
Schweinekrieg

An diesem Ort fand am 04. Oktober 1668 eine
wüste Schlägerei zwischen den
Eldingern, Bargfeldern, Metzingern und Steinhorstern statt, bei der
sogar ein Mann zu Tode kam.
Es war der Höhepunkt eines jahrelang schwelenden Streites um die
Hut- und Weide-
rechte im Steinhorster Forst.
Die umliegenden Dörfer Eldingen, Metzingen, Bargfeld und Oesingen
trieben seit Jahrzehnten ihre Schweine zur Mast in den Steinhorster
Wald.
Sie genossen ein Gewohnheitsrecht.
Andersherum war es den Steinhorstern untersagt zur Schweinemast
andere Wälder als den eigenen zu nutzen. Das führte zunehmend zu
Unmut, denn die Steinhorster hatten ja auch ihre Schweine zu
versorgen. 1661 trieben sie wutentbrannt und mit Gewalt die
Oesinger Schweine aus ihrem Wald:
„Am Abend vor Michaelis und selbst
am Morgen dieses heiligen Festtages haben sie mit Äxten und Beilen
bewaffnet mit Gewalt die Oesinger Schweine aus dem Steinhorster
Holz gejagt und geschlagen, so dass deren etliche verwundet und
etliche krank liegen und nichtfressen
wollen.“

Eine Klage beim Amte Gifhorn wegen der
Mastberechtigung brachte keinen Erfolg.
Als die Eldinger abermals am Morgen des 04. Oktobers 1668 ihre
Schweine in das „Balken“ genannte Waldstück brachten,
kamen die Steinhorster und vertrieben die Schweine aus dem Wald.
Daraufhin versammelten sich die Eldinger, Bargfelder und Metzinger
und zogen bewaffnet mit langen Stöcken, Prügeln, Steinen in den
Taschen‚ mit Beilen und Hellebarden in den Wald.
Ganz Steinhorst stand ihnen gegenüber. Es kam zu einer blutigen
Auseinander-
setzung, bei der Jürgen Gaes aus Steinhorst zu Tode
kam.
Der den Leichnam untersuchende Feldscher
Schmidt stellte fest:
„Gaes habe an der rechten
Schädelseite einen solchen Schlag abbekommen, dass der Hirnschädel
fast einen Daumen dick eingedrückt sei und man mit dem Daumen in
den Schädel hineinfühlen könne. Das rechte Auge sei aus dem Kopf
getreten und von dem geronnenen Blut ganz schwarz gewesen. In der
Mitte sei der Hirnschädel ganz entzwei
gewesen.“
Der tatverdächtige Jürgen Michels aus
Eldingen wurde aufgrund der unterschiedlichen Zeugenaussagen am 09.
November 1668 aus der Untersuchungshaft entlassen.
330 Jahre nach dem Streit - 1998 - schlossen die Gemeinden Eldingen
und Steinhorst offiziell Frieden. Die Künstlerin Marion Gülzow
veranstaltete anlässlich des Friedensfestes eine Fotoaktion:
Jeweils ein Eldinger und ein Steinhorster Bürger begegneten sich
hier im Papenbergsgehege und bildeten ein Paar, das für ein Foto
auf einem weißen Stuhl als Friedenssymbol posierte.
Dauerausstellung der
Fotoinstallation ist zu besichtigen im Gasthaus
Bangemann in Bargfeld (während der Öffnungszeiten; Montag
Ruhetag)
Verwendete
Quellen:
- Gutsarchiv v. d.
Wense.
In: Samtgemeindearchiv Lachendorf, L2 Nr. 88, 94,
159
- AdoIf Meyer: Kampf um Hüt-
und Weiderechte auf dem "Balken" bei Steinhorst.
In: Sachsenspiegel (Cellesche Zeitung)
Dieser Grenzstein Nahe des Caches kennzeichnet sowohl die Grenze
zwischen den Gemeinden Eldingen und Steinhorst als auch den
Grenzverlauf zwischen den Landkreisen Celle und Gifhorn.
Ihr müsst natürlich im Landkreis Celle suchen.
Vor Ort habt ihr noch eine kleine Aufgabe zu lösen damit ihr
loggen könnt.
Wer aber aufmerksam gelesen hat, sollte damit keine Probleme
haben.
Bitte lauft zum Cache nicht querfeldein, benutzt die Wege. Gerade
in der Dämmerung besteht Gefahr durch Wild und dessen Jägern.
Um die Dose zu bergen müsst ihr natürlich schon den Weg verlassen;
sie liegt aber nicht weiter als ca. 6 m vom Weg aus in den Wald
hinein.
Da die KOs unter den Bäumen sehr schwanken beachtet die
Spoiler-Info.
Auf den Erstfinder wartet eine FTF-Urkunde.