Grundwasser im hessischen Ried
The Ried's soil mostly consists of sand and loess, rain quickly
drains and is stored in the ground. Due to massive exploitation of
the groundwater beginning in last century's sixties to provide
drinking water to the larger cities in the north (Wiesbaden,
Frankfurt) and due to the canalization of the local rivers (like
the river Rhein), the level of groundwater declined and poses risks
on the region.
Woods die, and quite a lot of buildings show settlement cracks
(e.g. in Heppenheim). It is a major task of local government to
balance the exploitation of water and the risks that are
implied.Since the nineties, water re-infiltration had been started
and successfully helped to increase the groundwater level.
A few meters to the west from the informational sign, you find a
shallow trench that contains water for infiltration - if there is
any...
Das hessische Ried ist eines der trockensten Gebiete Deutschlands.
Geologisch betrachtet ist das Hessische Ried ein Teil des
nördlichen Oberrheingrabens mit tertiären und quartären
Ablagerungen. Es wird im Osten durch den Odenwald und den
Sprendlinger Horst, im Westen vom Rhein und im Norden vom Main
begrenzt. Die südliche Grenze bildet die Landesgrenze zu
Baden-Württemberg. Das Hessische Ried erstreckt sich über eine
Länge von 60 Kilometer und eine Breite von 15 bis 20 Kilometer und
umfasst dabei eine Fläche von circa 1100 Quadratkilometern.
Wasserwirtschaftlich bedeutsam sind die über den sehr mächtigen
pliozänen Schichten liegenden sandigen bis sandig-kiesigen
Lockergesteine, die sehr gut wasserdurchlässig sind. Man spricht
von einem ergiebigen Porengrundwasserleiter. Geologisch interessant
sind auch die so genannten „Altneckarschlingen“, die
den ehemaligen Flusslauf des Alt-Neckars und Rheinrandflusses
beschreiben, der sich an der Bergstrasse entlang bis hin zur
Mündung in den Rhein in der Nähe von Trebur durch das Hessische
Ried geschlängelt hat. Für die natürliche Grundwasserneubildung im
Hessischen Ried sind vor allem die Niederschläge, aber auch die
unterirdischen Zuflüsse aus dem Odenwald sowie die Infiltration
oder Exfiltration der natürlichen Fließgewässer entscheidend. Dabei
sorgen die gute Wasserwegsamkeit des Untergrundes und das geringe
Gefälle zum Rhein für den nassen Ursprung der Region. Neben den
typischen, kargen Riedlandschaften findet man jedoch auch
großflächige Riedwälder. Diese können aufgrund der hohen
Wasseraufnahmefähigkeiten des Bodens existieren - der Riedboden
besteht aus Sand und Löß. Wasser kann schnell versickern, hohe
Mengen können als Grundwasser gespeichert werden.

Hydrogeologischer Querschnitt hessisches Ried - angelehnt an:
Hydrogeologische Kartierung und Grundwasserbewirtschaftung Rhein-
Neckar-Raum 1980
Durch die Eingriffe des Menschen kam die natürliche Balance aus
dem Gleichgewicht; sehr hohe Wassentnahmen durch die lokalen
Wasserwerke, die zur Trinkwasserversorgung für die nördlichen
Großstädte Wiesbaden und Frankfurt sicherstellen, sowie durch die
Bereinigung und Kanalisierung der Flüsse und Bäche kann der Boden
wesentlich weniger aufnehmen, als entnommen wird. Diese seit den
Sechzigern des 19. Jahrhunderts herrschende Situation führte zu
einer enormen Abnahme des Grundwasserspiegels in der Region. Folge
waren und sind absterbende Wälder und hohe Schäden durch Setzrisse
an Gebäuden. U.a. in Heppenheim kann man hier drastisch die
Auswirkungen des Raubbaus erkennen. Die Schäden an Gebäuden,
Straßen und Wegen entstehen durch abgesunkene Grundwasserstände und
die Entwässerung setzungsempfindlicher Schichten im
Ried-Untergrund.
Seit den 90er Jahren wird nun gegengesteuert. Durch gezielte
Wasserversickerung konnte der Grundwasserspiegel wieder maßgeblich
erhöht werden. Die typischen Riedtümpel, Grundwasseransammlungen an
der Oberfläche, die vor einigen Jahrzehnten noch überall im Ried
existierten, findet man jedoch nur noch selten.
Das von seinem Ursprung nasse Hessische Ried hat im Laufe der
Zeit einen Wandel von der Natur- zur Kulturlandschaft durchlaufen,
der in vielen Bereichen unumkehrbar ist. Zukünftig werden
raumbedeutsame Vorhaben weitere Veränderungen mit sich bringen.
Umso wichtiger ist es, bei der Planung großer und kleiner Vorhaben
die wasserwirtschaftliche Historie des Hessischen Rieds nicht aus
dem Auge zu verlieren und einen Ausgleich zwischen den Bedürfnissen
der Bürger und naturräumlichen Gegebenheiten zu finden. Eines darf
man dabei nicht vergessen: Das Hessische Ried ist trotz aller
technischen Umgestaltung und Urbanisierung immer noch eine
Landschaft, die vom Wasser geprägt wird.
Einige Meter westlich des Informationsschildes findet Ihr einen
Versickerungsgraben.
The Quest / Eure Aufgabe
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