Liebe Cacherinnen, liebe Cacher!
Zunächst möchte ich Euch um Eure Mitarbeit bitten: Bitte habt ein Auge auf die Bronzefiguren des Friedhofs. In letzter Zeit sind gleich mehrere einzigartige Figuren vom Friedhof geklaut worden. Darunter auch eine meiner Lieblingsfiguren. Falls Euch also LKWs mit Kran oder Transporter auffallen, falls sich jemand an den Figuren zu schaffen macht, ruft bitte die Polizei! Danke!
Jetzt zum Cache!
Als ich vor Jahren damit begann, zusammen mit meiner Freundin den Ohlsdorfer Friedhof zu erkunden, waren wir begeistert von den vielen kunstvollen Grabmalen und Skulpturen. Immer wieder waren wir auf dem Friedhof und haben etwas Neues entdeckt und fotografiert. Viele Bildhauer – bekannte und unbekannte – haben sich hier mit ihren Werken verewigt.
Mit meinen Caches möchte ich Euch einige dieser Bildhauer anhand von Werken näher bringen, die mir persönlich besonders gut gefallen und die vielleicht nicht sofort zu finden sind.
Dieser erste Cache einer hoffentlich größeren Reihe (mein erster eigener Cache überhaupt) führt Euch zu 5 Statuen des Bildhauers Arthur Bock. An jeder Station findet Ihr die Koordinaten für die nächste Station – entweder in einem Micro-Behälter oder an einem vor Ort befindlichen künstlichen Gegenstand. Bei Station 2 gibt es nach Problemen mit dem Micro-Behälter jetzt eine Zählaufgabe. Bei dem Final gibt es eine kleine Dose mit etwas Platz zum Tauschen und für Geocoins oder Travelbugs.
Auf den Friedhof kommt ihr von April bis Oktober von 8 – 21 Uhr und von November bis März von 8 – 18 Uhr. Wenn ihr später dran seid, könnt ihr meist noch den Haupteingang benutzen – allerdings nur zu Fuß. Der Friedhof ist mit dem Auto befahrbar und es gibt öffentliche Buslinien, die euch in die nähe des Startpunktes bringen. Die Stationen sind gut zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Die Hinweise für die jeweils nächste Station und der Final befinden sich nie auf belegten Grabfeldern – sie sind aber immer in Sichtweite zu der jeweiligen Statue, die ich Euch gerne zeigen möchte.
Station 1 – der Startpunkt:
Hier steht ihr vor meinem absoluten Lieblingsengel auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Verführerisch, mit großen Schwingen und aus strahlend weißem Marmor – verziert mit Elementen des Jugendstils. Es ist die erste Marmorarbeit von Arthur Bock aus dem Jahre 1903.
Station 2:
Hier betretet ihr den „Professorenwinkel“ genannten Bereich des Ohlsdorfer Friedhofs. Zeigen möchte ich Euch eine Psyche aus Bronze aus dem Jahr 1927. Diese beseelte Wesen hält einen Schmetterling in der Hand – ebenfalls Symbol für eine Seele. Im Professorenwinkel gibt es noch weiter Werke von Arthur Bock.
Auf einem der Grabsteine der benachbarten Gräber befindet sich ein Tier. Wie heißt dieses Tier? Die Summe der Buchstaben (A=1,Z=26) sei A.
Wenn ihr direkt vor der Statue steht, befindet sich in eurem Rücken ein Brunnen. Dieser Brunnen ist mit einem Muster verziert. Wieviele Spitzen zeigen auf der direkt der Statue zugewandten Fläche des Brunnens nach oben? Diese Anzahl ist B. Wieviele Flächen mit Spitzen könnt ihr von der Statue aus sehen? Die Anzahl der Flächen ist C.
Die nächsten Koordinaten sind:
N 53° 37.(A*10)+130 E 010° 03.(B*C*10)-19
Station 3:
Hier seht ihr ein junges Mädchen am Fuße eines Denkmals. Die Figur ist ein Jugendstilwerk von Arthur Bock aus dem Jahr 1904. Eine Tochter ließ das Denkmal zum 100. Geburtstag ihres Vaters errichten. Den Namen auf dem Denkmal findet man heute noch im Stadtteil St. Georg. Hier gibt es das von der Tochter eingerichtete Stift.
Station 4:
Eine Szene wie aus einem Hollywood-Film – Der Letzte Kuss. Mann und Frau aus Marmor in inniger Zuneigung aus dem Jahr 1938. Ich stelle mir immer vor, wie eine Kamera um die Beiden herumfährt und die Kußszene filmt.
Station 5 – Final:
Hier kommt Ihr nun bei meine absoluten Lieblingsstatue an. Eine kühle und unnahbare Dame mit wippendem Fuß und edel gewandet stützt sie sich lässig auf die Fackel des Lebens, die sie dabei ausdrückt... Die Bronzefigur kommt aus dem Jahr 1911. In unmittelbarer Nähe zum Grabmal findet Ihr dann auch die Finaldose.

Zum Künstler:
Arthur Bock ist mit Sicherheit der Bildhauer, dessen Skulpturen am häufigsten auf dem Ohlsdorfer Friedhof zu finden sind. Zwischen 1903 und 1948 wurden hier allein 58 seiner Werke aufgestellt. Weitere Werke findet man auf Hamburger Friedhöfen in Altona, Bahrenfeld, Großflottbek und Tonndorf. Aber auch außerhalb der Hansestadt sind Grabmale von Bock zu finden, so z.B. in Dresden, Eisenach, Köln und Lausanne.
Doch auch außerhalb von Friedhöfen kann einem Arthur Bock begegnen. Im Hamburger Stadtpark steht seine „Diana mit Hund“, im Hessepark die „kleine Elbjungfrau“ und an den Landungsbrücken ist die Allegorie der Winde zu bestaunen.
Arthur Bock lebte von 1875 bis 1957 und verbrachte 40 Jahre in Hamburg. Er wurde in Leipzig, Gotha, Dresden und Berlin ausgebildet und lehrte ab 1903 als Kunstprofessor in Hamburg. Leider ist sonst nicht viel von ihm bekannt, da sein Wohnhaus und Atelier 1943 im Krieg zerstört wurde.