Das eingemauerte Kind - die Schafbrücke Beesen
Wir lieben Sagen und Mythen!
Über Halle und seine Umgebung gibt es sehr viele Sagen und Erzählungen. Mit diesem Cache möchten wir Euch an einen weiteren Originalschauplatz einer halleschen Sage locken.
Die Schafbrücke bei Beesen im Süden der Stadt Halle (Saale) überspannt die Weiße Elster und verbindet das Stadtgebiet mit der Elster-Saale-Aue. Ihre Tragkonstruktion besteht aus vier Bögen.
Das einst auch Zollbrücke genannte Bauwerk auf der Heerstraße von Magdeburg nach Merseburg wurde 1733 als Ersatz für einen hölzernen Vorgängerbau aus Sandstein errichtet.
1945 wurde die Brücke beim Anrücken amerikanischer Truppen gesprengt und 1946 wieder aufgebaut.
Der Cache ist nur ein paar Meter vom unteren Weg entfernt! Bitte klettert nicht von der Hauptstraße oben den Hang herunter. Das ist nicht Sinn und Zweck unserer Caches! DANKE!
Es ist hier immer mit Hunde- und Spaziermuggeln zu rechnen. Tarnt Euch am Besten als Fotografen. Klettert bitte nicht auf der Brücke herum und begebt Euch dadurch unnötig in Gefahr - die Weiße Elster fließt hier sehr schnell!
Der Petling ist nicht direkt an der Brücke zu finden - Bitte Stift mitbringen!
Im Winter bei Schnee nehmt Euren Kindern den Schlitten mit. Ihr könnt bei N 51° 25.746 E 011° 58.536 auf dem Kirschberg herrlich Rodeln mit Euren Kleinen. Dies war schon der Rodelberg vom Affen-Papa zu Kindheitstagen und es macht heute noch Spaß dort zu Rodeln!
Viel Spaß beim Suchen wünschen die 
Es wird erzählt…
Zwischen Ammendorf und Beesen unterhalb der Broyhanschenke führt eine Steinbrücke über die Weiße Elster. An ihrer Ostseite befand sich eine Steinplatte, hinter der ein Kind lebendig eingemauert worden sein soll.
Das kam so:
Als die Brücke im Bau war, rissen die Wassergeister voller Unmut über Nacht immer alles wieder ein, was die Bauleute tagsüber geschaffen hatten. Das ereignete sich eine Zeitlang, bis eines Tages ein Mönch vorbeikam, dem die Brückenbauer ihr Leid klagten.
Dieser sprach darauf: „Ihr werdet euern Bau nur vollenden, wenn ihr die Wassergeister besänftigt.“ „Wie soll das geschehen?“ wurde er gefragt. „Nun, ihr müsst etwas Lebendiges als Bauopfer in die Brück einmauern, am besten ein Kind:“ Die Männer erschraken und riefen: „Um Gottes Willen, wo sollen wir das hernehmen?“ „Das lasst meine Sorge sein“, erwiderte der Mönch. „Ich werde es euch beschaffen.“
Nicht lange darauf fuhr ein Wagen an der Brücke vor, und darauf saß eine Nonne, die ein Kind auf dem Schoß hielt. Das bot sie den Bauleuten dar. Sie reichte dem Kinde noch eine Semmel, verabschiedete sich von ihm und verließ eilig den Ort.
Die Männer aber nahmen das Kind, setzten es in eine Nische und mauerten diese zu, während das Kind herzzerreißend weinte.
Fortan ließen die Wassergeister das Bauwerk in Frieden. Die Mutter des Kindes fand aber selbst nach ihrem Tode keine Ruhe wegen ihrer schlimmen Tat. Jede Nacht zur Geisterstunde findet sie sich an der Brücke ein, beklagt ihr armes Kind und zerfließt in Tränen aus Reue über das, was sie getan.