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Ruhegebiet Kalkkögel EarthCache

Hidden : 3/18/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


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Ruhegebiet Kalkkögel

Die Kalkkögel, ein kleines markantes Gebirge zwischen Inntal und Stubaital, erinnern in ihrer Schroffheit und Steilheit an die berühmten Dolomiten im Süden des Brennerpasses. In Reise- und Kletterführern werden die von Ost nach West aufgefädelten Felstürme von der Saile bis zur Schlicker Seespitz oft auch als die “Dolomiten Nordtirols” bezeichnet.
Die Kalkkögel, aber auch die Serles, die Illmenspitz und der Blaser sind der Rest einer mächtigen geologischen Decke, dem sogenannten Brennermesozoikum, die vermutlich vor 200 bis 250 Millionen Jahren die heute sichtbare Ötztal- und Stubaimasse, das Altkristallin, überlagert hat und durch Erosion im Laufe vieler Millionen Jahre bis auf wenige Reste abgetragen wurde.

Die Kalkkögel ruhen, wie der geologische Schnitt zeigt, auf der mächtigen Masse des geologisch älteren Ötztal- und Stubaikristallins. Im Bereich der Kalkkögel besteht das Kristallin überwiegend aus Glimmerschiefer und Schiefergneisen. Das Gelände rund um die Kalkkögel weist darauf hin, dass diese steilen Berge aus Dolomit wenig mit ihrer Basis, den Glimmerschiefern und Schiefergneisen des Kristallins, gemein haben. Die chemische Zusammensetzung dieses Gesteins ermöglicht zudem eine reiche Bodenvegetation. Im Gegensatz dazu ragen die Kalkkögel als schroffe Wände empor. Ihre gezackten Formen haben sie aufgrund von Erosion durch Wind, Wasser und Eis erhalten. Nur sehr genügsamen Pflanzen wie Flechten bieten diese Berge einen Lebensraum.

Diese Dolomite werden von einem etwa zehn Meter mächtigen Band aus metamorph leicht veränderten Tonschiefern, den so genannten Raibler Schichten, in einen unteren und oberen Dolomit getrennt. Auch wenn dieses Band nur dünn ist, bewirkt es doch eine deutliche morphologische Gliederung. An der Basis der mesozoischen Sedimente findet sich eine Folge von Konglomerat und Sandstein. In dieser Schicht, die maximal einige zehn Meter mächtig ist, befinden sich Eisenerzlagerstätten.


Dolomitenschichten (Ochsenwand)
Entstehung der Kalkkögel

Vor rund 250 Millionen Jahren bestand im Bereich des heutigen südlichen Europa und des Mittelmeeres ein riesiger Ozean mit dem Namen „Tethys“, der bis nach Nordafrika und nach Indien reichte. In den seitlichen Flachmeeren dieses Ozeans und in den Küstenabschnitten wurden im Lauf der nachfolgenden rund 50 Millionen Jahre, also im ersten Zeitabschnitt des Mesozoikums, große Mengen von Kalk und Dolomit abgelagert. Winzige kleine Lebewesen haben Kalzium aus dem Meerwasser in ihre Schalen und Gehäuse eingebaut. Nach dem Absterben der Organismen sanken die Schalen ab und bildeten Kalkschlamm und -sand auf dem Meeresboden. Aufgrund des tropischen Klimas in den Flachmeeren war die Produktivität der kalkbildenden Meeresorganismen sehr hoch. Die Kalkablagerungen häuften sich zu einer mehrere Hunderte Meter mächtigen Karbonatplattform an. Durch den Einfluss von Druck und Temperatur wurde das lockere Sediment verfestigt und Kalkstein entstand. Wenn der Kalkstein Magnesium, das ebenfalls im Meerwasser gelöst ist, einbaut, wird er dolomitisiert. Diese verfestigten Karbonatplattformen waren der Grundstein für unsere Kalkkögel, aber auch für die südlichen (Dolomiten) und nördlichen (Lechtaler Alpen, Karwendel …) Kalkalpen.
Dünne Schichten aus Tonschiefer zeigen, dass zwischen die im Meer gebildeten Dolomitplattformen auch feinkörnige Ablagerungen von Flüssen (Ton) schichtweise eingelagert wurden. Gut zu sehen ist dieser dunkle Tonschiefer (Raibler Schichten) unter der sogenannten oberen Dolomitschicht.
Während der Alpenbildung vor 100 bis 30 Millionen Jahren wurde das Ötztal-Stubai-Kristallin (untere Decke) mit dem darüber liegenden Brenner-Mesozoikum von Süden nach Norden transportiert und verfaltet. Durch Bewegungen in und zwischen den geologischen Decken wurden die Sedimentgesteine stark zerschert und durch Verwitterung abgetragen, sodass von der mächtigen Decke des Brennermesozoikums nur mehr Relikte, darunter die Kalkkögel, übrig geblieben sind.
Zwischen den Eiszeiten, aber auch nach der Eiszeit, also in den letzten 10 000 Jahren, hat die Witterung den durch tektonische Vorgänge in Mitleidenschaft gezogenen Kalkkögeln stark zugesetzt. Felsstürze, Schotterrinnen und Murströme bilden die heutige Landschaft. Typisch ist, dass im Bergsturzmaterial der Kalkkögel Oberflächenwässer und Bäche versickern (z.B. am Weg zum Seejöchl) und auf dem dichteren Gestein der Ötztalmasse wieder als Quellen austreten (z.B. unterhalb der Adolf-Pichler-Hütte).

Das Ruhegebiet Kalkkögel liegt im nördlichen Teil der Stubaier Alpen und grenzt in seinem südwestlichen Teil an das Ruhegebiet Stubaier Alpen.

Größe: 77,7 km⊃2;, Seehöhe: 690-3087 m

Das Ruhegebiet Kalkkögel wurde geschaffen, um eine noch wilde und ursprüngliche Bergwelt im Nahbereich von Innsbruck zu erhalten. Der Fotscher Bach ist im Bereich des Ruhegebietes zum Naturdenkmal erklärt worden. Mehrere kleine Karseen, hauptsächlich westlich der Fotsch, und zahlreiche Quellen unter den Kalkkögeln liegen im Bereich des Ruhegebietes.


Biologie

Das Ruhegebiet Kalkkögel erstreckt sich über mehrere Vegetationseinheiten bis zur hochalpinen Stufe. In tieferen Lagen dominieren Lärchen-Fichtenwälder, die z.T. forstwirtschaftlich genutzt werden. Darüber erstrecken sich ausgedehnte Zwergstrauchheiden und alpine Grasheiden, wobei im Gebiet beide Alpenrosen-Arten vorkommen: Auf Silikatgestein die Rostrote Alpenrose (Rhododendron ferrugineum), auf Karbonat im Bereich der Kalkkögel die Bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsutum). Die alpinen Grasheiden werden auf Felsabsätzen und in Schuttrinnen von hochalpiner Pioniervegetation abgelöst. Südöstlich der Kalkkögel findet man auch Kiefernwälder. Die talnahen Hänge des Fotschertales sind mit Zirben bewachsen.
Die Telfeser Wiesen zwischen Telfes und Kreith am östlichen Rand des Schutzgebietes sind Lärchenwiesen. Hier findet man eine Vielzahl lichtbedürftiger Frühlingsblüher, wie Enziane und verschiedene Orchideen. An feuchten Stellen haben sich Trollblumenfluren (Trollius europaeus) ausgebildet.
Zugang/Erreichbarkeit

Das Ruhegebiet Kalkkögel ist durch ein vor Jahrzehnten angelegtes Wegenetz und durch eine Reihe von Schutzhütten gut erschlossen. Erreichbar ist das Gebiet über die Forststraßen bzw. Fußwege durch das Fotschertal, Senderstal, Axamer Lizum, Mutterer Alm, bzw. über die Telfeser Wiesen, über Fulpmes bzw. über die Schlick. Mehrere Wege und Steige führen zu den Schutzhütten bzw. als zum Teil exponierte Höhenwege über Jöcher und Scharten und auf mehrere Gipfel; im Bereich der Kalkkögel wurden einige Klettersteige angelegt. Am Rande des Ruhegebietes Kalkkögel grenzen mehrere Schigebiete mit Aufstiegshilfen an, wie das Schigebiet in der Schlick, in der Axamer Lizum und auf der Mutterer Alm.

Bewirtschaftete Almen und Berghütten:
Raitiser Alm (1553 m), Kreither Alm (1492 m), Gasthof Stockerhof (1150 m), Gasthof Pfarrachalm (1740 m), Birgitzköpflhütte (2035 m), Adolf-Pichler-Hütte (1977 m), Potsdamer Hütte (2009 m), Kemater Alm (1673 m) und Alpengasthof Bergheim (1464 m) am nördlichen Rand, Schlicker Alm (1643 m), Zirmachalm (1936 m) und Starkenburger Hütte (2237 m) am südöstlichen Rand des Schutzgebietes.
TIPP

Der familienfreundliche und kinderwagentaugliche Naturlehrweg zwischen der Bergstation Kreuzjoch und Schlicker Alm ist durch die geringe Steigung leicht begehbar.
Der Weg führt mit wissenswerten Stationen durch Zirbenwälder und Latschenfelder.
Hier erwarten dich Informationen zu Gesteinen, Bäumen und Tieren, die in der Umgebung vorkommen.

Gehzeit ca. 1,5 Stunden.

Quellennachweis:
Tiroler Schutzgebiete (www.tiroler-schutzgebiete.at)
Wikipedia (www.wikipedia.org)

Logaufgabe

Die Headerkoordinaten zeigen in etwa auf die Mitte des Gebirgskammes.
Die Infotafeln findest du auf dem Naturlehrweg, der von der Bergstation Kreuzjoch zur Schlicker Alm führt.

Schicke mir deine Antworten auf meinen GC-Accout. Loggen kannst du sofort.
Wenn es Probleme geben sollte melde ich mich.

1) Was siehst du an den Koordinaten (Waypoints Stage1) und für was dient der zusätzliche Stein?
Frage 1 derzeit nicht lösbar daher nicht notwendig......
2) Nenne die Geburtsstunde des Kalkgesteines (Waypoints Stage2)?
3) Um Wieviel wachsen die Alpen in einem Jahr (Waypoints Stage2)?
 

Regeländerung seit 10.06.2019

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Viel Spaß beim Besuch dieser Location!

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