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Dieser Earthcache führt Dich zur Grafenwerth-Quelle/Edelhoff-Quelle (im April 2012 wurde der Anschluss von der Edelhoff-Quelle auf die Grafenwerth-Quelle geändert) - zwei der Mineralquellen bei Bad Honnef. Diese Quellen sind an weitreichende und tiefgehende Störungssysteme im Bereich des Rheintales gebunden. An den Rändern dieser Störungssysteme können kohlendioxidreiche Gase und hochmineralisierte Wässer aus der Tiefe aufsteigen, die sich in höher gelegenen Regionen der Erdkruste zum Teil mit Grundwasser vermischen können. Die Bad Honnefer Mineralquellen befinden sich auf der sogenannten Kohlensäurelinie, einer aus der Niederrheinischen Bucht in das Mittelrheintal hineinziehenden Störung (Zerrüttungszone), entlang der an zahlreichen Stellen (zum Beispiel die "Claudius Thermen" in Köln) Kohlenstoffdioxid-Gas aufdringt.

Geologisches Profil entlang des Rheintales. Die Faltung wird von größeren Störungen begleitet, die ideal Aufstiegswege für Mineral- und Thermalwässer darstellen.
Mineralwasser ist in Bad Honnef in fünf Bohrungen erschlossen, wobei die Edelhoff-Quelle eine Bohrtiefe von 502,4 Meter besitzt. Nach ihrer chemischen Zusammensetzung sind die Mineralwässer als Natrium- (Magnesium-) Hydrogenkarbonat-Chlorid-Säuerlinge zu bezeichnen. Nur die "Edelhoff-Quelle" ist mit einer Temperatur von über 20°C ein Thermalwasser. Die Wässer sind hoch mineralisiert. Durch den Aufsteig der CO2-Gasen, die durch den immer noch latent aktiven tertiär- bis quartärzeitlichen Eifelvulkanismus verursacht werden, sind die Bad Honnefer Mineralquellen stark mit Kohlensäure angereichert.

Die Edelhoff-Quelle/Grafenwerth-Quelle
Die Edelhoff-Quelle wurde in den Jahren 1967/68 erbohrt und 1973 durch das Balneologische Institut Lippspringe untersucht und charakterisiert:
Inhaltsstoffe Edelhoff-Quelle
Magnesium 327 mg / Liter
Calcium 195 mg / Liter
Eisen 4,5 mg / Liter
Natrium 1520 mg / Liter
Kalium 35,4 mg / Liter
Hydrogencarboflat 3671 mg / Liter
Sulfat 371 mg / Liter
Chlorid 1280 mg / Liter
Kohlensäure 1428 mg / Liter
Kieselsäure 34,6 mg / Liter
Gesamtinhaltsstoffe 8875 mg / Liter
pH-Wert 6,6
Bakteriologische Beurteilung ohne Befund
Bestimmungsjahr 1973
Von 1936 bis 1938 wurde nahe der Nordbrücke auf der Insel Grafenwerth eine Mineralquelle (die Grafenwerth-Quelle) erbohrt. Man stieß in einer Tiefe von 538 Metern auf eine ergiebige Quelle, die eine Schüttung von 550 l/min hatte. Vor der Quelle wurde das damalige Mineralfreibad erbaut, wodurch die Stadt Honnef im selben Jahr anerkanntes Heilbad wurde. 1962 bis 1963 wurde das Bad dann an seinen heutigen Standort verlegt. Das Mineralwasser wurde bis zur Schließung der Kurkliniken im Jahr 1985 wegen seiner therapeutischen Wirkungen auch zu Bade- und Trinkkuren angewendet. Das Quellhaus ist aber erhalten geblieben. Das staatlich anerkannten Bad Honnefer Heilwasser aus der Mineralquelle Grafenwerth gilt bei Fachleuten als Spitzenerzeugniss der Natur. Es wurde zu Kur empfohlen bei Magen-, Darm-, Leber-, Gallen-, Stoffwechsel-, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Wirbelsäulenschäden und Übergewicht.
Inhaltsstoffe Grafenwerth-Quelle
Magnesium 252,9 mg / Liter
Calcium 111,2 mg / Liter
Natrium 141,5 mg / Liter
Kalium 37,8 mg / Liter
Hydrogencarboflat 3430 mg / Liter
Sulfat 276,1 mg / Liter
Chlorid 978,3 mg / Liter
Bestimmungsjahr 1975
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Quelle: „GeoRallye“,v.Koenigswald,Simon; „Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 1997“
