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Bergwerk Höllental - Aufbereitung (Lost Place) Multi-Cache

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Hidden : 3/14/2011
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Wer die Werdenfelser Zecken mit Vornamen kennt, ohne seine tägliche Schlamm- und Sumpfration schlecht schlafen kann und diverse Erfahrungen mit der Stronghold-Cacheserie gesammelt hat, ist hier im bayrischen Amazonas-Dschungel von Hammersbach gut aufgehoben. Zur Lösung des Caches müsst ihr 3 Fragen vor Ort (A, B, C) beantworten und 3 Peddlinge (X, Y, Z) im schwierigen Gelände finden. Wer die Örtlichkeit in allen ihren Fassetten erkunden will, sollte 2-3 Stunden für die Suche einplanen.




Der östliche Bereich des Lost Places



Bergbau im Höllental

Vor der touristischen Erschließung Anfang des 20. Jahrhunderts war das Höllental vor allem wegen seiner Eisenerz- und Molybdän-Vorkommen (molybdos = Blei) von Bedeutung. Bereits 1827 bis 1854 waren vier Stollen im Höllental in den Fels getrieben, in denen Bleiglanz, Zinkblende, Weiß-, Schwarz und Gelbbleierz abgebaut wurden. Nachdem 1890 die erstmalige Herstellung von Molybdänstahl bekannt wurde, gewann auch das Geldbleierz (Wulfenit) des Höllentals wieder große Bedeutung. 1915 fand der Bau einer Aufbereitungsanlage statt, die 1916 durch einen Anbau erweitert wurde. In diesem Jahr bekundete auch die Kriegsmetall AG Berlin Interesse an der Erzproduktion und große Darlehenssummen flossen in die damalige Bergwerksgewerkschaft Höllental. In der Blütezeit des Bergwerks waren 600 Bergarbeiter in der Grube Höllental beschäftigt und die Fördermenge an Geldbleierz stieg auf 40 Tonnen pro Monat. Der Wirtschafts-Boom hielt nicht lange an. 1918 wurde der Betrieb unter inzwischen militärischer Leitung aufgegeben, die Grube war erzfrei. 1921 kam es dann auch zur Einstellung des Betriebs im Höllental und die wichtigsten Maschinen wurden verkauft. Aufgrund von Verrottung wurde die Aufbereitungsanlage 1929 gesprengt. Das Mundloch des Tiefbaustollens war noch bis 1989 zugänglich und stürzte dann ein, sodass das Innere des Bergwerks im unteren Bereich nicht mehr begehbar ist.

Heute hat sich die Natur das Gelände bis auf wenige Zeugen der Vergangenheit fast wieder komplett zurück geholt und man möchte nicht glauben, dass hier vor knapp 100 Jahren eine industrielle Großproduktionsstätte stand… überzeugt euch selbst.

Weitere Informationen findet ihr hier: http://www.mineralienfreunde.de/Oberbayern/hoellental.html


Funktionsprinzip der Aufbereitungsanlage

Das rohe, mit Eisenerz versetzte Gestein aus den höher gelegenen Gruben wurde per Drahtseilbahn zur Aufbereitungsanlage befördert. Diese war für die Aufnahme von 35 Tonnen Gestein ausgelegt. In der Aufbereitungsanlage erfolgte eine erste, grobe Trennung durch Schüttung des Gesteins über schräg gestellte Stabroste, die eine Gittergröße von 10cm x 10cm aufwiesen. In zahlreichen Trennungsprozessen nach Korngröße, durch Sortierung per Hand und über Schüttelherde konnte eine Klassifizierung der Erzkonzentrate vorgenommen werden. Auch Wasser spielte bei diesem Trennverfahren eine große Rolle (Gesteinsschichtung nach Dichte im Wasserstrom). Die Anlage verbrauchte ca. 70 Liter Wasser pro Minute und der nahe liegende Bach konnte diesen Wasserbedarf nicht abdecken. Als Lösung wurden das Wasser aller Quellen in der Umgebung in zahlreichen Tauchbecken, die in nächster Nähe des Werkes zu finden sind zusammengefasst und bei Bedarf der Anlage zugeführt.

Bei der Herstellung des Erzkonzentrates vielen auch große Mengen Kalkstein an. Dieses Abfallprodukt wurde auf den sogenannten Halden ausgelagert – Erhebungen, die auch heute noch im Gelände gut sichtbar sind.

Genug der geschichtlichen Hintergründe, ich denke es ist Zeit, dass ich euch die Hinweise an die Hand gebe, wie ihr den Cache finden könnt… Die u.a. Auflistung der Stationen ist eine Empfehlung wie ihr alle Punkte ohne größeren Aufwand abgehen könnt. Selbstverständlich steht es jedem frei, ob er zuerst „Z“ und dann „A“ suchen will ;-)




Geländeplan der Aufbereitungsanlage – die roten Punkte kennzeichnen die Stellen im Gelände, die besucht werden müssen…



Station 1 – N 47°28.002‘ E011°02.425‘– Informationsschild am Waldlehrpfad

Beantwortet folgende Frage auf dem grünen Informationsschild. Die richtige Antwort liefert euch den Buchstaben A, der zum Lösen des Finals erforderlich ist.

Wann wurde die Aufbereitungsanlage vollständig abgebrochen und die verbliebenen Teile der Sprengung entfernt?

a) 1930… A = 2
b) 1931… A = 4
c) 1932… A = 6


Station 2 – N 47°27.929‘ E011°02.382‘– Wasserbecken ca. 3m x 10m (Peddling)

Sucht den Peddling, dessen Inhalt euch die Zahl X verrät


Station 3 – N 47°27.949‘ E011°02.405‘– Walz- oder Zerkleinerungswerk

Beantwortet folgende Frage vor Ort an der angegebenen Koordinate. Ihr befindet euch im westlichen Bereich der Aufbereitungsanlage (nahe dem Anbau). Die richtige Antwort liefert euch den Buchstaben B, der zum Lösen des Finals erforderlich ist.

Vor euch am Boden liegen quaderförmige, längliche Betonträger, die eine Länge von ca. 3 m aufweisen. Sie dienten als Fundament für Schwergewichtsmaschinen wie z.B. Walzwerke, Schüttel- oder Zerkleinerungsmaschinen. Wie viele Betonfundamente zählt ihr (das Fundament das unmittelbar an der Treppe liegt zählt natürlich ebenfalls!)?

a) 3 Fundamente… B = 35
b) 6 Fundamente… B = 26
c) 9 Fundamente… B = 30


Station 4 – N 47°27.838‘ E011°02.429‘– Sockel der Drahtseilbahn

Beantwortet folgende Frage vor Ort an der angegebenen Koordinate. Ihr befindet euch beim zweiten Bodenfundament der Stütze für die Drahtseilbahn (Höhe 830m, zu überwinden sind 40 Höhenmeter). Das umliegende Gelände ist mit einem Wildzaun eingegrenzt. Einen regulären Zugang zum Seilbahnhang findet ihr bei N 47°27.902‘ E011°02.447‘

Die richtige Antwort liefert euch den Buchstaben C, der zum Lösen des Finals erforderlich ist.

Achtet auf die beiden Metallteile, die oben aus dem Betonfundament ragen. Was stellen diese Metallteile dar?

a) C = 0, wenn es Schrauben und Schraubenmuttern sind
b) C = 4, wenn es zwei Eisenbahn-/Lorenschienen aus Stahl sind
c) C = 9, wenn es die abgetrennten Stahlträgergitter der Seilbahnstützen sind


Station 5 – N 47°27.905‘ E011°02.409‘– Wasserbecken (Peddling)

Sucht den Peddling, dessen Inhalt euch die Zahl Y verrät (Vorsicht Schlammzone bei Regen!)


Station 6 – N 47°27.879‘ E011°02.349‘– Verschüttetes Mundloch am Tiefbaustollen (Peddling)

Hier befindet ihr euch unmittelbar vor dem verschütteten Eingang des Tiefbaustollens. Links vom Wasser führenden Eingangsbereich findet ihr Betonfundamente im Wald. Hier standen einst ein Maschinenhaus und eine Hochdruckturbine zur Stromerzeugung. Unmittelbar dahinter findet ihr – gut getarnt - das größte Wasserbecken, das ca. 10m x 40m aufweist. Sucht aber nun den Peddling, dessen Inhalt euch die Zahl Z verrät


Den FINAL findet ihr nun bei: N 47°27.(A+3) (X-6) Y‘ E011°02.(B-26) (Z-6) (C+2)‘


Ein ernstes Wort zum Schluss… macht den Cache nicht bei Nacht! Die Aufbereitungsanlage hat mehrere ungesicherte Plateauzonen und es besteht Absturzgefahr! Auch ein paar Meter in die Tiefe fallen kann schlimm enden, also unterschätzt die Örtlichkeit nicht! Passt auf, wohin ihr tretet, ihr werdet auch auf zahlreiche Bodenlöcher und Fußangeln in Form von Stahlseilen, Draht u.a. stoßen. Im östlichen Bereich der Anlage unten bei den Treppenstufen liegt Stacheldraht im Wald, achtet also auch hierauf. Im Sommer liegt die Terrain-Wertung sicherlich höher als im Winter, da die Örtlichkeit stark zugewachsen ist. Eine Bitte meinerseits… ich habe bewusst keinen Spoiler zum Final angegeben, weil ich denke, dass man sich bestimmte Caches verdienen muss ;-) Es wäre schön, wenn ihr das Versteck genauso unauffällig und gut getarnt hinterlasst, wie ihr es vor gefunden habt. Danke. Und wenn ihr jetzt immer noch hierher wollt, dann viel Spaß mit diesem geschichtsträchtigen Ort!

„Die einzige Möglichkeit eine Versuchung loszuwerden, besteht darin, dass man ihr nachgibt“

Good luck, RedSun

Additional Hints (Decrypt)

Avpug nz Obqra, nore gvrsre nyf uüsgubpu.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)