Das Dorf schmiegt sich um eine Hügelkuppe herum, mit seinen Trierer
Häusern teils den Höhenlinien folgend, teils senkrecht zu ihnen, so
dass ein lebendiger Eindruck entsteht.
Alle Stationen des Caches sind Kultur-, bzw. Naturdenkmäler.
Station 1:
Die ortsbildprägende Hofanlage mit einem Einfirsthaus wurde wohl
gegen Ende des 18. Jahrhunderts, teilweise in Fachwerk errichtet.
Ergänzt wird das Wohnhaus noch um den Schweinestall, ebenfalls
teilweise in Fachwerk und die zwischenzeitlich leider abgerissene
Scheune (Reste sind noch erkennbar), die als Bruchsteingebäude in
dem typischen gelben Sandstein erbaut war.
Bei diesem Bauernhaustyp, „Trierer Haus“, liegen
Wohn- und Wirtschaftsgebäude unter einem Dach und sind in Reihe
angeordnet. Alle Eingänge liegen traufseitig. Der Baukörper ist
normalerweise zweigeschossig und zweiraumtief. Aus diesem Haustypus
hat sich die Winkelhofanlage entwickelt. Im Zuge der sich im
neunzehnten Jahrhundert erholenden Landwirtschaft vergrößerten sich
auch die Gehöfte. Aus wirtschaftlichen Gründen war es zweckmäßig,
die neu angebauten Ökonomiegebäude abzuwinkeln. Auf diese Weise
entstand ein windgeschützter Hofraum, der gleichzeitig Wirtschafts-
und Lebensraum war.
Die Anzahl der Fenster des Einfirsthauses zur Straße hin ist
„A“.
Station 2:
Hier steht ein eingeschossiges Einfirsthaus aus dem frühen 19.
Jahrhundert noch in seiner ursprünglichen Bauweise.
Die Anzahl der Türen des Hauses, inkl. seines
„Anbaus“ und der Kellertür, aber ohne die Tür im
Scheunentor, ist „B“.
Station 3:
Dieses Haus weist zwei barocke Haustürgewände aus dem Jahr 1744
auf, die als Kulturdenkmal sehens- und erhaltenswert sind.
Wieviele Treppenstufen führen von der Kirchenstraße zu den Türen
(inkl. Podest ohne Türschwelle). Die Zahl ist „C“.
Station 4:
Die Linde ist das Naturdenkmal des Dorfes.
Ihr Umfang, gerundet auf volle Meter, in einer Höhe von 1,50 m,
ist „D“.
Station 5:
Die barocke evangelische Kirche ist in der Architektur
bemerkenswert rein erhalten und steht städtebaulich an der
überzeugendsten, ortsbildprägenden Stelle. Es ist ein spätbarocker
Saalbau mit Walmdach den der bedeutende Baumeister des Barocks,
Philipp Heinrich Hellermann, 1767 errichtete.
Der Architekt Hellermann wurde 1728 in Meisenheim geboren. Er
war Landesbaudirektor für das gesamte Herzogtum Pfalz-Zweibrücken
und in dieser Funktion für sämtliche Baumaßnahmen (Straßen- und
Brückenbau, Amts-, Rats- und Pfarrhäuser sowie Kirchen) zuständig.
Aus seiner Verpflichtung zur Sparsamkeit entstand ein vornehmer,
klassizistischer Stil. Bekannt ist er durch sein großes Repertoire
an unterschiedlichen Turmhauben und Stockwerkshelmen. Andere
Beispiel dafür finden sich in Bergzabern, Fürfeld, Ransweiler,
Limbach, Bierbach und vor allem in dem Chorturm in Mimbach.
Die einstellige Quersumme des Renovierungsjahres (siehe Tafel)
ist „E“.
Station 6:
Ein gut erhaltenes Grabmal mit einer reliefierten Sandsteinstele
(um 1900).
Die Anzahl der Rosen zu Füßen der Figur ist „F“.
Das Final findet ihr bei:
N 49°36.A (2*B) C; E 7°42.(D+4) (E+2) (F+1)
Das ist zwar ein Privatgrundstück, das aber freizugänglich ist.
Mit dem Besitzer ist abgesprochen, dass Geocacher sich dort umsehen
dürfen.
Viel Spaß bei dem kurzen (500 m), kulturhistorischen Spaziergang
in die Vergangenheit wünscht Euch der „1.FCK“. Bringt
bitte einen Stift mit!
P.S.: Dieser Geocache lässt sich bestens mit dem Geocache
„Pfälzisch Sibirien“ GC21M6E verbinden. Station 1 ist
die Kulisse aus dem Tatortkrimi!