Steinplatten. Um sie nach oben zu schaffen, schütteten sie rund um die offene Grabanlage schiefe Ebenen aus Sand und Erde auf. Auf diese Weise entstand schließlich eine geschlossene Grabkammer mit einer Innenhöhle von rund anderthalb Meter. Zwischen dem zweiten und dritten Wandstein an der Südostseite des Grabes blieb eine schmale Eingangsöffnung für die Beisetzungen. Die Teufelsteine wurden über lange Zeit als Kollektivgrab genutzt. Es enthielt Überreste einer ganzen Reihe von Bestattungen. Den Toten hatte man Nahrungsvorräte in kunstvoll geformten und verzierten Tongefäßen mitgegeben. Scherbenfunde aus jüngerer Vergangenheit belegen dies. Wo genau die Erbauer der Teufelsteine gelebt und gewohnt haben, ist unbekannt. Was man aber herausgefunden hat, ist folgendes: Sie waren Bauern, wohnten in rechteckigen Pfostenhäusern und bauten Weizen und Gerste an. Das haben Wissenschaftler aus Funden in der Nähe anderer Riesensteingräber geschlossen.


Kommen wir zu der Entstehung von Findlingen:
Ein Gletscher als fester Körper sortiert das Material (Moräne), welches er befördert, nicht. Das gilt sowohl für die Abtragung, den Transport als auch für die Ablagerung (Sedimentation). Die Abtragung großer Gesteinsbruchstücke geschieht entweder durch die Aufnahme bereits gelockerter Steine, wenn der Gletscher sie überfährt oder aber durch das Anfrieren und Herausbrechen von Blöcken am Gletschergrund. Letzteres geschieht vor allem an Leehängen von Rundhöckern. Als festem Körper ist es dem Gletscher ohne weiteres möglich, Material von der minimalen Korngröße der Tonminerale bis hin zu Brocken von über tausend Tonnen Masse zu bewegen. Ablagerungen, die direkt vom Eis abgesetzt werden, sind unsortiert und meist auch ungeschichtet. Im deutschsprachigen Raum hat sich dafür die Bezeichnung Geschiebemergel durchgesetzt. Der Geschiebemergel enthält zwar deutlich mehr Feinmaterial (Ton, Schluff, Sand und Kies), dennoch kommen immer wieder größere und große Steine vor. Von einem Findling spricht man aber nur wenn er an der Oberfläche zu sehen ist. Findlinge finden sich im skandinavischen Vereisungsgebiet meist innerhalb von Grundmoränenlandschaften, die zum Formenschatz der Glazialen Serie gehören. Sie können aber auch in anderen Elementen der Glazialen Serie auftreten, zum Beispiel als Erosionsrest in Schmelzwassersanden.

Findlinge als Problem der Wissenschaft:
In der Wissenschaft des 18. Jahrhunderts, das die Erdgeschichte seit der Schöpfung als weitgehend statisch betrachtete, waren Gesteinsblöcke, die in Gebieten zu finden waren, aus denen sie geologisch nicht stammen konnten, ein Problem. Ab ca.1750 beschäftigten sich Geologen mit der Frage, durch welche Kräfte die Findlinge eine so weite Strecke zurücklegen konnten, z. B. von Skandinavien in die Norddeutsche Tiefebene und aus den Alpen ins Alpenvorland. Fantasievolle Erklärungen, wie Riesen, die die Steine geworfen hätten, wurden im Zeitalter der Aufklärung nicht mehr akzeptiert. Es wurden vulkanische Vorgänge in Betracht gezogen, die Toteislöcher wurden als Krater gedeutet. 1787 hatte zwar schon der Schweizer Politiker und Heimatkundler Bernhard Friedrich Kuhn als Ursache Gletschertätigkeiten vermutet, auch der schottische Geologe James Hutton hatte sich dahingehend geäußert, aber die Vorstellung von einer Vergletscherung weiter Teile Europas widersprach dem damaligen Weltbild. Daher wurde der Begriff Erratischer Block geprägt, da der Steinblock scheinbar umhergeirrt (lat. errare = umherirren, umherstreifen) war. Der Begriff Eiszeit war noch nicht geprägt. Man konnte man sich eher vorstellen, dass die riesigen Gesteinsbrocken bei der Sintflut oder anderen Überschwemmungskatastrophen auf Eisschollen aus dem Norden an ihre heutigen Fundorte in Norddeutschland getragen worden seien. Die Findlinge im Alpenvorland könnten ebenfalls durch große Wassermassen von den Alpengipfeln bis weit ins Vorland gelangt sein, so vermutete man. Die These, dass einstmals die Gletscher weite Teile der Alpen sowie Teile im Norden Europas überzogen hätten, wurde 1822 von Ignaz Venetz aufgestellt. Ab dem Jahr 1835 reiste der deutsche Naturforscher, Geologe und Botaniker Karl Friedrich Schimper mit Vorträgen über das Problem der Findlinge und seine Vorstellungen über einen „Weltwinter“ durch Deutschland und die Schweiz und prägte den Begriff Eiszeit. Das Problem des Transports der Findlinge durch das Eis der langsam fließenden Gletscher konnte als gelöst betrachtet werden. Es dauerte jedoch noch bis in die 1870er, bis sich die Theorie der Eiszeiten durchsetzte. Der Beitrag Schimpers, der keine Bücher schrieb, sondern nur mündliche Berichte oder kurze Schreiben abgegeben hatte, geriet dabei fast in Vergessenheit.

Der bekannteste Findling der Düwelsteine:
Der Düwelstein von Großkönigsförde Schleswig-Holstein ca. (200 t)

Die Sage der Teufelssteine
Der Sage nach hat sich aber alles ganz anders zugetragen, und zwar so: Einst machte der Teufel sich auf nach Aachen um den Dom, den Karl der Große errichtet hatte, zu zerstören. Dafür hatte er alle großen Findlinge im Land zusammengesucht und trug diese in einem Sack auf dem Rücken bei sich. Auch für den Teufel war es eine schweißtreibende Angelegenheit und so schleppte er sich unter der Last mühsam weiter. Bei Heiden begegnete ihm ein Schuster der 12 Paar verschlissene Schuhe auf dem Rücken trug. Der Teufel fragte ihn wie weit es denn nach Aachen sei. Der Schuster aber hatte den Teufel an seinem Pferdefuß erkannt und antwortete daraufhin: "Ich komme geradewegs aus Aachen, die Schuhe die ich auf dem Rücken trage habe ich von dort bis hier hin verschlissen!" Da fluchte der Teufel ganz fürchterlich und schüttelte sich vor Zorn, so dass die Felsbröcke aus seinem Sack zur Erde fielen und der Boden unter den Füßen des Schusters zitterte und bebte.

Ferner wird erzählt das niemand die Steine zählen kann und das niemand die Steine ohne Schaden entfernen oder zerstören kann. Einmal soll sich ein Bauer einen flachen Deckstein genommen haben um ihn als Platte für seinen neuen Backofen zu verwenden. In der folgenden Nacht zur Geisterstunde entstand im ganzen Haus ein furchtbares Poltern und Lärmen, sodass die Tiere im Stall verrückt spielten. Am folgenden Tag fand man den Backofen eingestürzt und den flachen Stein wieder an Ort und Stelle bei den anderen Teufelssteinen.


Logbedingungen
1.) Beantwortet folgende Fragen:

- Granit besteht aus? (1.F.../2.Q.../3.G.....)
- Wie nennt man alte Geschiebemergel noch? (mit T / 6 Buchstaben!)


2.) Es wäre schön wenn ihr ein Foto von Euch oder eurem GPS am Infoschild dem Log anhängen würdet.

3.) Schreibt die Antworten hintereinander durch und schickt sie an (alleAntworten)@gmx.de In den Betreff schreibt ihr bitte euren Teamnamen und welche "Kultur" auf dem Infoschild beschrieben wird. Mit der richtigen Antwortmail bekommt ihr noch die Möglichkeit unseren Earthcache Geocoin zu discovern falls ihr mögt....
Ü=ue Ä=ae usw.!

BEISPIEL FÜR DIE EMAIL: fassquarkgoldton@gmx.de

Wenn Eure Antworten richtig sind, erhaltet ihr umgehend eine Logfreigabe!




English description

Düwelsteene - or also known as Teufelsteine (devil stones). They are the towns landmark of the small city Heiden and the southernmost stone-chamber-graves in germany.

From where do the stones come from?
The building material of the stones (here granit) is from the devil-Saale ice age (145,000 years) - defined more precisely, from the estate of more than 100 m thick layer of ice that had at that time our Germany moved from the north. At its north-south spread had this huge mass of ice from their ground downright planed smooth and leveled and dragged it all that stood in its path. Thus, the multi-colored pebbles, cobbles and boulders of gneiss, granite, quartzite and other rocks with the ice from Scandinavia have traveled here with us. The geological name for this rock material "debris". After the melting of the ice was the stone cargo on the spot or was shuffled together of the often torrential meltwater streams into thick gravel packages. And it is precisely these geological processes due to the large boulders of Devil's Stone, their presence at us. Much later - during the New Stone Age some 4,000 years ago - the powerful, up to 7 tons in weight and the weight of the ice round cut stones our ancestors were very welcome. She added together to form a stone chamber grave of about 21 meters in length and 1.70 meters wide - with a technique that was then common in Northern Europe: The boulders were first on log rollers to the "construction site" made it. There you have aligned the stones with the use of wooden levers and muscle power. For the roof of the stone chamber tomb builders sought to large, flat stone slabs. In order to make up, they poured in around the open grave plant a slope of sand and earth. In this way, finally, a grave chamber was closed with an inner cavity of about five feet. Between the second and third stone wall on the south side of the grave was a narrow entrance opening for the burials. The devil stones were used for a long time as a collective grave. It contained the remains of a number of burials. The dead had been given food supplies in artistically shaped and decorated pottery. Shards findings from the recent past demonstrate this. Where exactly lived the builders of the devil stones and have stayed there is unknown. What has been discovered but is this: They were farmers who lived in rectangular houses and posts built on wheat and barley. The scientists have concluded from finds in the vicinity of other giant stone tombs.

Let us turn to the formation of boulders:
A glacier as a solid body sorted, not the material (moraine), which he carried. This is true both for the removal, transportation and for the deposition (sedimentation). The removal of large rock fragments, either by the inclusion of already loosened stones when it passes over the glaciers or by the freezing and breaking out of blocks at the glacier base. The latter occurs primarily at „Slope in the lee“ of glaciated knobs. As a solid body, it is easily possible to move the glacier to material from the minimum particle size of clay minerals, to chunks of over a thousand tons of mass. Deposits, which are sold directly by the ice are unsorted and mostly jumbled. In German-speaking countries has been enforced for the term glacial till. The glacial till does contain significantly more fine material (clay, silt, sand and gravel), but always come before larger and large stones. From a boulder is called but only if it can be seen on the surface. Boulders found in the Scandinavian ice area, usually within ground moraine, are part of the formal vocabulary of Glacial Series. You can also occur in other elements of the glacial series, such as a remnant in melting sands.

Boulders as a problem of science:
In the science of the 18th Century that the Earth since its creation as a largely static watched, were rock blocks that were found in areas from which they derive geologically could not be a problem. From ca.1750 geologists are employed with the question of the forces that the boulders could travel such a long way, for example, from Scandinavia in the North German plain from the Alps and the Alpine foothills. Fanciful explanations, such as giants, who had thrown the stones were no longer accepted in the Age of Enlightenment. Were taken into account volcanic processes, the dead-ice depressions have been interpreted as a crater. 1787 had indeed been the Swiss politician and local historian Friedrich Bernhard Kuhn suspected as the cause of glacial activity, including the Scottish geologist James Hutton had expressed the view, but the idea of a glaciation of large parts of Europe opposed the then world view. Therefore, the term was coined erratic block, as the stone apparently wandered (Latin errare = wander, roam) was. The term ice age was not yet coined. One could imagine more that the huge rocks were worn at the flood, or other flood disasters on ice floes from the north to their present sites in northern Germany. The boulders in the foothills of the Alps could also be due to large water masses of the Alpine peaks to reach far into the foothills, so we suspected. The thesis that once the glaciers large parts of the Alps and parts of northern Europe were covered, was established in 1822 by Ignaz Venetz. From the year 1835 went to the German naturalist, geologist and botanist Karl Friedrich Schimper with lectures about the problem of foundlings and his ideas about a "Winter World" by Germany and Switzerland, and coined the term ice age. The problem of transport of the boulders from the ice of the slow-moving glaciers could be regarded as solved. It was not until the 1870s, prevailed until the theory of ice ages. The contribution Schimper, who wrote no books, but had made only verbal reports or short letter came, it almost into oblivion.

The most famous boulder Düwel of stones:
The Stone of Düwel Großkönigsförde Schleswig-Holstein approximately (200 tons).

The legend of the devil stones:
According to the legend but has all happened quite differently, like this: A long time ago,, the devil was on his way to the cathedral in Aachen, which Charles the Great had built, to destroy. For this he had collected all large boulders in the country, and carried them in a sack on his back on him. Also for the devil, it was a sweaty affair, so he dragged himself with difficulty on under the load. For pagans he met a cobbler of the 12 pairs of shoes worn on his back. The devil asked him how far it is because to Aachen. The cobbler, however, had recognized the devil on his cloven hoof, and then replied: "I come straight from Aachen, the shoes I wear on my back I'm worn out from there to here!" Then the devil cursed with almost frightening, and shook with anger, so that all the boulder from his bag fell to the ground and shook the ground under the feet of the shoemaker and trembled. It is also told that no one can count the stones and no one can remove the stones without damage or destroy. Once, a farmer should have taken a flat capstone to use it as a plate for his new oven. The following night at midnight the whole house was a terrible rumble and noise, so that the animals in the house went crazy. The next day they found the oven collapsed and the flat stone back in place with the other devil stones.

Log condition
1.) Answer the following questions:

- Granit composed of? (1.F.../2.Q.../3.G.....)
- Antother description for old boulder clay ? (with t, and for the mail at the end without an e)


2.) If you want take a photo of you or your gps at the info-shield

3.) Write the answers in a line and send it to (allanswers)@gmx.de Please write your team name in the subject and which "culture" is written on the info shield.
german Ü=ue Ä=ae ...

EXAMPLE OF THE EMAIL: FassQuarkGoldTon@gmx.de

If your answers are right you will directly receive the log approval!

Additional Hints (Decrypt)

Dhryyra: Hav Obpuhz, Jvxvcrqvn, Fgnqg Urvqra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)