Bergwerk Höllental - Aufbereitung (Lost Place) Multi-Cache
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Bergwerk Höllental - Aufbereitung (Lost Place)
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Wer die Werdenfelser Zecken mit Vornamen kennt, ohne seine tägliche
Schlamm- und Sumpfration schlecht schlafen kann und diverse
Erfahrungen mit der Stronghold-Cacheserie gesammelt hat, ist hier
im bayrischen Amazonas-Dschungel von Hammersbach gut aufgehoben.
Zur Lösung des Caches müsst ihr 3 Fragen vor Ort (A, B, C)
beantworten und 3 Peddlinge (X, Y, Z) im schwierigen Gelände
finden. Wer die Örtlichkeit in allen ihren Fassetten erkunden will,
sollte 2-3 Stunden für die Suche einplanen.
Der östliche Bereich des Lost Places
Bergbau im Höllental
Vor der touristischen Erschließung Anfang des 20. Jahrhunderts war
das Höllental vor allem wegen seiner Eisenerz- und
Molybdän-Vorkommen (molybdos = Blei) von Bedeutung. Bereits 1827
bis 1854 waren vier Stollen im Höllental in den Fels getrieben, in
denen Bleiglanz, Zinkblende, Weiß-, Schwarz und Gelbbleierz
abgebaut wurden. Nachdem 1890 die erstmalige Herstellung von
Molybdänstahl bekannt wurde, gewann auch das Geldbleierz (Wulfenit)
des Höllentals wieder große Bedeutung. 1915 fand der Bau einer
Aufbereitungsanlage statt, die 1916 durch einen Anbau erweitert
wurde. In diesem Jahr bekundete auch die Kriegsmetall AG Berlin
Interesse an der Erzproduktion und große Darlehenssummen flossen in
die damalige Bergwerksgewerkschaft Höllental. In der Blütezeit des
Bergwerks waren 600 Bergarbeiter in der Grube Höllental beschäftigt
und die Fördermenge an Geldbleierz stieg auf 40 Tonnen pro Monat.
Der Wirtschafts-Boom hielt nicht lange an. 1918 wurde der Betrieb
unter inzwischen militärischer Leitung aufgegeben, die Grube war
erzfrei. 1921 kam es dann auch zur Einstellung des Betriebs im
Höllental und die wichtigsten Maschinen wurden verkauft. Aufgrund
von Verrottung wurde die Aufbereitungsanlage 1929 gesprengt. Das
Mundloch des Tiefbaustollens war noch bis 1989 zugänglich und
stürzte dann ein, sodass das Innere des Bergwerks im unteren
Bereich nicht mehr begehbar ist.
Heute hat sich die Natur das Gelände bis auf wenige Zeugen der
Vergangenheit fast wieder komplett zurück geholt und man möchte
nicht glauben, dass hier vor knapp 100 Jahren eine industrielle
Großproduktionsstätte stand… überzeugt euch selbst.
Weitere Informationen findet ihr hier:
http://www.mineralienfreunde.de/Oberbayern/hoellental.html
Funktionsprinzip der Aufbereitungsanlage
Das rohe, mit Eisenerz versetzte Gestein aus den höher gelegenen
Gruben wurde per Drahtseilbahn zur Aufbereitungsanlage befördert.
Diese war für die Aufnahme von 35 Tonnen Gestein ausgelegt. In der
Aufbereitungsanlage erfolgte eine erste, grobe Trennung durch
Schüttung des Gesteins über schräg gestellte Stabroste, die eine
Gittergröße von 10cm x 10cm aufwiesen. In zahlreichen
Trennungsprozessen nach Korngröße, durch Sortierung per Hand und
über Schüttelherde konnte eine Klassifizierung der Erzkonzentrate
vorgenommen werden. Auch Wasser spielte bei diesem Trennverfahren
eine große Rolle (Gesteinsschichtung nach Dichte im Wasserstrom).
Die Anlage verbrauchte ca. 70 Liter Wasser pro Minute und der nahe
liegende Bach konnte diesen Wasserbedarf nicht abdecken. Als Lösung
wurden das Wasser aller Quellen in der Umgebung in zahlreichen
Tauchbecken, die in nächster Nähe des Werkes zu finden sind
zusammengefasst und bei Bedarf der Anlage zugeführt.
Bei der Herstellung des Erzkonzentrates vielen auch große Mengen
Kalkstein an. Dieses Abfallprodukt wurde auf den sogenannten Halden
ausgelagert – Erhebungen, die auch heute noch im Gelände gut
sichtbar sind.
Genug der geschichtlichen Hintergründe, ich denke es ist Zeit, dass
ich euch die Hinweise an die Hand gebe, wie ihr den Cache finden
könnt… Die u.a. Auflistung der Stationen ist eine Empfehlung
wie ihr alle Punkte ohne größeren Aufwand abgehen könnt.
Selbstverständlich steht es jedem frei, ob er zuerst
„Z“ und dann „A“ suchen will ;-)
Geländeplan der Aufbereitungsanlage – die
roten Punkte kennzeichnen die Stellen im Gelände, die besucht
werden müssen…
Station 1 – N 47°28.002‘ E011°02.425‘–
Informationsschild am Waldlehrpfad
Beantwortet folgende Frage auf dem grünen Informationsschild. Die
richtige Antwort liefert euch den Buchstaben A, der zum Lösen des
Finals erforderlich ist.
Wann wurde die Aufbereitungsanlage vollständig abgebrochen und die
verbliebenen Teile der Sprengung entfernt?
a) 1930… A = 2
b) 1931… A = 4
c) 1932… A = 6
Station 2 – N 47°27.929‘ E011°02.382‘–
Wasserbecken ca. 3m x 10m (Peddling)
Sucht den Peddling, dessen Inhalt euch die Zahl X verrät
Station 3 – N 47°27.949‘ E011°02.405‘–
Walz- oder Zerkleinerungswerk
Beantwortet folgende Frage vor Ort an der angegebenen Koordinate.
Ihr befindet euch im westlichen Bereich der Aufbereitungsanlage
(nahe dem Anbau). Die richtige Antwort liefert euch den Buchstaben
B, der zum Lösen des Finals erforderlich ist.
Vor euch am Boden liegen quaderförmige, längliche Betonträger, die
eine Länge von ca. 3 m aufweisen. Sie dienten als Fundament für
Schwergewichtsmaschinen wie z.B. Walzwerke, Schüttel- oder
Zerkleinerungsmaschinen. Wie viele Betonfundamente zählt ihr (das
Fundament das unmittelbar an der Treppe liegt zählt natürlich
ebenfalls!)?
a) 3 Fundamente… B = 35
b) 6 Fundamente… B = 26
c) 9 Fundamente… B = 30
Station 4 – N 47°27.838‘ E011°02.429‘–
Sockel der Drahtseilbahn
Beantwortet folgende Frage vor Ort an der angegebenen Koordinate.
Ihr befindet euch beim zweiten Bodenfundament der Stütze für die
Drahtseilbahn (Höhe 830m, zu überwinden sind 40 Höhenmeter). Das
umliegende Gelände ist mit einem Wildzaun eingegrenzt. Einen
regulären Zugang zum Seilbahnhang findet ihr bei N 47°27.902‘
E011°02.447‘
Die richtige Antwort liefert euch den Buchstaben C, der zum Lösen
des Finals erforderlich ist.
Achtet auf die beiden Metallteile, die oben aus dem Betonfundament
ragen. Was stellen diese Metallteile dar?
a) C = 0, wenn es Schrauben und Schraubenmuttern sind
b) C = 4, wenn es zwei Eisenbahn-/Lorenschienen aus Stahl
sind
c) C = 9, wenn es die abgetrennten Stahlträgergitter der
Seilbahnstützen sind
Station 5 – N 47°27.905‘ E011°02.409‘–
Wasserbecken (Peddling)
Sucht den Peddling, dessen Inhalt euch die Zahl Y verrät (Vorsicht
Schlammzone bei Regen!)
Station 6 – N 47°27.879‘ E011°02.349‘–
Verschüttetes Mundloch am Tiefbaustollen (Peddling)
Hier befindet ihr euch unmittelbar vor dem verschütteten Eingang
des Tiefbaustollens. Links vom Wasser führenden Eingangsbereich
findet ihr Betonfundamente im Wald. Hier standen einst ein
Maschinenhaus und eine Hochdruckturbine zur Stromerzeugung.
Unmittelbar dahinter findet ihr – gut getarnt - das größte
Wasserbecken, das ca. 10m x 40m aufweist. Sucht aber nun den
Peddling, dessen Inhalt euch die Zahl Z verrät
Den FINAL findet ihr nun bei: N 47°27.(A+3) (X-6) Y‘
E011°02.(B-26) (Z-6) (C+2)‘
Ein ernstes Wort zum Schluss… macht den Cache nicht bei
Nacht! Die Aufbereitungsanlage hat mehrere ungesicherte
Plateauzonen und es besteht Absturzgefahr! Auch ein paar Meter in
die Tiefe fallen kann schlimm enden, also unterschätzt die
Örtlichkeit nicht! Passt auf, wohin ihr tretet, ihr werdet auch auf
zahlreiche Bodenlöcher und Fußangeln in Form von Stahlseilen, Draht
u.a. stoßen. Im östlichen Bereich der Anlage unten bei den
Treppenstufen liegt Stacheldraht im Wald, achtet also auch hierauf.
Im Sommer liegt die Terrain-Wertung sicherlich höher als im Winter,
da die Örtlichkeit stark zugewachsen ist. Eine Bitte
meinerseits… ich habe bewusst keinen Spoiler zum Final
angegeben, weil ich denke, dass man sich bestimmte Caches verdienen
muss ;-) Es wäre schön, wenn ihr das Versteck genauso unauffällig
und gut getarnt hinterlasst, wie ihr es vor gefunden habt. Danke.
Und wenn ihr jetzt immer noch hierher wollt, dann viel Spaß mit
diesem geschichtsträchtigen Ort!
„Die einzige Möglichkeit eine Versuchung loszuwerden, besteht
darin, dass man ihr nachgibt“
Good luck, RedSun
Additional Hints
(Decrypt)
Avpug nz Obqra, nore gvrsre nyf uüsgubpu.
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