Die ursprüngliche Scheldetalbahn ist mit ihrem Eröffnungsdatum
1872 gerade einmal zehn Jahre jünger als die Dillstrecke, von der
sie in Dillenburg abzweigt. Sie hatte die Form eines Y. Am Bahnhof
Oberscheld-Hochofen, an dem die ersten 24 Jahre auch der
Personenverkehr endete, teilte sich die Strecke in zwei Äste auf.
Der ältere und südlichere Ast führte zum Bahnhof Auguststollen, der
nördlichere zum Bahnhof Nikolausstollen. Die Namen der Endbahnhöfe
lassen erahnen, dass es beim Bau der Strecke nicht in erster Linie
um den Personenverkehr ging. Vielmehr versprach sich die
verantwortliche Cöln-Mindener Eisenbahn Erlöse aus dem Transport
von Erz aus dem Schelderwald ins Ruhrgebiet und Steinkohle in die
entgegengesetzte Richtung.Mit der Bahn erlebten die Gruben- und
Hüttenbetriebe entlang der Strecke einen gewaltigen Aufschwung.
1880 wurde die Strecke verstaatlicht und schon bald kamen Pläne zu
einer Verlängerung auf. Neben der später ausgeführten Verlängerung
des Nordastes nach Wallau im Lahntal, war auch eine Verbindung
Auguststollen-Eisemroth im Gespräch, die jedoch einen langen Tunnel
erfordert hätte und daher wieder verworfen wurde. Aber auch die
1911 fertiggestellte Verbindung nach Wallau war nicht eben eine
kostengünstige Sache. Zwischen den Bahnhöfen Herrnberg und
Hirzenhain mussten auf vier Kilometern 150 Meter Höhenunterschied
überwunden werden - damals ohne aufwendigen Zahnradbetrieb nicht
möglich. Aber bereits zwölf Jahre später war die Zahnstange schon
wieder überflüssig. Die neuen Loks der Gattung T 16 bewältigten die
Steilstrecke im Reibungsbetrieb, was den Betriebsablauf wesentlich
vereinfachte und verschnellterte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden
die Gruben im Schelderwald nacheinander alle aufgegeben. Mit ihnen
starben auch die Hüttenbetriebe und neben dem Güterverkehr brach
auch der Personenverkehr ein - war er doch stark geprägt von
pendelnden Gruben- und Hüttenarbeitern. Ab Mitte der siebziger
Jahre wurde der Fahrplan folglich immer weiter ausgedünnt, bis in
der letzten Fahrplanperiode schließlich nur noch ein einziges
Schülerzugpaar übrig war. Vom Güterverkehr blieb schließlich auch
nicht mehr viel übrig. Auf der Steilstrecke war er bereits in den
60er-Jahren eingestellt worden; 30 Jahre später blieb schließlich
nur noch der Stummel Wallau-Breidenbach, der praktisch von einem
einzigen Güterkunden abhängig war und so bis 2002 überlebte. Nach
dem Orkan Kyrill im Jahr 2007 erlebte ein Teil dieses Stummels noch
einmal eine Renaissance: Durch die Einrichtung einer
Sturmholzladestelle fahren hier wieder Züge.
Dieser Cache führt Euch an die Dreibogen Brücke in
Niedereisenhausen, sie ist hier neben dem alten Bahnhof das einzige
Zeugnis der ehemaligen Bahnstrecke. Von Gönnern aus ist sie fast
schon nicht mehr zusehen, und auf der anderen Seite kommt man nur
über das Gelände eines großen Landmaschinen und Stapler Händlers
zur Brücke! Dieses ist aber nicht Euer Weg zum Cache, ich weiß
nicht was mein Chef sagen würde wenn dort lauter Fremde umher
laufen! Ihr müsst Euch einen Weg von der anderen Seite suchen!
Direkt am Cache gibt es keinen GPS Empfang, aber wenn Ihr an den
Koordinaten angekommen seit, werdet Ihr wissen wo Ihr suchen müsst.
Ihr handelt auf eigene Verantwortung! Auch wenn Ihr den Cache
tagsüber angeht könnte eine Taschenlampe evtl. hilfreich sein.
Zwei bitten hätte ich noch an Euch, erstens wäre es schön wenn
Ihr Euch mit Bildern der direkten Cacheumgebung im Netz zurück
halten könntet! Ich denke diesen Platz erwarteten hier die
wenigsten, und so ist für jeden eine Überraschung dabei. Und als
nächstes, wer den Cache als erstes findet, sollte auch das Recht
haben ihn als erstes im Netz zu loggen!!!!!!!
Viel Spaß mit der Dose oder besser dem PETling wünscht
aldi_7