Als südöstlicher Ausläufer des Thieberges bildet der Waldhügel die höchste Erhebung im Stadtgebiet Rheine. Versteinerte Muscheln, Schnecken, Ammoniten und Seeigel in den Aufschlüssen des Steinbruchs weisen darauf hin, dass es sich bei den Kalkschichten um Meeresablagerungen der Unter- und Oberkreide handelt. Die Kalkschichten der Kreidezeit sind im südlichen Teil der Gemeinde von Sand- und Kiesschichten überlagert. In der Kreidezeit wurde unsere Heimat vom Meer überflutet, auf dessen Grund sich Kalkschlamm absetzte, der später zu Kalkstein erhärtete.
Am Ende der jüngeren Steinzeit, vor ca. 90 Millionen Jahren, wölbten sich gleichzeitig mit dem Teutoburger Wald die das Münsterland im Norden abschließenden Höhen auf, die nördlich von Neuenkirchen in Ost-West-Richtung verlaufen. Im Innern der so entstandenen Bucht lagerten sich die Schichten der jüngeren Kreidezeit ab.

Geologisch genauer betrachtet besteht der Waldhügel aus Cenomankalk über Cenomanpläner mit eingelagerten Mergelschichten. An den Hangfüßen treten Rotpläner des Turons auf, die von eiszeitlichen Sanden überlagert sind.
Die hier zutage tretenden Kreideschichten sind ein begehrter Rohstoff für die Kalkindustrie, dessen Geschichte an dieser Stelle bis in das 14. Jahrhundert zurückgeht.
Im Norden des Gebietes ist der Kalkabbau bereits abgeschlossen. Ursprünglich beabsichtigte die Stadt Rheine, die Abbauflächen vollständig mit Boden und Bauschutt zu verfüllen. Auf den nicht genutzten Abbausohlen entwickelten sich jedoch im Laufe der Zeit ökologisch wertvolle Trockenrasenkomplexe, sodass die Stadt Rheine sich später dazu entschloss, Teilbereiche ganz dem Naturschutz zu überlassen. Das Gebiet Waldhügel verdeutlicht eindrucksvoll den Naturschutzkonflikt zwischen Kalkabbau, Abfallbeseitigung und Naturschutz.

Heute stellt der Waldhügel ein Mosaik dar aus: relativ naturnahen und wenig beeinflussten Bereichen (Waldmeister-Buchenwald, Orchideen-Buchenwald, Eichen-Hainbuchenwald, extensives Grünland), abgebauten und zunächst sich selbst überlassenen Kalkstandorten, die von der Natur zurückerobert wurden (Sekundärbiotope: stillgelegter Kalksteinbruch mit Pionier- und Ruderalgesellschaften, Kalk-Halbtrockenrasen, Abgrabungsseen).
1994 wurde dieses Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Waldhügel zählt heute in Sachen Artenvielfalt zu den Spitzenreitern in ganz Nordrhein Westfalen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass am Waldhügel allein 918 verschiedene Farn- und Blütenpflanzen vorkommen, von denen 55 in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Damit liegt der Waldhügel mit nur einer Art hinter Bonn. (Stand:2010)
Die Wege in diesem wunderschönen Naturreservoir müssen und dürfen nicht verlassen werden!
Nun zur Logfreigabe:
Ihr könnt sofort loggen, aber Ihr müsst mir trotzdem folgende Fragen beantworten und mailen. Bei Problemen helfe ich Euch gerne. Logs, denen ich keine Email zuordnen kann, werden rigoros und ohne Rücksprache gelöscht!
1. Wie lang ist der große äußere Rundweg?
2. Wie nennt sich das Zeitalter der Entstehung in der Kreidezeit? (C* ohne -kalk und -pläner)
3. Welche geschützte Tierart lebt hier in den Seen? (Nein, es sind nicht die Erdkröten! Fängt mit K* an)
4. Wieviele Bänke stehen an Referenzpunkt 1?
Über ein Foto von Euch an Referenzpunkt 1 oder 2 würde ich mich sehr freuen!
Ein paar Informationen findet Ihr nicht auf den Tafeln, dafür aber bei Oma Google
Noch mehr Informationen über den Waldhügel gibt es bei http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/nsg/de/fachinfo/gebiete/gesamt/ST_093
und auch hier http://www.foerderverein-waldhuegel.org/. Dort werden auch regelmäßige Termine angeboten um sein Wissen noch weiter zu vertiefen!
Die Bilder wurden mit freundlicher Genehmigung von Svenja Bauer zur Verfügung gestellt.