Die Motivation
Es stimmt, die Erde ist die Wiege der
Cachergemeinde, aber der Geocacher kann nicht ewig in der Wiege
bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.
frei nach Ziolkowski
Es war an der Zeit, den ersten Cache auf den Erdtrabanten zu
befördern.
Die Rakete
Um unser ehrgeiziges Ziel zu erreichen, konstruierten wir eine
Mondrakete mit zwei übereinander montierten Raketenstufen gleicher
Größe. Die baugleichen Antriebsstufen mit einem Massenverhältnis
von 1:50 (Hülle/Treibstoff) wogen im befüllten Zustand
zusammen 24,57 kg. Hinzu kamen weitere 300 g Nutzlast:
der Cachebehälter, das Logbuch, ein Bleistift sowie die
Nutzlastverkleidung.
Mit einem konstanten Schub von 1788 N sollte die erforderliche
Fluchtgeschwindigkeit (jedenfalls theoretisch) um exakt 12%
übertroffen werden...
Bei unserer Berechnung der idealen Endgeschwindigkeit gingen die
Erdmasse mit 5,9736E24 kg und der Erdradius mit 6370 km
ein. Als Gravitationskonstante wurde der Wert 6,67428E-11 in die
Gleichung eingesetzt. Nicht betrachtet haben wir Reibungsverluste
durch Luft sowie die Verringerung der Beschleunigung durch
Gravitationskräfte.
Der Start
Nach wochenlanger Tüftelarbeit, schwierigen Berechnungen und
endlosen Testreihen wartete die Rakete auf ihren Einsatz. In einer
sternenklaren Februarnacht, der Vollmond stand hoch am Himmel, war
es endlich so weit. Ungeduldig beförderten wir die Mondrakete zur
Abschußrampe und begannen mit den Startvorbereitungen.
Die Spannung stieg von Minute zu Minute. Der Countdown lief nach
Plan: ... TWO - ONE - ZERO ...
Ein lautes Krachen, das erste Triebwerk zündete. Und tatsächlich
- die Rakete hob von der Erde ab und steuerte geradlinig auf unser
Ziel zu.
Die Katastrophe
Mitten im Freudentaumel kam es zur Katastrophe. Nach Absprengung
der abgebrannten Stufe zündete die zweite Raketenstufe nicht. Wir
konnten es nicht fassen - die Rakete fiel im hohen Bogen zurück zur
Erde.
Ein Traum war geplatzt.
Als der erste Schock überwunden war, machten wir uns sofort auf
die Suche, um die Rakete zu bergen. Nach mehreren Stunden gaben wir
verzweifelt auf. Nicht ein Trümmerteil war gefunden.
Daher rufen wir euch hiermit zur Mithilfe auf: Findet die
Rakete!
Die Bergung
Um den Suchradius einzuschränken, berechnet die
Beschleunigungsdauer (in Sekunden) bis zum Zeitpunkt der
Fehlzündung sowie die bis dahin zurückgelegte Strecke (in
Kilometern).
Rundet beide Ergebnisse auf drei Nachkommastellen genau. Diese
Zahlenwerte führen euch zur
Absturzstelle.
Alle erforderlichen Größen zur Lösung der Aufgabe sind weiter
oben im Abschnitt "Die Rakete" angegeben. Um Rundungsfehler
zu vermeiden, berechnet alle Zwischenergebnisse mit hoher
Genauigkeit.
Die Geländewertung schwankt je nach Jahreszeit und Wetterlage.
Hohe Gummistiefel schützen vor nassen Füßen.
Noch ein letzter Hinweis:
Die Startrampe befindet sich an der oben angegebenen Koordinate.
Diesen Bereich haben wir bereits gründlich abgesucht. Dort befindet
sich die Rakete nicht.
Viel Erfolg!