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Hallescher Adventskalender 2012 #5 - Saafnlob Traditional Cache

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ApproV: Da es hier seit Monaten keinen Cache zu finden gibt, archiviere ich das Listing, damit es nicht mehr auf den Suchlisten auftaucht bzw. neue Caches blockiert. Falls du den Cache innerhalb der nächsten drei Monate reparieren oder ersetzen möchtest, schreibe mir bitte per E-Mail. Sofern der Cache den aktuellen Guidelines entspricht, hole ich ihn gerne wieder aus dem Archiv.

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Hidden : 11/24/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Pünktlich zur schönen Weihnachtszeit,

halten wir für euch eine Überraschung bereit!

Dieser Kalender soll euch begleiten,

durch des Jahres besinnlichste Zeiten.

An jedem Tag ein Türchen aufgeht,

dahinter ein neuer Cache bereit steht.

In der Heide werden sie sich reihen,

und ein Symbol in der Landschaft übrig bleiben.

So führen wir Owner euch durch's Gehölz,

zum Halleschen Adventskalender 2012!

Wir wünschen euch ein frohes Fest,

viel Spaß beim Cachen und all dem Rest ;).




Da das GPS im Wald recht ungenau sein kann, beachtet bitte den Hint.



Stephan Dietrich (* 17. Februar 1898 in Eibenstock; † 8. Mai 1969 in Hohenlimburg) war Lehrer und Heimatdichter im Erzgebirge. Sein Spitzname war Saafnlob. Er schrieb Lieder, Bücher mit Erzählungen und Gedichten, Aufsätze und Festschriften, meist in Mundart. Selbst als Theater - und Hörspielautor war er äußerst erfolgreich und hat sich so über die Grenzen des Erzgebirges einen guten Namen gemacht.

Mein liebstes Buch von ihm ist "Das lustige Buch der Erzgebirger". Dies wurde sogar von einem der bekanntesten Künstler der "Leipziger Schule" illustriert - Wolfgang Mattheuer.
Es wird bei uns meist zur Weihnachtszeit aus dem Schrank geholt, denn damit ist ein lustiger Abend mit der Familie garantiert.
So möchte ich euch daran teilhaben lassen und stelle hier eine der zahlreichen Geschichten vor:



Is Geschlingk
Wißt ihr Leit, wos mir Arzgebirger e Geschlingk haaßen? Nu do muß iech eich e schiene lustige Sach erzöhln. Se is schu lang har passiert. Su benn alten Röder seiner Zeit in Hannsgörgnstadt. Dos ka esu vür fuchzig Gahrn gewaasen sei. Do labet dr Ziegner-Gulius, e tüchtiger Tischler vun Proffessiu. Dar hot immer für sei Fraa de Eikaaferei für dr Wirtschaft salber versorgt, wall ar dacht, sei Fraa könnt ze viel Gald ausgaabn. Emol saat sei Fraa zu ne:
„Alter, morgn is Sunntig. Gieh zum Flaascher un hol ewos, sinst gibt’s morgn nackite Ardöppeln.“
Nu dos wollt dr Gulius nett. Ar gung geleich zum Reichnbach-Flaascher, saat:
„Gelückauf, un gab mir emol eweng Flaasch für morgn.“
„Ja“
, maanet dr Reichnbach, „wos willst de denn für welchis?“
„Nu“, saat dr Gulius, „dos is egal, wos de nu do host.“
“Host de schu emol Geschlingk gassen, Gulius?”
„Naa“, saat dar „dos kenn iech nett. Wos is dä dos für Zeig?“
Do saat dr Flaascher: „Do hängt ans. Guck dirsch när emol richtig a. Allis, was vun dr Gorgel a nein Hals zu hängt, vür alln de Lung, dos haaßt e Geschlingk.“
„Hm“, maanet dr Gulius, „ober su wos hot mei Alte noch nett gemacht. Wie werd denn dos agericht?“
„Nu ganz aafach“, saat dr Flaascher. „Erscht werd’s gewaschen, nort allis in klaane Wörfeln geschnieten un eigesalzn und gepfaffert, un nort kumme noch de Gewörz na: Neiwürzkörner, Kümmelkörner, Lorberrblätter, brauner Pfafferkuchn, doß e gute Brüh werd …“
„Här auf“, saat dr Gulius, „wär söll dä dos allis merken! Schreib mirsch när eweng auf.“
Dr Flaascher suchet nooch eweng Schreibpapier, fand ober kaans.
Do saat dr Gulius: „Mach kaa setts langs Gesuch. Do schreib’s geleich mit Kreide of mei Laaderhus.“ Un do derbei recket ar is Baa hi.
Dr Flaascher hot nu allis draufgeschriebn. Dr Gulius hot dos Geschlingk eigewickelt, en Bindfoden drümgemacht, un wall’s e gruß Packel war, gleich nan Spazierstock gehängt und dan Stacken mitn Packl über dr Achsel getrogn. Ar machet nu lustig dr Stroß no, eham zu. An dr Eck bei dr Apethek, do stund ne Färschter Arend sei Gogdhund. Dar gucket su dumm vun dr Seit un schnuppert of aamol.
„Hm“, lachet dr Gulius, „dos töt dir passen, mei Geschlingk frassen. Iech waß ober salber noch nett, wie’s schmeckt, mei lieber Hund.“
Ober dar Hund tat als verstieht ar dos nett und machet sich langsam hintern Gulius har. Wie darsch weißkrieget, saat ar: „Mach dich ja föder, sinst …“ Dr Hund dreht ne Kopp nooch dr annern Seit un blieb stieh. Is hot ober nett lang gedauert, do machet ar wieder hinterhar. Wenn dr Gulius fix geloffen is, is dr Hund aah gerennt. Machet dr Gulius langsam oder blieb stieh, stand dar Hund aah wie ageworzelt. Dos gung nu e ganze Weile fort, bis dar Hund die Verolberei sootkrieget.

An dr alten Magezine, do fatzet ar of aamol ofn Gulius lus – un in Momang hatt ar aah schu is Geschlingk in dr Gusch un rennet fort. Dar Gulius stund erscht ganz bedeppert do, nort nohm ar senn Spazierstacken vun dr Achsel, an dan när noch de Gorgel vun dan schinn Geschlingk hung un bläket:
„Verdämmts Sauviech, gibst de geleich mei Geschlingk wieder har?“
Ober dar Hund hot när gelacht un katschet drüm an dr Eck dos schiene waache Flaasch. Wenn dr Gulius ball an ne dra war, do nahm dr Hund allemol is Flaasch auf un rennet fort bis zr nächsten Eck. Dort gung de Katscherei wieder lus. De Leit of dr Stroß hamm sich ball ze Tud gelacht, wie dr Gulius immer hinterhaar gefatzt is. Dos gung ball dorch alle Stroßen vun Hansgörgnstadt, bis dr Hund is letzte Bröckele gefrassen hatt. Do hot dr Gulius vür Wut geheilt. Ar speiet in de Händ un wischet dos Rezept vun dr Laderhus weg un saat:
„Du verdammts Hundsviech, hoste mei Geschlingk gefrassen, brauchste aah nett ze wissen, wie’s agericht wird.“


Quelle: Stephan Dietrich; Das lustige Buch der Erzgebirger:Anekdoten, Schnorken und andere heitere Geschichten, VEB Friedrich Hofmeister Leipzig (1954).

Additional Hints (Decrypt)

fhpug orvz xyrvara Svpugraunva Fpuyüffry vfg va qre Aäur

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)