Der Beelzebub im Großen Holz
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Am Fuße eines Baumes:
die Erfüllung Deines Traumes.
Der Baum hat ein Geschwür-
ich kann da auch nix für!
Den richtigen Baum hast Du erkannt,
wenn an ihm ist ein Draht gespannt.
Den Draht jedoch, den sieht man kaum-
ist dünn und zwei Meter hoch im Baum.
Der Cache
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Der Cache ist eine Pfeifentabakdose, ca 10 cm Durchmesser, Deckel rot. Aber Vorsicht: Nicht direkt sichtbar. Du musst zuerst etwas bewegen. Wenn Du hochnäsig an die Sache heran gehst, wirst du scheitern... ;-)
Der Inhalt (Starter Pack):
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- Ein Logbuch
- zwei Holzstifte, bunt
- Radiergummi
- einige kleine Überraschungen, deren Auflistung dem Erstfinder obliegt (um die Spannung nicht zu verderben ;-)
Der Weg zum Ziel:
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Der Cache ist über mehrere Weg-Varianten erreichbar. Bei guter Wegwahl musst Du nur für die letzten ca. 50m den Weg verlassen (fester Waldboden), bei schlechter Wegwahl (die vermeintlich "bequeme Variante") etwas länger und schmutziger.
Mit dem Auto:
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Historisch interessierte und alle, die sich gruseln wollen, parken am Distelhäuser Muggelfriedhof (in Distelhausen Richtung "Sportplatz" und dann über die Brücke, links und noch ca 400m weiter; man fährt direkt drauf zu). Dort steht die Wolfgangskapelle, die hier auch eine Rolle spielt (siehe unten). Vom Parkplatz aus siehst Du eine steile Steintreppe. Die gehst Du hinauf und über die Brücke (Bahnüberführung). Und jetzt einfach den Berg hoch. Ganz hoch. Die kürzeste Variante führt Dich direkt an einem Hühnerstall vorbei und hat eine Länge von ca 2km.
Alternative für Einheimische:
Auch über Dittwar oder Oberlauda (jeweils übers Wetterkreuz) erreichbar.
Mit dem Fahrrad (MTB):
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...wie mikt dem Auto, nur dass Du natürlich nicht am Friedhof parkst. Bis auf die letzten 50m (und auch die sind machbar) ist alles problemlos über absolut MTB-geeignete Wege und schmale Pfade befahrbar, die Treppe am Friedhof kann umfahren werden (Weg brechts davon).
Tipp: Wenn du den Cache gefunden hast, fahre weiter im Wald Richtung Autobahn. Viele verschlungene, schmale Pfade warten auf Dich!
Historischer Hintergrund:
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Der Ort, an dem der Cache versteckt ist, hat eine gruselige Geschichte: Nach regionalen, mündlichen Überlieferungen (ich bekam die Geschichte als Kind häufig von meiner Urgroßmutter erzählt) soll dort im Jahre 1573 der Einsiedler und mehrfache Kindsmörder Herrmann Beelz von einem rasenden Bauernmob erschlagen und anschließend verscharrt worden sein.
Herrmann Beelz war das einzige Kind der im Dorf als Butterhexe verschrieenen Beelz-Hex´. Die Beelz-Hex´ war alleinstehend, ihr Kind Herrmann ein Bastard. Angeblich war der Beamte Philipp von Riedern der Vater von Herrmann Beelz. Dies konnte aber nie wirklich bewiesen werden.
Herrmann Beelz, von Geburt an im Dorf in Anspielung auf seinen Namen als Beelzebub (=Teufel) diffamiert, zog sich nach dem Hexentod seiner Mutter mit 16 Jahren in die Wälder zurück und lebte da fortan als Einsiedler. Er lebte von der Hühnerzucht und dem Verkauf des Fleisches auf dem Markt. Zu dieser Zeit verschwanden in den umliegenden Dörfern immer wieder spurlos Kinder.
Im Sommer 1573 wurde Herrmann Belz dabei beobachtet, wie er der 10 jährigen Magda Bechthold, die gerade aus der Wolfgangskapelle vom Beten kam, an der Tauber auflauerte, sie überwältigte, in einen großen Sack steckte und mit ihr in Richtung seiner Einsiedelei verschwand.
In kürzester Zeit bildete sich im Dorf ein Mob vor Wut rasender Bauern , die sich mit Knüppeln und Sensen auf den Weg zum Beelz-Hof machten. Beelz hörte den herannahenden Lynchmob und floh quer über den Berg. Am Standort des Caches wurde er vom Mob gestellt und mit Knüppeln und Sensen erschlagen. Er wurde an der Stelle seiner Ermordung im Waldboden verscharrt. Es heißt, dass alle Bäume, an die Beelz´ Blut spritzte, kurz danach gräsliche Geschwüre an diesen Stellen bekamen und dies seitdem allen Bäumen so ergehe, die dort wuchsen.
Als der Mob den Beelz-Hof betrat, muss sich ihm ein Bild des Grauens geboten haben: Bestialischer Gestank schlug ihnen entgegen. Im Haus wimmelte es vor Fliegen und Maden. Überall fanden sich die sterblichen Überreste von sieben Kindern, teils nur noch die säuberlich vom Fleisch getrennten Knochen, teils mit verwesenden Fleischresten. Offenbar hatte er das Fleisch der Kinder gegessen und als Hühnerfleisch auf den umliegenden Märkten verkauft.
In einem tiefen Graben unmittelbar neben dem Hof fand man die Knochen von mindestens neun weiteren KIndern und Jugendlichen.
Hühner gab im Hof übrigens keine, nur einen Ziegenbock.
Die gefundenen Überreste der Kinder wurden in einem Massengrab unmittelbar neben der Wolfgangskapelle begraben.
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* Der Sage nach muss Herrmann Beelz seitdem Nacht für Nacht seinen Fluchtweg von seinem Hof zur Stelle seines Todes unaufhörlich ablaufen. Wer ihm begegnet, wird von ihm in seinen Sack gesteckt und bleibt für immer verschwunden.
Der Ort seiner Ermordung und der ehemalige Standort seiner Einsiedelei seien verfluchte Orte, die gemieden werden sollten.
* In den Kirchenbüchern der umliegenden Dörfer wird zwischen 1546 und 1573 überdurchschnittlich häufig von spurlos verschwundenen Kindern und Jugendlichen berichtet...
* Im Zuge des Baus der nahegelegenen Autobahnbrücke (A81) wurden bei Erdarbeiten am Westende der Brücke in einer Mulde am Hang die Gebeine von mindestens 12 Kindern gefunden. Die Knochen wiesen Biss- und Feuerspuren auf. Sie wurden auf das mittlere 16. Jahrhundert datiert...
* 1633, als das Taubertal unter schwedischer Besatzung stand, wurde von den Schweden am taktisch günstigen ehemaligen Standort des Beelz-Hofes ein Wachposten errichtet. Alle 10 dort stationierten Soldaten sollen nach wenigen Tagen "toll geworden" sein und hätten sich gegenseitig bestialisch ermordert.
Auch spätere, diverse Wiedernutzungsversuche dieses Ortes
sollen allesamt in Katastophen geendet haben.
* Unter der hier angegebenen URL gibt es einige Fotos vom ehemaligen Standort des Beelz-Hofes, der Aussicht von dort ins Taubertal und vom Ort seiner Ermordung (=Standort des Caches!)
Additional Hints
(Decrypt)
Reserh´ qra Fgrva qre Jrvfra
haq ynff vua xhem ireervfra.