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Heins Tauschgeschäfte Mystery Cache

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Aidt: Dose zum x-ten Mal gestohlen

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Hidden : 12/5/2010
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Der achte Teil der Hein-Saga.

Mitzubringen: Stift, Kamera, Wischmop. Für Rentner, Schüler und Zivildienstleistende wird Rabatt gewährt und es reicht auch der Stift allein.
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Heins Tauschgeschäfte
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Ich fand das Mittwochskäseblatt wie immer halb in den Briefkastenschlitz gesteckt und pitschnass vom Regen. Die Schlagzeile des Tages lautete „Neuer Windpark in Priemelsfehn“. Und darunter: „Planfeststellungsverfahren abgeschlossen, breite Zustimmung bei den ansässigen Landwirten“
Im Test äußerte der Reporter, was für ein Glück die Errichtung der neuen Gigawatt-Windräder für die bäuerlichen Grundbesitzer darstelle, denn das Stromversorgungsunternehmen sei bereit, wegen der außerordentlich guten Windausbeute Rekordsummen für die Pacht der genutzten Flächen zu zahlen.
Ein Blick auf die abgedruckte Karte zeigte mir, dass der Windpark auch einen Teil von Heins bzw. Elfriedes Land betraf und ich freute mich sehr, dass Hein endlich auch einmal Glück haben sollte bei seinem Bestreben, aus der heruntergekommenen Moorkate ein prosperierendes landwirtschaftliches Unternehmen zu machen.

Also fuhr ich gleich zu meinem Freund Hein, um ihm zu seinem Glück zu gratulieren.
Als ich bei Ihm ankam, traf ich ihn gerade an, als er den Mischmop neben der Haustür ausdrückte.
„Herzlichen Glückwunsch!“ rief ich ihm zu, „Da hast Du ja Glück gehabt mit dem Land, wo der Windpark hinsoll!“
„Ja – das ist ein tolles Geschäft!“ strahlte Hein.
„Das lässt Dein Ökobauernherz sicher höher schlagen, wie?“
„Hm – als Ökobauer bin ich ja eigentlich mehr dafür, die natürlichen Ressourcen des Landes zu nutzen und nicht zu sehr in die Natur einzugreifen, aber ich kann die Leute in Priemelsfehn schon verstehen: Wir hier haben ja genug Wind, aber wenn die Erderwärmung so weitergeht, kann es an manchen Stellen schon etwas stickig werden.“
„Stickig? Wie meinst Du das?“
„Ja, wenn es durch den Klimawandel irgendwo nicht mehr genügend weht, müssen die Leute da eben Ventilatoren aufstellen. Und das hilft ja auch, denn immer, wenn sie diese Windräder anstellen, weht es da dann ganz schön. Das hab’ ich immer wieder festgestellt, wenn ich mit dem Fahrrad an so einer Mühle vorbeikomme. Aber das scheint doch wohl auch ganz tüchtig ins Geld zu gehen, denn als es letzten Sommer so heiß war, haben die von den Stadtwerken die Windräder abgestellt, obwohl es total windstill war.“
„Du hast Dich mit dem Thema ja ziemlich eingehend befasst!“ staunte ich.
„Als Ökobauer muss ich mich doch über derlei Themen auf dem Laufenden halten.“ sagte Hein stolz. „Darum bin ich ja auch von unserer Bundeskanzlerin so begeistert!“
„Was hätte die denn mit dem Klimaschutz zu tun?“ wunderte ich mich.
„Na, zum Beispiel im letzten Sommer: Ganz Deutschland war froh, dass die Erderwärmung endlich auch bei uns ankommt und es so warm wurde wie schon lange nicht mehr. Als Landwirt weiß ich aber selbstverständlich, wie wichtig auch regelmäßige Niederschläge sind. In dieser Situation fuhr die Kanzlerin zum Weltklimagipfel und hat da über die Weltklimaerwärmung gemäkelt und „Bums!“ – sofort hatten wir in Deutschland wieder Sauwetter. Die Frau versteht es wirklich, die deutschen Interessen in der Welt durchzusetzen.“
„Über Politik wollen wir nicht streiten!“, brach ich dieses heiße Eisen ab „Sag mir lieber, ob Du schon weißt, wieviel Geld Du jetzt für Dein Land bekommst?“
„Du – da hab’ ich ganz geschickt verhandelt! Die siebeneinhalb Hektar Sand und Steine in Priemelsfehn liegen doch so weit von meinem Bauernhof entfernt und ich hab’ schon lange versucht, das Land gegen ein Stück mehr hier in der Nähe einzutauschen. Wenn ich die Kuh zum Weiden da hinbringen musste, brauchte ich immer einen halben Tag für den Weg.“
„Das war sicher mühselig.“ bestätigte ich.
„Ja, das war es“ seufzte er, „und wenn ich sie dann abends zum Melken nach Hause brachte, war ich immer ganz fix und fertig und Elfriede auch.“
„Wieso war deine holde Gattin Elfriede denn davon auch erschöpft?“ wunderte ich mich.
„Nich’ meine Frau Elfriede, sondern unsere Kuh – die heißt nämlich auch Elfriede, weil die am gleichen Tag ihren Namenstag feiern.“
„Na schön!“ drängte ich. „Aber was ist jetzt mit Deinem Land in Priemelsfehn?“
„Die Firma, die da die Ventilatoren hinstellen will, schickte extra einen Vertreter im Nadelstreifenanzug zu uns nach Haus. Ich hab ihm meinen Hof gezeigt und auch meine Erfindungen. Der Mann schien sich sehr dafür zu interessieren! Und als ich ihm sagte, dass ich das Land in Priemelsfehn sowieso loswerden wollte, hat er mir eine Ausgleichsfläche angeboten. Da hab’ ich natürlich sofort zugeschlagen und noch am gleichen Abend kam er mit dem Notar zurück und wir haben den Vertrag unterschrieben.“
„Das muss ja ein prächtiges Anwesen sein, was Du dafür bekommen hast, wenn es die horrende Pacht für die nächsten 25 Jahre aufwiegen kann!“ meinte ich und freute mich für meinen Freund.
„Ein prima Geschäft, wie ich schon sagte!“ Hein stolzierte hin und her als er weiter berichtete: „Es ist zwar nicht so groß wie das in Priemelsfehn aber dafür liegt es gleich in der Nähe. Der Notar hat mir alte Berechnungen gezeigt, wo das Land noch zu anderen Zwecken genutzt wurde und damals hat es richtig viel Geld eingebracht. Und wenn die nach der Wirtschaftskrise die Ziegelei wieder aufmachen, wird das Land wahnsinnig interessant für den Wirtschaftstandort Wiesede. Im Moment zeigen sie es den Touristen, damit die auch mal ein Musterbeispiel ostfriesischer Landnutzung kennenlernen. Sogar Picknickbänke, eine Aussichtsplattform und eine Informationstafel stehen da.“
„Und wie willst du jetzt das Land nutzen?“ fragte ich, denn ich hatte den Vorteil des neuen Flurstücks gegenüber einer langjährigen Verpachtung bei sicherem und extrem hohem Pachtzins noch nicht erfasst.
„Der Boden ist nicht so sandig sondern mehr lehmig.“ sagte Hein. „Das verspricht eine gute Fruchtbarkeit. Es hat genügend Wasser und sogar zwei kleine Inseln. Ich habe mich erkundigt, was derzeit in der Landwirtschaft die höchsten Renditen einbringt und habe gehört, dass Straußenfarmen und Alpaka-Zuchtbetriebe am meisten abwerfen. Also werde ich da Strauße und Alpakas züchten. Die Strauße am Rand und auf den Inseln die Alpakas. Die spucken doch immer so, aber weil sie dann doch auf den Inseln stehen, können die Touristen weiter mein Land bewundern ohne befürchten zu müssen, dass sie nass werden.“
„Das ist wieder einmal sehr rücksichtsvoll von Dir!“ lobte ich.
„Ja, solche Erfolge entschädigen einen für allerlei Ungemach!“ resümierte Hein.

„Was denn für Ungemach?“ hakte ich nach.
„Ach – ich muss schon wieder Putzen.“ sagte Hein.
„Hat Elfriede – ich meine Deine Frau Elfriede – Dich schon wieder im Schach geschlagen und Du musst Deinen Wetteinsatz abarbeiten?“ fragte ich.
„Gemogelt hat sie!" reif er aus, "Aber ich konnte es ihr nicht nachweisen und nur darum hab’ ich verloren und muss jetzt feudeln. Als guter Landwirt hab’ ich natürlich im Kuhstall angefangen. Damit bin ich jetzt fertig.“ Er hielt mit zum Beweis den Wischmop entgegen, dessen Troddeln intensiv moorfarben glänzten. Dieser tropfte in eine Pfütze gleicher Farbe, die zudem noch lustig schillerte.
„Wie hat Elfriede – ich meine wieder Deine Frau Elfriede – denn gemogelt?“ fragte ich, „Was hat sie denn gemacht?“
„Das war so:“ Er malte die Stellung auf die Straße, wobei er den Wischmop als Pinsel und die schillernde Pfütze als Tintenfass benutzte.
„Ich weiß bestimmt, dass auf G4 eine Figur stand, aber als ich vom Teeholen wiederkam, war sie weg.“ sagte Hein.
„Welche Figur war das denn?“ fragte ich.
„Das weiß ich ja gerade nicht mehr! Weder welche Figur es war noch welche Farbe sie hatte.“
„Durfte schwarz denn noch rochieren?“ fragte ich.
„Keine Ahnung - was weiß ich.“
Da drang ein langsam lauterwerdendes Brummen und Grollen aus dem Haus. Es erreichte eine beeindruckende Lautstärke und stellte sich dann als folgender Satz heraus: „Hein! Klönst du schon wieder mit diesem Spinner herum? Mach endlich mit deiner Arbeit weiter, Du fauler ...“ Das letzte Wort wurde gnädigerweise vom Muhen der anderen Elfriede noch übertönt, die wie üblich Heins Vorgarten mähte und düngte.
„Du hörst es ja. Ich muss wieder 'rein und die Küche feudeln.“ sagte Hein bedauernd.
Er warf den Wischmop über die Schulter und machte dann schwungvoll kehrt, wobei auch ich meinen Teil Jauche abbekam.
Ich notierte mir die Stellung trotzdem.

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Was glaubst Du, lieber Cacher:
1) Welche Figur stand auf G4 ?
2) Darf Schwarz noch rochieren ?

*Farbe*: Schwarz=Findling, Weiß=Baum, unmögich zu ermitteln=Schild
*Figur*: Bauer=buntesten, Turm=größten, Springer=kleinsten, Läufer=höchsten, Dame=nächsten, unmöglich zu ermitteln=südlichsten
*Rochade*: Schwarz darf noch rochieren=vor, Schwarz darf nicht mehr rochieren=Hinter, unmöglich zu ermitteln=gegenüber

Die Stellung findest Du im beigefügten Bild.

Der Stimmzettel liegt in der Nähe der angegebenen Koordinaten vom Picknicktisch aus betrachtet *Rochade* dem *Figur* *Farbe* mitsamt ein paar Kleinigkeiten zum Tauschen.

Tip: Pam-Krabbé-Rochaden haben hiermit nichts zu tun!
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Der Owner freut sich über Fotos von Heins Straußenwiese, den Alpakainseln oder von Dir, lieber Cacher, mit einem Wischmop o.ä. in der Hand.

Bitte gib beim Loggen folgendermaßen an, ob Du das Rätsel ordnungsgemäß gelöst hast oder einfach vor Ort stumpfsinnig solange herumgestochert hast, bis Du über den Cache gestolpert bist:
- Foto mit Wischmop, Besen, Feudel, Laubpuster, Hochdruckreinger oder Staubsauger bedeutet "ordnungsgemäß gelöst"
- Entsprechende Aidtesstattliche Versicherung bedeutet "ordnungsgemäß gelöst"
- Ohne Foto und ohne heiliges Versprechen bedeutet "Dünnbrettlösung mit Herumstöbern"
- Zwar mit Foto, aber ohne eines der genannten Utensilien und ohne Versprechen bedeutet "schöner Platz, aber das Rätsel war mir zu schwer oder zu doof und ich hab' entweder einfach alle Möglichkeiten durchprobiert oder meinen Hund suchen lassen"

Additional Hints (Decrypt)

[Dieser Hinweis hilft Dir nur beim Schachrätsel:] Jnf jne re yrgmgr Mht iba Jrvß? Jnf vfg zvg qrz jrvßra Qnzrayähsre cnffvreg? Jvr xbzzg qre Yähsre nhs N2? Jb hatrsäue vfg qre naqrer jrvßr Ghez trfpuyntra jbeqra haq jvr xnz re qbeguva? Jvr xbzzg qre Yähsre nhs U2? Jb vfg qre jrvßr R-Onhre troyrvora?

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)