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Raseneisenerz / Bog iron EarthCache

Hidden : 11/12/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Im Mittelalter war der Norden des Kaiserreiches arm an Ressourcen wie Eisen und Stein. Das lag daran, dass hier keine Berge sind, in denen entsprechendes Material abgebaut werden konnte. Die meisten Bauwerke waren aus Holz, Lehm oder Stroh. Da die Ziegelbrennerei auch noch nicht so verbreitet war, gab es kaum gebrannte Steine in dieser Gegend.
Die Region „Fuhrberger Feld“ war im Mittelalter aber für etwas besonderes bekannt und berühmt: den sogenannten Raseneisenerz.



Dies sind eisenhaltige steinerne Ablagerungen, die meist unterhalb der Grasnarbe liegen und die auch noch leicht abgebaut werden können. Entstehen tut das Sedimentgestein durch leichtes Steigen und Senken des stark eisenhaltigen Grundwasserspiegels, welches dann noch mit Sauerstoff in Kontakt kommt. Nach der Eiszeit in hunderten bis tausenden Jahren sammelten sich so die Schichten an, die hier einen sogenannten Horizont von bis zu 50 cm erreichen. Das Raseneisenerz ist dabei kein Gestein im eigentlichen Sinne, sondern eine Ablagerung von Sedimenten unter Beteiligung von Mikroorganismen.

Dieses willkommene Material wurde vor Ort mit Hacken und Schaufeln abgetragen und in der Schmiede verarbeitet. Zuvor musste das Eisen jedoch herausgelöst werden. Dies geschah in Rennöfen, die mit Holz und Holzkohle betrieben wurden. Dabei verflüssigte sich aber nicht das Eisen, sondern die flüssige Schlacke rannte aus dem Ofen heraus und es blieb das wertvolle Metall in einem Klumpen Luppen zurück, welches nun verarbeitet werden konnte.



Zur Zeit der Sachsenkriege 772-785 n. Chr. war Wietze/Wieckenberg für die Sachsen ein bedeutender Waffenlieferant. Auch im Verlaufe des weiteren Mittelalters verdiente der Ort sehr gut an dem Erz. Das wurde ihnen aber auch gleichzeitig zum Verhängnis.
Auf Grund der guten Geschäfte verschuldete man sich sehr hoch und als die Erzförderungen im Harz leichter und billiger wurden, das Metall dort zum Teil auch noch bessere Qualität hatte, wurde der Preis geringer und es kam der Absatz teilweise zum erliegen. Wietze konnte die Schulden nicht mehr zurück zahlen und es musste Land verpfändet oder verkauft werden. Die Zeit der aufstrebenden Metropole war zu Ende.

Auf Raseneisenerz wurde dennoch immer wieder in Kriegszeiten zurück gegriffen, selbst in den beiden Weltkriegen galt es als notwendig genutzte Reserve. Heute wirft allein das Wasserwerk Fuhrberg 200 Tonnen Eisen ab. Es ist aber wirtschaftlich noch nicht geprüft worden, dieses nutzbar zu machen, obwohl es sich evtl. um eine reizvolle Sache handeln könnte.

Hier liegt das historisches Gelände, wo das Material geschmolzen und verarbeitet wurde. Hier könnt ihr sehen, wie das im Mittelalter ausgesehen hat.

Neben dem verhütten des Erzes und dem Schmieden konnte man dieses Material auch gut für den Häuserbau verwenden. Dazu muss der Erzgehalt jedoch höher sein, da das Sediment ansonsten spröde, brüchig und nicht witterungsresistent ist. Das feste Material hat dafür wegen der Luftporen sehr gute Wärme dämmende Eigenschaften.



Städte, die mit dem Abbau vom Raseneisenstein beschäftigt waren, sind auch oft am Namen zu erkennen (Eisern = Isern oder Jeru in Dänisch oder mit Hütten im Namen), so z.B. Isernhagen. Hier findet man auch hin und wieder noch Gebäude aus dem Gestein.

An der Koordinate (Waypoint) seht ihr ein Fachwerkhaus, das mit Raseneisenstein erbaut wurde. Für Häuser ist das ein typisches Aussehen. Weitere Bauwerke daraus sind die Kirchen in Winsen und Isernhagen. Die Brunonenburg in Altencelle (siehe Cache MACC 9: MA in Altencelle) war ebenso im Sockel damit erbaut. Leider ist sie nach dem ersten Weltkrieg abgetragen worden, da man die Steine anderweitig verwenden wollte.


Für den Log beantworte bitte folgende Fragen: Eine Logfreigabe muss nicht abgewartet werden.

a) Wie heißt das Gelände, auf dem das Erz gewonnen und verarbeitet wurde? Am Eingang steht ein Schild mit dem Namen.
b) Wie heißt die Zeit nach der Eiszeit in der die norddeutschen Vorkommen entstanden? (H…)
c) Wie heißt der mineralische Hauptbestandteil des Raseneisensteins? (L...)

d) Macht ein Foto von euch auf dem Gelände von euch oder dem GPS-Gerät. Am besten mit einen schönen Hintergrundmotiv wie das Langhaus, den großen Erzstein oder auch dem Eingangsschild.



In the medieval the north of the German Empire was not rich of resources such as iron and stone. This was because there are no mountains here, where appropriate material could be removed. Most buildings were of wood, clay or straw. Since brickyard was not so widespread, there was little burnt stones in the area.
The region "Fuhrberger Field” was in the Middle Ages, but for something special known and famous: the so-called bog iron.

These are iron-stone deposits, which lie mostly below the turf and can also be reduced slightly. Does the emergence of sedimentary rock by gently rising and lowering of the iron-rich groundwater, which then is still in contact with oxygen. After the ice age in hundreds to thousands of years, so collected to the layers, which reached here called a horizon of up to 50 cm. The bog iron is no rock in the true sense, but a deposition of sediments with the participation of microorganisms.

This welcome material was removed with hoes and shovels on the ground and processed in the forge. Previously, the iron had to be removed, however. This was done in "Rennöfen," which ran on wood and charcoal. Not liquefied, however, the iron, but the liquid slag "ran" out of the oven and it was the precious metal in a lump "blooms back", which could now be processed.

The time of the Saxon wars 772-785 AD was Wietze / Wieckenberg for the Saxons an important arms supplier. In the course of the Middle Ages, the city earned another very well to the narrator, the but they were also simultaneously undoing.
Because of the good deals in debt to very high and when the ore mining in the Harz Mountains have been easier and cheaper, the metal there had to some extent even better quality, the price was low and there was the paragraph in part to succumb. Wietze could not pay back the debt and mortgaged land or had to be sold. The time of the emerging metropolis was over.

On bog iron was still repeatedly taken back in time of war, even in the two world wars it was used as a necessary reserve. Today alone raises the Waterworks Fuhrberg 200 tons of iron from. It has been tested but not yet economically to make this usable, although it could possibly be a beautiful thing.

The cache is located on a point of surrounding fields, where the former bog iron was removed. Opposite is a historical site where the material was melted and processed. Here you can see, has looked like in medieval times.

In addition to the smelting of the ore and the forging was also good to use that material to build houses. For this, the ore grade, however, be higher, because the sediment otherwise brittle, fragile and not weather-resistant. The solid material has for attenuation due to air pores very good thermal properties.

Cities that had dealt with the degradation of bog iron, are seen often on behalf of (Eisern/irony = Isern or Jeru in Danish or with “Hütten” in the name), eg Isernhagen. Here you will sometimes find building from the rock.

At the coordinate (Waypoint) you see a half-timbered house, built with bog iron. For houses that is a typical appearance. Other buildings are from the churches in Winsen and Isernhagen. The Brunonenburg in Altencelle (see Cache MACC 9: MA in Altencelle) was also built in the base with it. Unfortunately it was demolished after the First World War because they wanted to use the stones elsewhere.

For the log-share please answer the following questions:

a) What is the name here of the area where the ore produced and processed? At the entrance is a sign with the name.
b) What is the period after the Ice Age formed in the northern German occurrence? (H…)
c) What is the main mineral component of bog iron? (L…)

d) Make a photo with you on the site with you or the GPS device. Preferably with a nice background image as the nave, the great ironstone or even the entrance sign.


Additional Hints (No hints available.)