12 Apostel und Judas im Thüringer Wald
Die Zwölf Apostel und Judas sind eine Felsformation im Kanzlersgrund. Östlich von Oberschönau säumen die 13 Felstürme der "Zwölf Apostel" den Hang des Kanzlergrundes.
Der in Südthüringen gelegene Kanzlersgrund schließt das Gebiet ein, welches sich westlich von Oberhof bis nach Oberschönau erstreckt, es ist eines der schönsten Täler desThüringer Waldes.
Hier hinterließen Vulkane beeindruckende Felsen aus Porphyr.
Geologie
Der Thüringer Wald gehört zu den bedeutenden Regionen erdgeschichtlicher Entwicklung in Deutschland. Dies belegt nicht nur die Vielzahl nachgewiesener Gesteinsarten aus mehr als 600 Millionen Jahren Erdgeschichte, sondern auch eine mehr als 200-jährige Geschichte der Erforschung von Überresten der Tiere und Pflanzen (Fossilien) aus den Zeitabschnitten Ordovizium, Silur, Devon, Oberkarbon, Unterperm (Rotliegend) und Zechstein.
Der Thüringer Wald gehört zu den zahlreichen Mittelgebirgen in Zentraleuropa. Er ist in den letzten 100 Millionen Jahren der Erdgeschichte im Mesozoikum und Känozoikum entstanden. Der Thüringer Wald stellt einem Nordwest-Südost gerichtete tektonische Bruchscholle dar, mit einem Hebungsbetrag von ca. 2000 m gegenüber dem Thüringer Becken. Der Höhenunterschied zwischen dem Kamm des Thüringer Waldes und dem Thüringer Becken ist heute allerdings um vieles geringer durch die Verwitterung und Abtragung der Gesteine. Dadurch liegen die älteren und tieferen Schichten der Erdformation aus dem Unterperm im Gebirge frei.
Der Kamm des Thüringer Waldes erhebt sich heute etwa 300-600 m über seine Gebirgsvorländer und seine Bruchscholle ist maximal 20 km breit.
Als Folge der Abtragung liegen die Gesteine des Rotliegenden (Bergmannsbegriff) aus der Zeit des Perms (vor ca. 250 Millionen Jahre) frei. In dieser Zeit war das Gebiet ein Feuer speiender Vulkan.
In den aufsteigenden Lavaströmen bildeten sich Gasblasen, die heutzutage als Drusen in den älteren Porphyrschichten zu finden sind. Ihre Einschlüsse enthalten verschiedene Quarzvarietäten wie Bergkristall, Achat oder Amethyst.
Die sogenannten Oberhöfer Schichten bestehen aus Porphyr (älterem und jüngerem Quarzporphyr), nachträglich verfestigten vulkanischen Auswürfen.
Für jeden geologisch interessierten Besucher bietet der Thüringer Wald günstige Aufschlüsse an unzähligen Felsen in den oft tief in den Untergrund eingeschnittenen Tälern. Für Fossil- und Mineralsammler sowie Naturfreunde gibt es hier viel zu entdecken.
Der Begriff Porphyr ist dem Altgriechischen entlehnt und bezieht sich auf die violette Farbe, die das Gestein aufzeigen kann.
Eigenschaften
Als Porphyr wird ein Gesteinsgefüge von Gesteinen magmatischen Ursprungs bezeichnet, es gelangte mal als flüssige Schmelze zur Oberfläche. Die Besonderheit sind Einsprengsel von Quarz, Glimmer und Feldspat in der Grundsubstanz. (Bei reinem Porphyr fehlt der Quarz fast vollständig).
Bei der Erkaltung kam es zu feinen Rissbildungen, die dem Fels plattige und säulige Formen verleihen.
Mit stärkerer Rissbildung neigt das Gestein zu Brüchigkeit. Was bei dieser Felsformation der Fall ist. Griffe und Tritte werden vorwiegend von horizontalen oder geneigten Flächen gebildet. Die Reibung ist recht gering. Feuchtigkeit hat keinen Einfluss auf die Festigkeit des Gesteins, vermindert aber die ohnehin schlechte Reibung noch wesentlich.
Entstehung
Porphyr entsteht in mehreren Vorgängen.
Zunächst kristallisieren Frühkristalle wie bspw. Feldspäte und Quarze in der Erdkruste aus der flüssigen Gesteinsschmelze aus. Gelangt das Magma an die Erdoberfläche, kühlt die Schmelze aufgrund der geringeren Temperatur der Atmosphäre schnell ab und erstarrt. Um die bereits vorhandenen Kristalle bildet sich so eine feinkörnige Matrix.
Alternativ kann diese Entwicklung auch nur im Erdinneren von stattengehen. Im ersten Schritt kristallisieren wie bereits erwähnt Minerale mit den höchsten Schmelzpunkt aus. Im Laufe von Millionen von Jahren kann das umgebende Magma ebenfalls erkalten, so dass sich porphyrische Komplexe bilden.
Nun macht euch auf zu einer wunderschönen Wanderung. Nach Oberschönau befindet sich der Parkplatz ca. 500m links hinter dem Ortsausgangsschild. Von hier aus folgt dem ausgeschildetem Wanderweg bis zum Aussichtspunkt der 12 Apostel. Von hier genießt erst einmal den herrlicher Rundblick auf das Umland und den Kanzlersgrund.
Trotz der großen Vielfalt an interessanten Dingen möchten wir bitten, dass aus Sicherheitsgründen ein Verlassen der Wege verboten ist.
Bitte beantwortet folgende Fragen:
1. Wie nennt man in der Fachsprache vulkanische Auswürfe?
2. Beschreibe kurz die Farbe und Struktur des Felsen links neben dem Aussichtspunkt.
3. Fotos – als Ergänzung zu den Aufgaben sind wieder erlaubt und von uns als Logbedingung gefordert. Bitte ladet ein Foto mit euren CACHERNAMEN auf einen Zettel oder gern auch von euch und im Hintergrund die wunderschöne Aussicht am Fotopoint in eurem Onlinelog hoch.
Die korrekten Antworten gelten dann als Logberechtigung!
Schickt eine Mail mit euren Antworten an sissifalke1@gmail.com
Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen, falls etwas nicht in Ordnung ist, melden wir uns.
Ihr braucht nichtunsere Logfreigabe abwarten!
Wir wünschen euch ganz viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise!
Hat euch eure Reise gefallen, freuen wir uns natürlich über einen Favoritenpunkt.
Team sissifalke
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