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Gegen das Vergessen - Stolpersteine Mühlhausen Mystery Cache

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Gollum & Galadriel: [V]

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Hidden : 12/29/2010
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Wie überall in Deutschland beginnt im Januar 1933 in Mühlhausen für Juden das, was man mit “Holocaust” oder besser mit dem hebräischen Begriff “Shoa” bezeichnet. Die Nationalsozialisten versuchen durch verschiedene Aktivitäten, die Dynamik einer Revolution zu vermitteln. Dazu gehören die Besetzung des Mühlhäuser Rathauses am 11.03.1933, die Bücherverbrennung auf dem Blobach und die Durchsetzung des Boykotts jüdischer Geschäfte am 01.04.1933. Am 31.03.1933 wird die “Jüdenstraße” in “Horst-Wessel-Straße” umbenannt. Unweit der Synagoge wird ein Schaukasten des Hetzblattes “Der Stürmer” angebracht. Jüdische Mädchen werden vom Brunnenfest ausgeschlossen und im Mühlhäuser Hallenbad wird “nichtarischen” Schülern der Schwimmunterricht untersagt. Im Schwefelbad Langensalza ist ein Schild “Hunden und Juden ist der Zutritt verboten” aufgestellt. Als Juden im Sommer ins Freibad Treffurt ausweichen, werden sie auch dort ausgeschlossen.
Durch die Nürnberger Rassegesetze 1935 kommen zusätzlich auch sog. Halbjuden in Bedrängnis. Auch die Ausschaltung der Juden aus der Wirtschaft läuft auf Hochtouren. Verschiedene Behörden sind damit beschäftigt, jüdischen Besitz preisgünstig zu “arisieren” Die wirtschaftliche Isolierung lässt viele Juden zunehmend verarmen.
Nach der Verzweiflungstat des jungen Herschel Gryzspan, der am 07.11.1938 in einer Kurzschlussreaktion den deutschen Botschaftsangestellten vom Rath in Paris erschießt, kommt es noch am selben Tag in Kassel zu pogromartigen Ausschreitungen und am 08.11. u.a. in Hersfeld. Am 10.11.1938 wird in Mühlhausen gegen 0.30 Uhr die Tür zum jüdischen Gemeindehaus unter Anführung von NSDAP-Kreisleiter Vollrath lautstark aufgebrochen. Die Synagoge im Hinterhaus wird mit, noch heute sichtbaren, Axthieben zerstört. Der Rabbiner Rosenau wird herausgezerrt, die Treppe hinuntergestoßen und muss sich im Hof an der Wand aufstellen, wo Vollrath auf ihn schießt. Er überlebt mit einem Brustdurchschuss.
Während man am 10.11.1938 Thorarollen, Einrichtungsgegenstände aus der Synagoge, Akten und Bücher der Gemeinde am Rieseninger Berg verbrennt, werden 31 jüdische Männer verhaftet und in der Turnhalle am “Fritz-Sauckel-Haus” (heutiges Museum am Kristanplatz) inhaftiert. Am 11.11. werden sie per LKW ins KZ Buchenwald gebracht.
Ab 1938/39 greifen die mannigfaltigen antijüdischen Gesetze drastisch in das ohnehin schon schwierige Leben der Juden ein. Zwischen dem 31.01.1933 und dem 16.02.1945 gibt es im deutschen Reich 1973 Gesetze, Verordnungen und Erlasse von Verwaltung und Polizei, die sich gegen Juden richten. Die Verbote für jüdische Kinder, deutsche Schulen zu besuchen, die Aufhebung des Mieterschutzes, Zwangsabgaben, Zwangsarbeit, die Verordnung, den Judenstern zu tragen, nicht mehr auf dem Gehsteig sondern auf der Fahrbahn zu gehen, bestimmte Gebrauchsgegenstände wie z. bsp. Radios nicht besitzen zu dürfen, massieren sich im zeitraum von Ende 1938 bis 1942. Die Juden werden ab 1940 in den Ghettohäusern Kilianistraße 47, Bastmarkt 1, Steinweg 45 und Jüdenstraße 13 eingewiesen. Diese Ghettohäuser waren dann Ausgangspunkt der Deportationen nach Auschwitz, Buchenwald, Theresienstadt, Majdanek, Riga oder Lublin. Die erste Deportation hat kein Mühlhäuser überlebt. Am 12. Mai 1942 erreicht ihr Deportationszug das Ghetto Belzyce im Distrikt Lublin, wo 5300 Menschen über die Landstraßen in die Gaskammern gingen.

Am 26.05.2010 verlegte der Künstler Gunter Demnig in Mühlhausen die ersten 10 "Steine gegen das Vergessen".
Vier für die Familie Abraham am Steinweg 72, zwei für Siegmund und Malli Bachrach am Steinweg 45, zwei für Hertha und Max Scheps in der Johannisstraße 2 sowie einer für Gertrud Heilbrun, Linsenstraße 20 und Sophie Rosenthal, Linsenstraße 26. In einigen Jahren soll aller 59 Opfer aus Mühlhausen mit einem solchen Stolperstein gedacht werden.

Doch nun zum Cache. Um ihn finden zu können, müsst ihr u.g. Fragen beantworten. Dazu sind knappe 4 km zu laufen. Am besten haltet ihr euch an die gegebene Reihenfolge. Parken könnt ihr kostenlos am Netto in der Eisenacher Straße oder kostenpflichtig am Lindenbühl. Je nachdem, wie die Anwohner ihrer Räumpflicht nachkommen, sind die Steine auch bei Schnee zu finden.

N51° 12.398 E010° 27.434 Turnhalle, Kristanplatz
Wie viele der hier inhaftierten Männer starben an den Haftbedingungen und Haftfolgen? (zusammen) A=

N51° 12.492 E010° 27.463 Stolperstein Heilbrun, Linsenstraße 20
Wann wurde Gertrud Heilbrun deportiert? B=

N51° 12.516 E010° 27.456 Stolperstein Rosenthal, Linsenstraße 26
Wann wurde Sophie Rosenthal geboren? C=

N51° 12.589 E010° 27.011 Stolpersteine Scheps, Johannisstraße 2
In welchem Monat wurden Max und Hertha Scheps ermordet? D=

N51° 12.581 E010° 27.479 Synagoge, Jüdenstraße 24
Wann wurde das Vorderhaus erbaut? E=

N51° 12.613 E010° 27.622 Stolpersteine Abraham, Steinweg 72
In welchem Monat wurde Isodor Abraham ermordet? F=

N51° 12.571 E010° 27.803 Stolpersteine Bachrach, Steinweg 45
Wann wurde Siegmund Bachrach geboren? G=

N51° 12.528 E010° 27.866 Ghettohaus, Kilianistraße 47
Wie viele Ornamente zieren das Haus? H=

N51° 12.226 E010° 27.867 Jüdischer Friedhof
Im Sommer welchen Jahres wurde hier den Eltern etwas gewidmet? I=

Final:
N51° A*(B+C)+D-I-1121
E010° F*(E+G)+H+G+931

Zeitweise ist es hier unmöglich, ungestört zu loggen. Nach 17.00 und am Wochenende sollte es aber kein Problem sein.

Additional Hints (Decrypt)

Unfry

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)