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ReilWei # 2 Traditional Cache

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Fred Bull: Cache archiviert wegen Umgestaltung und Ausweitung der Festungsserie.

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Hidden : 5/27/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


ReilWei # 2

Highlights am Bahnhof Kufstein

1871     5. Januar: Unter dem Donner der Festungskanonen festlicher Empfang des Österreichischen Kaisers Franz Josef I. Das Ereignis wurde gebührend gefeiert und war ohne Zweifel der jungen Eisenbahn zu verdanken. Diese erste Hofreise, die vermutlich nach Innsbruck und Italien führte, war der Anfang einer langen Reise von Durchfahrten gekrönter Häupter.

1872     Beginn des Baues eines Bahnhof-Aufnahmsgebäudes nach Plänen des Holzbaudirektors Flattich in Wien. Bauausführung durch Baumeister Wilhelm Köchl aus Mainz.

1873     29. Juli: Durchreise des Schah von Persien mit Hofstaat von Persien nach Wien. 72 Salutschüsse von der Festung. Ehrenkompanie, sowie Spitzen der Behörden zum Empfang am Bahnhof. Rückreise am 9. August mit gleichen Zeremonien.

1874     12. Juli: Das neue Bahnhofsgebäude ist fertig und wird unter Anteilnahme der ganzen Kufsteiner Bevölkerung seiner Bestimmung übergeben. Im Saal der von Thomas Suppenmoser geführten Bahnhofsrestauration versammelten sich nach einem festlichen Eröffnungsakt die Spitzen der österreichischen und bayerischen Behörden, das Offizierscorps, sowie Vertreter beider Eisenbahnverwaltungen zu einer Feier. Bürgermeister Dr. Angerer gab in seiner Ansprache der Freude über den gelungenen Bahnhofsneubau gebührenden Ausdruck, der in hervorragendem Maße dem Stadtbild und der Bedeutung Kufsteins gerecht werde. Das Gebäude hatte 300 000 Gulden gekostet und war für jene Eisenbahnfrühzeit erstaunlich großzügig geplant. Zweifellos haben schon damals die beiden benachbarten Bahnverwaltungen gemeinsam geplant, wobei das Prestige eines Königreiches Bayern und das eines Kaiserreiches Österreich eine entscheidende Rolle gespielt hatten. Der Großzügigkeit und dem Weitblick der damaligen Planer ist es zu verdanken, dass die große und formschöne Anlage, die bis 1978 unverändert geblieben ist, ein ganzes Jahrhundert lang die Bedürfnisse zweier Eisenbahnverwaltungen bestens erfüllen konnte. Die beigefügten ältesten Pläne aus der „Allgemeinen Bauzeitung“ aus 1876 zeigen die klaren, gefälligen Formen und wohldurchdachten Konzeptionen aller Teile, und die zweckmäßige Symmetrie, die überall eingehalten ist. Ein Modell des schönen Kufsteiner Bahnhofgebäudes ist auch bei der Weltausstellung in Paris im Jahr 1876 gezeigt worden. Auch die Gleisanlagen zeigen eine weit blickende Zweckmäßigkeit, die noch heute anerkannt werden muss, denn es gab damals schon acht Hauptgleise und zahlreiche Nebengleise. Ein Umfang, der noch in der Gegenwart die Abwicklung eines ungeheuer angestiegenen Eisenbahnverkehrs zu bewältigen vermag.
6. August: Eröffnung der Giselabahn Hallein – Wörgl. Damit ist u. a. eine bedeutende Reisebeschleunigung von Wien nach Gastein erreicht, einem der damals beliebtesten Kurorte Österreichs.
17. Oktober: Der Deutsche Kaiser Wilhelm I. mit Gefolge trifft, auf seiner Sonderzugfahrt in 16 Hofwagen nach Italien, um 8:30 in Kufstein ein, und nimmt während eines dreiviertelstündigen Aufenthaltes in der abgesperrten Bahnhof-Restauration das Frühstück ein.

1877     Das Verwaltungsgebäude der Betriebsinspektion der Südbahngesellschaft gegenüber dem Bahnhof wird seiner Bestimmung übergeben. Hier leitete die k.u.k.privilegierte Südbahngesellschaft anfangs den Betrieb der Strecke Kufstein – Ala. Später ging das Gebäude in den Besitz der Familie Suppenmoser über und wurde zum Hotel „Gisela“ umgestaltet.

1883     Eröffnung des „Zeller Steges“ am 26. September, der die gesamte Bahnhofanlage überbrückte, damals aber nur einen Abgang zur Ladestraße hatte.

Hochblüte bis zur Jahrhundertwende

Die Umwälzungen und Neuerungen, die durch die Eisenbahn in allen Bereichen des Lebens verursacht wurden, sind heute kaum mehr nachzuempfinden. Alle nahmen an dem neuen Verkehrsmittel Anteil und die Kufsteiner liebten ihre Eisenbahn und waren stolz auf ihren Bahnhof. Das gesellschaftliche Leben in dem Grenzstädtchen hat sich wohl schon zu früheren Zeiten in besonderen Bahnen bewegt, in diesen Jahrzehnten aber war alles auf die Eisenbahn ausgerichtet, die zum Reisen geradezu herausforderte. Da waren die häufigen Durchreisen gekrönter Majestäten, die auf dem Bahnhof zu sehen und zu bewillkommen waren. Da gab es die zahlreichen Veranstaltungen und Feste, Ausflüge von vielen Vereinen und Korporationen – und alles begann und endete auf dem Bahnhofplatz! Neue Bahnprojekte bewegten die Öffentlichkeit und wurden jahrzehntelang hartnäckig vertreten: so war eine Lokalbahn nach Kössen und Reith im Winkel mit genauen Plänen fertig projektiert. Sie sollte vom Streckengleis nach Rosenheim in km 33,6 abzweigen, den Inn auf einer Eisenbrücke überqueren und Niederndorf, Ebbs und Walchsee berühren. Aber obwohl alle beteiligten Gemeinden bindende Zusagen über finanzielle Beteiligungen abgegeben hatten, wurde seitens des Eisenbahnministeriums schließlich dem Bau der Mittenwaldbahn der Vorzug gegeben. Ähnlich erging es dem Projekt einer Bahnlinie von Kufstein über Thiersee nach Bayrisch-Zell, sowie Plänen für eine elektrische Bahn durch das Kaisertal nach Hinterbärenbad und auf die Gruttenhütte. Auch hier scheiterten die Pläne an der Finanzierung.

Einschneidend waren auch die Änderungen im Wirtschaftsleben:

Da gab es vor allem die aufstrebende Zementindustrie, die die Versendung ihrer Produkte vom Pferdefuhrwerk und Innschiff auf die Eisenbahn umzulegen strebte. Vorher war zunächst das gar nicht einfache Problem des Transportes zum Bahnhof zu lösen, gab es doch damals bloß Saumwege und äußerst primitive Fahrwege aus den Gebirgsschluchten heraus.

Die Perlmooser A.G. (früher Kink)

Endach hatte schon immer eine Rollbahn zur Innlände betrieben. Diese wurde nun am Innufer weitergeführt. 1883 wurde eine eiserne Brücke über den Inn fertig, die am Südende des Bahnhofes (neben der heutigen Wendlinger-Brücke) einmündete, wo, innseitig, ein Zementlager mit Laderampen und Gleisanschluss gebaut wurde. Das Gleis 5b wurde noch lange im Eisenbahner-Jargon das „Perlmoosergleis“ genannt, obwohl die Firma schon lange nicht mehr in Kufstein verladen und die Anlagen längst verschwunden sind. Reste der Brückenpiloten kann man bei Niederwasser noch jetzt im Innbett südlich der „Neuen Brücke“ sehen.

Die Firma Kraft-Saulich A.G.

Diese Firma begann etwa zur gleichen Zeit mit dem Bau einer Drahtseilbahn vom Eiberg zum Bahnhof, wo zellseitig, südlich des Straßenüberganges ein Zementlager „Kraft“ mit Laderampe errichtet wurde, das mit einer Schleppbahn (Stumpfgleis) an die Bahnhofgleise angeschlossen war. Diese Anlagen waren bis in die 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts in Betrieb, noch lange hielt sich der Ausdruck „Kraftgleis“ bei den Verschiebern. Das Schleppgleis wurde 1966 von den ÖBB erworben. Das Gebäude der Seilbahn-Endstation stand noch lange. Aus dem ursprünglichen barackenartigen Zementlager Kraft ist nach 1945 das Gebäude der Gewürzmühle „Moguntia“ entstanden, das 1973 Eigentum der ÖBB wurde und im Zuge des Bahnhofneubaues im Jahr 1982 abgerissen wurde.
Handelshaus Reisch:

Auch der Handel wandte sich schnell der Eisenbahn zu. Das junge, aufstrebende Handelshaus Reisch („Andreas Hofer“) eröffnete am 11. April 1895 eine Schleppbahn zur Bedienung seines in der Karl-Kraftstraße gelegenen Lagerhauses. Das Gleis zweigte vom Bahnhofgleis I, südlich des Aufnahmsgebäudes ab. Es bestand bis zum Jahr 1963.
Die Speditionen:

Der Aufschwung des Speditionsgewerbes, das für den grenzüberschreitenden Vekehr damals unentbehrlich war, führte zur Ansiedlung und Gründung zahlreicher Speditionsfirmen. Die bedeutendste, Dillersberger, baute 1912 ein Lagerhaus gegenüber dem östereichischen Zollamt in der Ladestraße. Die Spedition Albarelli besaß einen Eiskeller am Birnberg und versorgte regelmäßig die verderblichen Sendungen aus Italien mit frischem Natureis, das aus den nahen Seen während der Wintermonate geschnitten wurde. Das Lagerhaus Dillersberger verschwand 1974.

1900     Die Gleisanlage des gesamten Bahnhofes wird erneuert und gleichzeitig bedeutend erweitert. 

1901     Fertigstellung der lektrischen Beleuchtungsanlagen als einer der ersten Bahnhöfe Österreichs. Wir Heutigen können die Bedeutung dieser Errungenschaft kaum richtig beurteilen, doch war der Schritt von der Öl- und Petroleumbeleuchtung zum elektrischen Licht zweifellos revolutionierend.  

1905     Ab 1. Juni verkehrt ein direkter Wagen Kufstein – Rosenheim – Salzburg. Die Anregung ging von der Stadtgemeinde Kufstein aus und wurde vom Königlich bayerischen Verkehrsministerium genehmigt. Dieser erste Korridorverkehr erfreute sich großer Beliebtheit bis zum Weltkrieg.  

1906     Beginn des Baues eines zweiten Streckengleises Rosenheim – Kufstein. 

1913     Bau der Eibergstraße.

Vor 1900 

Es ist nicht bekannt, wie viele Bedienstete vor dem ersten Weltkrieg im Bahnhof Kufstein Dienst versahen. Die Zahl dürfte trotz der damals üblichen 14- 18stündigen Dienstschichten ganz ansehnlich gewesen sein, waren doch von allem Anfange an für die österreichische und für die bayerische Eisenbahn eigene Bedienstete eingesetzt. Es gab nicht nur einen k.k. österreichischen und einen kgl. bayerischen Stationsvorstand, sondern eigene Zug-Expeditoren (=Fahrdienstleiter), Platzmeister (=Verschubmeister) und Verschieber, Personenkassiere, Güterkassiere, Wagenschreiber, Magazinsbeamte und –arbeiter usw. Die im Aufnahmegebäude (Nordflügel) vorhandenen Wohnungen wurden ausschließlich von bayerischen Beamten bewohnt, während die Österreicher das „Beamtenhaus“ (an Stelle des späteren und mittlerweile abgerissenen Wohnhauses Südtirolerplatz 12 – neben dem alten Zeller-Steg) bewohnten.

Der Erste Weltkrieg 

stellte die Eisenbahnen auf die härteste Probe seit ihrem Bestehen. Noch nie dagewesene Beförderungsleistungen wurden erbracht. Die Mobilmachung im Jahre 1914 wurde nicht zu Unrecht als die erste gewonnene Schlacht des Weltkrieges bezeichnet.

Nachkriegszeit 

Der Zusammenbruch und Zerfall der Donau-Monarchie brachte denkbar ungünstige Veränderungen. Die Abtrennung der Adria-Häfen wirkte sich im Transportumfang der Südbahn katastrophal aus, die über Nacht zu einer sehr kurzen Durchgangsstrecke herabsank. Inflationen in Österreich und Deutschland ließen die Hoffnung auf den als längst fällig erkannten Neubau des Bahnhofes Kufstein vollends in nebelhafte Ferne entschwinden.

Das Jahr 1924 brachte endlich die Übernahme der ehem. k.u.k.priv.Südbahn durch die Österreichische Bundesbahnen. Damit war das finanzielle Schicksal vieler Südbahner gesichert.  

In den Jahren 1925/1926 wurde der Bahnhof Kufstein und die anschließenden Strecken für den elektrischen Betrieb  ausgebaut.

Der Bahnhof Kufstein zur Zeit des Zweiten Weltkrieges

 

 

Die politische Entwicklung, die am 13.3.1938 die militärische Besetzung Österreichs zur Folge hatte, brachte für den Bahnhof Kufstein die größten Veränderungen in seiner bereits 80jährigen Geschichte. Buchstäblich über Nacht wurde aus einem Grenzbahnhof, in dem ein minuziös arbeitendes Übergangs-, Kontroll- und Abrechnungssystem zweier Bahnverwaltungen aufgebaut war, ein Binnenbahnhof der Deutschen Reichsbahn. Betrieblich dürfte es hierbei, von personellen Veränderungen abgesehen, kaum Schwierigkeiten gegeben haben.
Die mit dem Umsturz einsetzenden gewaltigen Anforderungen an die Eisenbahnen führten zu einem raschen Ausbau von Bahnhof und Strecke. Verbesserungen der Sicherungsanlage, elektrische Weichenheizung (1941 gebaut, bis 1955 in Betrieb). Im Bahnhofgelände entstanden während der Kriegsjahre eine Reihe von „Provisorien“: Eine Baracke für ein Wehrmachtsversorgungslager nördlich der jetztigen Innbrücke; durch Verlängerung des Schleppgleises Kraft mit Gleisanschluss versehen. Dieser Gleisteil hieß unter den Verschiebern lange danach noch „Wehrmachtgleis“. Zwei weitere Baracken wurden nächst dem Stellwerk 2 als „Ostarbeiter-Baracken“ aufgestellt (bewohnt bis 1960). An den Weichenköpfen wurden kleine Verteidigungsbunker gebaut (Reste waren noch lange erhalten)
Auch von unmittelbaren Kriegseinwirkungen blieb unser Bahnhof nicht verschont. Im letzten Kriegswinter, am 4.11.1944 um 13:30 Uhr wurden Stadt und Bahnhof Kufstein von 36 Anglo-amerikanischen Flugzeugen, die aus Richtung Kaisertal anflogen, angegriffen. Bei dem nur 3 Minuten dauernden Angriff fielen auf das Bahnhofsgelände 18 Sprengbomben und etwa 500 Brandbomben. Hiebei wurde total zerstört: das Beamten-Wohnhaus Südtirolerplatz 12, in dem 9 Menschen getötet und 5 schwer verletzt wurden; ferner wurde der Steg und das GA-Gebäude (früher Hauptzollamtsgebäude) vollkommen zerstört. Durch die Brandbomben wurden fast alle südl. des Stegs gelegenen Objekte beschädigt und auch mehrere Güter- und Personenwagen. Auch die Gleisanlagen und Fahrleitung erlitten nachhaltige Beschädigungen.

Bei weiteren Fliegerangriffen am 4.1.1945 und 20.4.1945 entstanden an Bahnhof-Objekten keine größeren Schäden.

Achtung! Wichtig!
Das Überschreiten der Gleisanlagen ist absolut verboten und außerdem lebensgefährlich!!! Bitte benützt die vorgesehene Unterführung! Auch ist auf die gelben Linien am Bahnsteig zu achten. Es fahren hier Züge mit hoher Geschwindigkeit durch, die dadurch entstehende Sogwirkung kann einen Menschen zum Zug ziehen.

Quelle: ÖBB Infrastruktur AG, Netzbetrieb West
Mit freundlicher Genehmigung der ÖBB Pressestelle

 

 

 

Additional Hints (Decrypt)

Tenh - zntargvfpu - serpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)