Die Herkenrather Kapelle
Über den Cacheort
Der Cache liegt an einer kleinen
Kapelle im Feld nahe des Kreisverkehrs B56 - L410 kurz vor
Süsterseel.
Neben den zwei Fernstraßen führen ebenfalls eine Vielzahl von Rad-
und Wanderwegen an dem Gotteshäusschen vorbei.
Wanderer und Radfahrer nutzen die vorhandenen Bänke gerne als Rast-
und Ruheplatz. Da die Wege jedoch weiträumig einsehbar sind,
besteht keine Gefahr, von Mugglern überrascht zu werden.
Wer seinen Besuch in die Abendstunden legt und Glück mit dem
Wetter hat, wird zudem mit einem Blick auf den Sonnenuntergang über
den Hügeln Geleens belohnt.
Parken (Anreise mit dem
Auto)
Die kürzeste Möglichkeit bietet das Parken auf einen Grünstreifen
der L410. Von da aus führt ein kleiner Weg direkt über eine Brücke
zur Kapelle. Als Parkplatz haben wir jedoch eine Zufahrtsstraße
markiert, die die Ortschaften Hastenrath und Süsterseel
verbindet.
Über die Kapelle
Die Süsterseeler Marienkapelle,
aufgrund ihrer örtlichen Nähe zum Herkenrather Wäldchen auch
Herkenrather Kapelle genannt, ist eine kleine Feldkapelle zwischen
den Orten Gangelt, Hastenrath und Süsterseel.
Trotz ihrer Nähe zur B56 und der L410 (ehemalige Transitstraße
Schinveld - Koningsbosch) ist sie sehr ruhig gelegen, da sie von
der L410 durch eine Baumgruppe an der Straße abgeschirmt
wird.
Die Kapelle ist aus Backsteinen im
neugotischem Stil gebaut, mit einem Eingangsvorbau und
Glasfenstern. Ein Altar im Inneren, der ursprünglich der
Kirchenpatronen St. Anna geweiht war, wurde vor einigen Jahrzehnten
aus dem Inventar der Süsterseeler Kirche St. Hubertus in die
Kapelle gebracht.
Die Geschichte der Marienkapelle
lässt sich kaum rekonstruieren. Nach Bombardements der Alliierten
im Zweiten Weltkrieg fiel das Süsterseeler Pfarrhaus den Flammen zu
Opfer, wobei ein Großteil der Kirchenchroniken zerstört wurde. So
auch vermutlich die Dokumentationen über die Kapelle.
Aufgrund der eingemeiselten Jahreszahl über der Eingangstür ist das
Erbauungsjahr auf 1883 zu datieren. Dabei wird die Kappelle nicht
von Beginn an im Besitz der Pfarre gewesen sein. Erst durch ein
Testament aus dem Jahre 1908 wurde sie der Süsterseeler
Kirchengemeinde von Matthias Robertz vererbt. Robertz selbst hatte
laut dieser ersten handschriftlichen Quelle den Grund und Boden aus
der Konkursmasse der Familie Stassen erworben.
Durch die Chroniken der ehemaligen Bürgermeisterei Wehr ist dieses
Ereignis auf das Jahr 1892 zu datieren.
Auszug aus dem Testament
Sodann vermache ich der katholischen Kirche in Süsterseel das von
der Stassen‘schen Konkursmasse erworbene Kapellchen mit Grund
und Boden, nämlich ‘Gemeinde Süsterseel, Flur-Nr. 15 86/0
1055 hinter Herkenrath‘
Seit dem 30. März 1984 ist das
Gebäude unter Denkmalschutzt gestellt. Das Gelände wird regelmäßig
gepflegt, achtet also bitte auf eine gute Tarnung. Wir würden uns
außerdem sehr über schöne Fotos freuen.
Viel Spaß