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Lauter Wasser - Archimedische Schraube Traditional Cache

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Hidden : 2/18/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Die Geschichte dieser Mühle im Lenninger Ortsteil Brucken und ihrer heutigen überaus interessanten Nutzung kann auf einer Hinweistafel am Hauseingang nachgelesen werden.

Eine archimedische Schraube oder Schneckenpumpe ist normalerweise eine Förderanlage, deren wesentliches Bauteil ein schraubenförmiges Element ist, welches auch als „Schnecke“ bezeichnet wird. Die Erfindung wird Archimedes in der Zeit des 3. Jahrhunderts v. Chr. zugeschrieben. Die klassische Anwendung ist der Transport von Wasser auf ein höheres Niveau zu Bewässerungs- und Entwässerungszwecken.


Archimedische Schraube (WIKIPEDIA)

Bei der Anlage hier liegt allerdings eine Umkehrung des Arbeitsprinzips vor. Hier wird die Schnecke durch die Gewichtskraft des Wassers angetrieben und kann so zur Energiegewinnung genutzt werden. Diese ’Wasserkraftschnecke’ produziert im Schnitt 15 kW Leistung und kann außer dem eigenen Haushalt der Mühlenbesitzer noch etwa 20 andere Haushalte mit regenerativer Energie versorgen.


Wasserkraftschnecke (WIKIPEDIA)

Nach einem längeren und sehr interessanten Gespräch mit dem Mühlenbesitzer haben wir gemeinsam nach einem Platz für das Döschen gesucht. Es ist jetzt nahe am Wasser auf privatem Grund mit gutem Blick auf die Schraube versteckt. Der Besitzer bittet darum, sich diskret zu verhalten und keine weitere Annäherung über den Kanal zu unternehmen.

Die Serie ’Lauter Wasser’ führt euch entlang der Lenninger Lauter an einige landschaftlich und/oder technisch interessante Stellen, die aus unterschiedlichen Gründen einen Besuch wert sind. Insbesondere den Abschnitt zwischen Oberlenningen und Dettingen kann man prima entlang dem ausgeschilderten Radweg abfahren – in diese Richtung geht es fast immer leicht bergab.
Mein Tipp: In 20 Minuten mit Fahrrad im Zug von Kirchheim nach Oberlenningen und dann im eigenen Tempo entlang der Lauter zurückradeln. Ein kurzer Abstecher flussaufwärts – einschließlich einiger unterwegs entdeckter Döschen - lohnt allemal die Mühe.

Die beiden Quellbäche der Lauter, die Schwarze Lauter bei Schlattstall und die Weiße Lauter bei Gutenberg, fließen südlich von Oberlenningen zusammen. Von hier bis zur Mündung in den Neckar bei Wendlingen legt die Lauter eine Strecke von 27,5 km zurück. Auf diesem eher kurzen Lauf überwindet der Fluss einen Höhenunterschied von immerhin 214 Metern (Quellhöhe 470 m, Mündungshöhe 256 m). Dieser deutliche Höhenunterschied führt dazu, dass die Fließgeschwindigkeit der Lauter – und mit ihr die Kraft des fließenden Wassers – erheblich ist: Durchschnittlich etwa 2400 PS (1770 kW).
Diese Kraft wurde schon im Mittelalter – wahrscheinlich sogar noch früher – von den hier siedelnden Menschen in verschiedenerlei Formen genutzt: Neben der Herstellung von Mehlen in Getreidemühlen waren auch Steinmühlen, Sägemühlen und Papiermühlen (Oberlenningen) von Bedeutung. Im 19. Jahrhundert dann entstand im Zuge der Industrialisierung ein rasant wachsender Bedarf an elektrischer Energie, der entlang der Lauter mit zahlreichen größeren und kleineren Wasserkraftwerken befriedigt wurde.
So war im 19. Jahrhundert die Lauter – gemessen an seiner Länge – der am intensivsten genutzte Fluss des Königreichs Württemberg: Kaum ein Flussabschnitt, dessen Wasserkraft nicht durch Mühlen, Wehre, Kanäle und Turbinen ’ausgebeutet’ worden wäre.



Anmerkung vom 20.6.2011:
Bei einem Plausch mit der netten Hausbesitzerin stellte sich heraus, dass die ganze Aufregung ziemlich überflüssig war. Die Mühlenbesitzer freuen sich nach wie vor über interessierte und diskrete Besucher (nicht unbedingt nachts!).
Im Augenblick haben sie junge Gänse, so dass der Weg zur sowieso recht eingewachsenen Dose durch einen niedrigen Weidezaun versperrt war. Ich habe die Dose daher am Verkehrsschild an der Straße nahe der Brücke angebracht. So muss nun kein Privatgrund betreten werden.

Additional Hints (Decrypt)

zntargvfpu - Irexrueffpuvyq

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)