Der Trompeter von
Glinde
Der Eisgang auf der Elbe war bei den
strengen Wintern früherer Zeiten, eine fast alljährliche
Erscheinung. Der Fluss fror zu, die Elbe stand. Wie man zu sagen
pflegte und man konnte sie bequem zu Fuß
überqueren.
Besonders rege wurde diese willkommene
Verbindung zwischen Glinde und Ranies im Kreise Calbe benutzt, was
aber sehr gefahrbringend war, wenn im Frühjahr Tauwetter kam und
das Eis aufzubrechen begann.
So benutzten zu Anfang des vorigen
Jahrhunderts auch zwei Musikanten, die in einem Nachbardorf zum
Tanz aufgespielt hatten, bei der Heimkehr in einer Frühlingsnacht
die Eisdecke der Elbe als Brücke. Als sie in der Mitte des Flusses
angekommen waren, brach plötzlich die
Eisdecke.
Der eine der beiden Männer konnte sich noch
an das rettende Ufer flüchten, der andere aber trieb, dem sicheren
Tod vor Augen, auf einer bröckligen Eisscholle die Elbe hinab. Noch
einmal setzte der Todgeweihte die Trompete an den Mund und die
Klänge des Siegesmarsches, unter denen er mit seinem Freund in die
Freiheitskriege gezogen war, hallten durch die Nacht zu seinem
entsetzten Begleiter hinüber. Dann brach der Ton plötzlich
ab.
Das nasse Grab hatte den Tapferen
verschlungen.

Diese Geschichte wurde auch immer in
unserer Familie erzählt und man sagt, dass man den Trompeter an
kalten Wintertagen immer noch hören kann.
Euer Cachemobil könnt ihr bequem an den
Parkkoordinaten abstellen und nach einem kleinen Spaziergang auf
dem Damm habt ihr schon bald den Cache
erreicht.
Viel Spaß beim Suchen und Finden wünschen
Iller
& Franzi.